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Umfrage

Wie seht ihr die EU und ihre Zukunft?

Die EU möchte ich in absehbarer Zeit als vereinigten Staat sehen.
12 (40%)
Die EU sollte noch weiter zusammenrücken, aber einen europäischen Staat will ich nicht.
5 (16.7%)
Die gesamte EU sollte aufgelöst werden.
4 (13.3%)
Deutschland sollte aus der EU austreten.
3 (10%)
Die EU nimmt zu viel Einfluss, die einzelnen Staaten sollten wieder autonomer werden.
3 (10%)
Die EU ist gerade richtig und sollte bleiben wie sie gerade ist.
2 (6.7%)
Mir ist die EU egal.
1 (3.3%)

Stimmen insgesamt: 29

Thema: Briten sollen über EU-Mitgliedschaft abstimmen - wie steht ihr zur EU?  (Gelesen 2990 mal)

  • Graf
    • Adel
Der britische Premierminister Davin Cameron will, sollte er in zwei Jahren wiedergewählt werden, einen Volksentscheid über die Mitgliedschaft Großbritanniens in der EU durchführen lassen.


Wie seht ihr die EU, und was erwartet ihr on Zukunft? Als zukünftige vereinigte Staaten von Europa? Weiterhin als wirtschaftlichen und politischen Staatenbund? Oder seht ihr die EU vielleicht als gescheiterten Versuch?

Leider kann ich die Frage nach weiteren Mitgliedsstaaten nicht parallel stellen, ohne das zig Optionen dazu kommen, die kommt demnächst in einer anderen Umfrage, z.B. wenn der Beitritt von Kroatien usw. aktuell wird.
  23.01.2013, 12:22
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Ich bin für "Vereinigte Staaten von Europa" aus mehreren Gründen.

  • Wirtschaftlich

Der Euro muss wieter gestärkt werden. Wenn man sich die Spielchen der japanischen Notenbank ansieht sollte es klar sein, dass wir unsre wirtschaftliche Position stärken müssen. Länder wie Spanien oder Griechenland müssen wir zuerst unterstützen, da diese - wenn sie aus der Krise herausen sind - wieder als starke Wirtschaftsmotoren agieren können. Spaniens Rolle als im internationalen Seehandel oder Griechanland und der Mittelmeerhandel bspw.

Zusätzlich ist ein starker zusammenschluss von Staaten in wirtschaftlicher Hinsicht nicht so leicht auszustechen wie einzelländer. Es muss wieder mehr für die Herstellung von Exportgütern getan werden, da kann nur ein starker Zusammenschluss auf lange Sicht bestehen.

  • Militärisch

Zur Zeit hat jedes Land sein eigenes Heer. Mit eigenen bestimmungen. Kraut und Rüben also im Europäischen Sinn. Eine stakre wirtschaftliche Union kann auch nur durch eine starke Militärische Union gestützt werden. Die vorhanden EU - Battlegroups sind da schon ein guter Anfang. Zusätzlich lässt sich Terrorismus & Co besser abwenden, wenn die kooperation innerhalb eines einzigen Staates abläuft, anstatt vieler zusammegeschlossener Einzelstaaten.
  23.01.2013, 13:31
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Ja, das wäre was, ein föderalistischer Bundesstaat Europa, der in allen Belangen stark genug ist, sich gegen die wachsende Konkurrenz von "Außen" zu behaupten.
Man sollte nur nicht (wie so oft) den Fehler machen, bei der Erarbeitung entsprechender Gesetze den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen, sondern diejenigen Lösungen dann europaweit durchsetzen, die den größten Erfolg versprechen (abschreckendes Beispiel: deutsche Bildungspolitik). Dazu braucht man natürlich kompetente Politiker und ... ach ich sehe schon, es wird eine Illusion bleiben...

Und Fadomai sagte: „Wenn Nirni ihre Kinder trägt, dann nimm eines davon und verwandle es.
Mach die schnellsten, klügsten und schönsten menschenähnlichen Wesen aus ihm und nenne sie Khajiit.“
  23.01.2013, 13:57
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Mir fehlt die passende Umfrageoption.

Europa: Die Idee ist gute, die Umsetzung schlecht.

Sprich die EU kann ruhig bleiben, sie muss nur in so ziemlich allen Bereichen auf den Kopf gestellt werden.
  23.01.2013, 14:01
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Ich halte die EU für wichtig, weil gerade in Europa sich viele Länder auf engem Raum aneinander reiben was auf anderen Kontinenten kaum der fall ist. Sie schafft Bürokratie ab und sorgt für mehr Möglichkeiten im Bezug auf Ausbildung, Studium, Arbeit, usw.

Trotzdem glaube ich, dass sie es in der letzten Zeit zu gut gemeint hat. Denn die Aufnahme der vielen (ost)europäischen Statten könnte ihr Schwierigkeiten bereiten, wenn man ich mal deren Wirtschaft ansieht. Die EU hat, meiner Meinung nach, zu schnell versucht Europa zu „vereinen“. Und England ist doch bis jetzt nur halb in der EU mit den ganzen Sonderregelungen die sie haben, wenn sie sich entscheiden weiter dabei zu sein sollten sie diesmal auch komplett beitreten.

Da Länder wie China oder Brasilien einen Wirtschaftlichen und Politischen Aufschwung erleben, und die USA, welche zunehmens an imperialer Erschöpfung leiden, werden ihre Stellung als Weltmacht nur ungern hergeben, obwohl sie es früher oder später müssen. Als EU könnten die europäischen Staaten gleichziehen und sich um politische Stabilität zwischen den USA und den neuen großen Staaten zu bemühen und mit UK hätte man mit dem Finanzmarkt schon mal einiges gewonnen. Dennoch müssen wir nicht gleich alle ein Staat werden, schließlich braucht es zeit um zusammen zu wachsen und wie man an Griechenland sehen konnte empfiehlt es sich dabei auch vorsichtig zu sein.
« Letzte Änderung: 23.01.2013, 21:40 von Der Hydrant »
  23.01.2013, 14:01
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Mir fehlt die passende Umfrageoption.

Europa: Die Idee ist gute, die Umsetzung schlecht.

Sprich die EU kann ruhig bleiben, sie muss nur in so ziemlich allen Bereichen auf den Kopf gestellt werden.

This!

Ich dachte auch, die Idee ist gut, die Umsetzung mangelhaft. Ich glaube auch nicht, dass ich ein USE brauche...  :lachen:
  23.01.2013, 14:13
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Mir ist die EU egal... wenn wir von Aliens angegriffen werden, können uns ja bekanntlich eh nur die Amis retten...
(siehe Independence Day, Transformers...usw.)

höhö.

Alternativantwort wäre gewesen: Da ich ja eh nach Rumänien auswandere, ist es mir 10x noch egaler...
[XBox360-User]
  23.01.2013, 14:26
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Mir fehlt die passende Umfrageoption.

Europa: Die Idee ist gute, die Umsetzung schlecht.

Sprich die EU kann ruhig bleiben, sie muss nur in so ziemlich allen Bereichen auf den Kopf gestellt werden.

Sehe ich auch so.

EIN Europa ist für die Herausforderungen, vor denen die einzelnen Länder heute und in den nächsten Jahrzehnten stehen (werden), unabdingbar, sei es im Hinblick auf geld-, fiskal-, wirtschafts-, außen- oder umweltpolitische Aspekte. Nur, wenn Europa mit einer Stimme spricht, hat es eine Chance in der Welt angehört zu werden. Darüber hinaus ist schon die Aussicht auf einen dauerhaften Frieden in Europa aus meiner Sicht Grund genug für eine starke Verflechtung der europäischen Staaten.

Die Art und Weise, wie die europäische Einheit bisher umgesetzt wurde, lässt dennoch zu wünschen übrig. In ihrem machtbessenen Wahn sind die Verantwortlichen in den einzelnen Ländern nahezu vollständig dagegen, mehr Kompetenzen als nur irgendwie nötig an Brüssel abzugeben. Noch dazu werden, wenn schonmal Kompetenzen verlagert werden, zumeist nicht das Europaparlament, sondern Rat oder Kommission bestärkt...^^ Hier muss sich einiges in den Köpfen der Leute ändern (aber das fängt ja schon eine Nummer kleiner bei den Bundesländern an: schon im Verhältnis Bund - Länder wollen die "Landesfürsten" jeden Mist selber regeln - siehe Förderalismusreformen!)...

Alternativantwort wäre gewesen: Da ich ja eh nach Rumänien auswandere, ist es mir 10x noch egaler...

Wenn das ironisch gemeint war, dann war der Klasse! Aber wenn nicht, ist er fast noch besser  :lachen:
« Letzte Änderung: 23.01.2013, 15:15 von Morag Tong »
"Wer immer nur das tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist."
Dr. Reinhard K. Sprenger (*1953)
  23.01.2013, 15:13
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Alternativantwort wäre gewesen: Da ich ja eh nach Rumänien auswandere, ist es mir 10x noch egaler...
Nur für den Fall, dass das kein Witz ist: --> fail.

Interessante Doku zum Thema:
http://www.youtube.com/watch?v=KQCOk2VCavQ
« Letzte Änderung: 23.01.2013, 15:28 von Boby »
In life, I have no religion,
Beside, the heavy metal Gods!
  23.01.2013, 15:16
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Wenn man Geld hat kann man in Rumänien sicher gut leben, wie überall auf der Welt auch  :D
  23.01.2013, 15:51
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Zum Video von Boby: Viel Schrott, der da in England teilweise verbreitet wird, aber Gisela Stuart hat nicht unrecht, wenn sie sagt, durch die Einsetzung von "Technokraten" sagen wir uns von der Demokratie los. Wirklich interessanter Aspekt!
"Wer immer nur das tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist."
Dr. Reinhard K. Sprenger (*1953)
  23.01.2013, 16:03
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Ich glaube, ich werde in der nächsten Umfrage eine "Ich bin Roon und mir fällt nichts sinnvolles ein"-Option einbauen.


Das diese Option von Fairas fehlt, ist mir auch eingefallen, nachdem ich die Umfrage gepostet habe. Ist doch immer das Gleiche.
Ich sehe die EU sehr zwiespältig. Auf der einen Seite ist man heute als Staat ziemlich alleine, wenn man keine Bündnisse eingeht. Während die NATO vor allem ein Militärbündnis ist, ist die EU ein Wirtschafts- und Politik-Bündnis. Beides Bereiche, in denen Deutschland wesentlich stärker ist, als militärisch. Dazu kommt, das die USA in der EU nichts zu melden haben.
Ich sehe mehrere Probleme bei der EU. Zum Einen der Regulierungswahn. Die Einmischung der EU in die Gesetzgebung der Staaten geht mir in mancherlei Hinsicht zu weit. Für die Bürger ist die EU-Gesetzgebung außerdem relativ intransparent und es gibt kaum Aufklärung des Pöbels, wie EU-Gesetze zustande kommen, insbesondere solche, wie das inzwischen jahrzehnte alte Verbot, in Deutschland neue Weinberge anzulegen, weil Deutschland ja kein ursprüngliches Weinland sei, wie Spanien, Italien und Frankreich. WTF?
Zum Anderen die Expansion. Natürlich möchten Osteuropäische Länder auch ein Stück vom Kuchen abhaben. Dabei ist der Kuchen eigentlich schon längst verteilt. Bevor weitere - insbesondere arme - Länder in die EU aufgenommen werden, müssen erstmal die finanziellen Probleme in der EU beseitigt werden. Denn die Rechnung für den Kuchen zahlen die Länder. Und da steht Deutschland ganz oben. Und während wir anderen Ländern, wie Griechenland, Milliarden zuschaufeln um deren Wirtschaft anzukurbeln, vergammeln hierzulande die Straßen und Tafeln sammeln Spenden um Bedürftige zu ernähren. Und während wir am Ende den Kredit für Griechenland abbezahlen, verbrennen die Griechen deutsche Flaggen und stellen die Merkel im Hitler-Kostüm dar, während ihre eigenen Reichen, die den Staat Jahrzehnte lang um Steuern betrogen haben, ihr Vermögen ins Ausland schaffen. Und in Portugal sieht es auch ganz bescheiden aus. Da brauchen wir nicht noch mehr Klötze aus Osteuropa am Bein. Zumal der Politk bisher keine richtige Lösung eingefallen ist. Dabei hat das Konzept der Wirtschaftsunion wirklich Potential, wenn viele Staaten sich nicht selbst alles verbauen würden. Habt ihr mal versucht, von einem mittelständischen italienischen Anlagenbauer eine Bedienungsanleitung auf Deutsch zu bekommen? Oder eine CE-Erklärung, bei der nicht die Hälfte gelogen ist? Nein, obwohl das EU-Gesetz ist, wird stattdessen wir fleißig gepfuscht und Farbe drüber gepinselt.

Einem europäischen Staat steht außerdem die Sprachbarriere im Weg. Was sollen wir sprechen? Die Mehrheit kann zwar zumindest rudimentäres Englisch, aber den größten Anteil an Muttersprachlern hat die deutsche Sprache. Doch solange in Frankreich noch irgendjemand lebt, der den 2. WK oder dessen unmittelbare Folgen miterlebt hat, wird da kein Deutsch gesprochen. Französisch will allerdings in Deutschland heute kaum noch jemand lernen, Schüler lernen heute lieber Spanisch als 2. Fremdsprache, weil sich das besser anhört.
Dazu kommt die unterschiedliche Arbeitskultur. Während man in Süddeutschland so manches eher auf die leichte Schulter nimmt, achtet man hier in Deutschland, gerade in der Industrie, sehr genau auf Normen und Bestimmungen. Und die einzigen, die nach Deutschland exportieren und das kapiert haben, sind nach meiner Erfahrung die Niederlande und Frankreich, zumindest was Halbzeuge, Befestigungsmittel usw. angeht. Und es wird nicht lange dauern, bis Polen das auch kapiert und seine Fähigkeit, günstig zu produzieren, mit der geforderten Qualität verbindet. In Italien hingegen versucht man alles schön zu reden. Dabei wissen die genau wie es geht, und die Mittel haben sie auch. Sie machen es nur nicht, darum kommt der Ruf - zumindest im Anlagenbau - schlampig zu sein nicht von ungefähr.
  23.01.2013, 16:09
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bytheway: auf der Insel gilt ein Sohn, der nicht den gleichen Fußballverein liebt (!), als extrem schlecht erzogen - und ist als Vater dann verpöhnt!!

ich benutze mein 3tes Smiley seit Forumgedenken:  :spinner:


EDIT:

Und Du bist Grom... der uns gerne seine Allwissenheit zeigt... vom Winterreifen, über die Rauchabzugsanlage zur Außenpolitik?!?
« Letzte Änderung: 23.01.2013, 16:13 von Roon »
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  23.01.2013, 16:11
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Wer sein Wissen und seine Erkenntnisse nicht bereit ist zu teilen, hat sie in meinen Augen nicht verdient. Wenn das für dich wie Allwissenheit, Besserwisserei usw. vorkommt, ist das eben so. Das bin ich gewohnt.
  23.01.2013, 16:36
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.. deshalb wusste ich auch, dass Du mir mein Spruch nicht grom... äh krumm nimmst!! hehe...

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  23.01.2013, 16:50
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Bin zwar selten einer Meinung mit Grom, aber er beteiligt sich wenigstens ernsthaft an Diskussionen und kann seinen Standpunkt vertreten. Andere dagegen fallen nur durch ihr verbales Flächenbombardement und "blah blup - ich mach bei jeder Diskussion einen Witz - höhö - hehe" auf.

@Topic:

Habe nicht abgestimmt. Ich hätte für "Die EU kann ruhig bleiben, sie muss nur in so ziemlich allen Bereichen auf den Kopf gestellt werden" gestimmt.

Warum? Kurzfassung: Die EU-Kommission ist mir zu sehr darum bemüht, den amerikanischen Lobbyisten in den A... zu kriechen und hier drüben für quasi-amerikanische Verhältnisse zu sorgen. Dazu muss man sich nur deren Arbeit bezüglich Software- und Trivialpatente, ACTA, Vorratsdatenspeicherung, etc pp. angucken.

- Hanrok
"Maiq has heard the people of Skyrim are better looking than the people of Cyrodiil. Maiq has no opinion on the matter. All people are beautiful to him."
  23.01.2013, 17:52
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Mein Standpunkt zur EU ist, das ich das Vorhaben und die Idee der EU begrüßenswert finde. Die EU macht es einfacher Waren innerhalb der Länder zu veräußern, kaufen, zu transportieren und natürlich auch zu reisen.
Die EU gibt dem Wirtschaftsraum einen Plan woran man sich zu halten hat und teilweise schon etwas überschlagen, nicht selten habe ich das Gefühl Richtlinien werden für die Wirtschaft und Industrie gemacht, nicht für den Verbraucher.
Glücklicherweise ist an manch Stellen die EU standhaft, z.B. bei genetisch veränderten Essen oder Anbau solcher Pflanzen für den direkten Verzehr - ohne natürlich Schluplöcher zu stopfen wie das genetisch verändertes Futter sehrwohl Nutztieren verfüttert werden darf.  :rolleyes:
Auch das man manch Standards halten muss um der EU anzuhören finde ich gut, dazu gehören demokratische Prinzipien. Zwar hat man das Gefühl die EU greift zu sehr durch, manchmal aber auch nicht denn das zeigt Ungarn, da konnte die Presse- und Medienfreiheit kaputtgemacht werden - die EU hat Ungarn sehr wohl gerügt, manches hatte Ungarn auch etwas abgestumpft aber im groben und ganzen konnte Ungarn die Schiene fahren. Das es da die EU nicht so mit Strafe hat zeigt das meines erachtens Ungarn keine Strafgelder für dieses Verhalten bezahlen musste, ganz anders sieht es wenn man EU Richtlinien die die Sicherheit und Wirtschaft tangieren nicht umgesetzt werden, z.B. Vorratsdatenspeicherung ect - dann kommt schon mal die Geldkeule.  :rolleyes:

Die EU hat auf jedenfall Reformierungsbedarf. Die Länder müssen mehr zusammenwachsen aber was macht denn jedes Land in der EU? Zum eigenen Vorteil agieren - wenn es allein nicht geht dann mit Achsenbildung (grob z.B. Nord - Süd Gefälle), ein zusammenwachsen entsteht so jedenfalls nicht. Auch in Sachen Sprache gibt es einfach keinen gemeinsamen Nenner.
In den USA wurde dieser wichtige gemeinsame Pfeiler früh geschaffen.
Eine vereinigte EU ist mehr denn je ein Wunschgedenken was so nicht umsetzbar ist. Ein Länderfinanzausgleich gehört dazu so wie z.B. innerhalb Deutschlands bei den Bundesländern. Welch Hass geg. Griechen, Spaniern und Portugal gezeigt wird zeigt mir das solch ein Finanzausgleich für Jahre nicht möglich sein wird.  :rolleyes:
Den größten Fehler war das alle Länder in der EU nach den selben Regeln und Vorteilen agieren konnten, bzgl. Wirtschaft hatte ein Griechenland auch vorher einem Deutschland nichts entgegen zu setzen, wer glaubte durch die EU wird das für die Griechen besser ignorierte ein "Naturgesetz", der Schwächere gewinnt auf Dauer nicht geg. den Stärkeren.
Die Griechen und andere kamen durch die EU nun viel einfacher und schneller an Geld, nicht nur innerhalb im Land sondern auch im Ausland wie Frankreich und Deutschland und die Finanzwelt nahm dies dankend mit, ein größerer Markt, mehr Wachstum, mehr Gewinn, mehr Umsatz. Win-Win - zumindest für einige Jahre.

Ein Gewinner? Das ist Deutschland, ich kann es nicht mehr hören das Deutschland für die EU zahlen muss - Deutschland hat von der EU am meisten profitiert und ja auch die anderen Länder niederkonkuriert. Der Euro machte den Export leichter und oh ja der Export boomt(e) für Deutschland.
http://www.querschuesse.de/deutschland-detaillierte-bip-daten-zum-einseitigen-wirtschaftsmodell/
http://www.querschuesse.de/deutschland-exportvolumen-mit-erster-schwache/
Deutschland konnte durch die EU positive Handelsbilanzen erwirtschaften die ihresgleichen Suchen, bedenkt man die Bevölkerungsgröße.
Es ist eine ganz einfache Rechnung, was des einen positive Handelsbilanz ist, ist des anderen negative Handelsbilanz. Willkommen Griechenland, Spanien, Portugal.
Bei Querschüsse gibt es auch einige Einzelhandelsumsatzdaten, Lohndaten von EU Ländern ect. Der einzige der über Jahre keine nennenswerte Fortschritt zeigt ist Deutschland - welch Überraschung...  :rolleyes:
Querschüsse zieht sich die Daten nicht aus der Luft sondern von den Statistikämtern (EU, DE ect.)
Seit der IWF, die EU und EZB bei Griechenland und co das Sparprogramm fahren hat sich das mit den Einzelhandelsumsätzen, den Löhnen und alles natürlich brachial geändert. Erst kürzlich las ich das Griechenlands Industrieoutput das Niveau von etwa 1978 hat, ja Glückwunsch Troika - beste Wirtschaftsvernichtung.
« Letzte Änderung: 23.01.2013, 21:27 von Aruhn »
"Ihr lacht über mich, weil ich anders bin? Ich lache über euch, weil ihr alle gleich seid!"
"Einen Staat, der mit der Erklärung, er wolle Straftaten verhindern, seine Bürger ständig überwacht, kann man als Polizeistaat bezeichnen." Ernst Benda (ehem. Präsident Bverfg)
  23.01.2013, 21:22
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Einem europäischen Staat steht außerdem die Sprachbarriere im Weg. ...

Sehe ich nicht so. Die Schweiz oder Belgien z.B. ist doch gute Beispiele, dass ein mehrsprachiger Staat gut funktioniert. Und ein Staat "Europa" müsste nicht zwangsläufig eine einzige Amtssprache haben, wobei ich denke, dass das nur eine Frage der Zeit wäre, bis sich eine Verkehrssprache entwickelt, die europaweit verstanden wird. Schon heute gehen wir ja diesen Weg (Anglizismen etc.).

Mit den (arbeits)kulturellen Unterschieden ist es genauso. Diese werden auch nicht über Nacht verschwinden, sich jedoch umso mehr abschwächen, wie sich die Lebensbedingungen in den Regionen annähern.

Und Fadomai sagte: „Wenn Nirni ihre Kinder trägt, dann nimm eines davon und verwandle es.
Mach die schnellsten, klügsten und schönsten menschenähnlichen Wesen aus ihm und nenne sie Khajiit.“
  23.01.2013, 21:57
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Cyclops

Die USE ist in der Hinsicht schon schier unmöglich, weil es einfach zuviele kulturelle Unterschiede zwischen den Ländern gibt.

Die verschiedenen Sprachen ist nur Einer davon. Sollen wir jetzt auch alle anfangen Englisch zu sprechen wie in den USA?
Natürlich werden dort auch viele Kulturen vertreten, aber Englisch wird als Hauptsprache akribisch durchgesetzt.

Wenn man in der EU heutzutage von einem Staat zum anderen fahren würde, dann hätte man Verständigungsschwierigkeiten.
Zwar ist Englisch schon so gut wie in jeder Schule ein Pflichtfach, trotzdem wird es rein kulturell in Europa eine zu erlernende Sprache und keine Hauptsprache bleiben (England und ähnliche Staaten mal ausgenommen).

Wir waren schon immer unterschiedlich. Das hat sich mit dem Zusammensetzen an einen Tisch und einer gemeinsamen Währung auch nicht geändert.
Ein Österreicher bleibt ein Österreicher, ein Deutscher ein Deutscher, ein Franzose ein Franzose, ein Italiener ein Italiern, ...
Mir ist die Individualität wichtiger, also wäre ich für mehr Autonomität oder der Auflösung.
Zusammenarbeiten können wir ja immer noch.

Aber diese Beitrittsgrundlage...
Wenn du zur EU gehören willst, musst du das tun was wir wollen, damit du zu uns passt, ansonsten wird das nichts.

Das ist schwachsinnig.
Dadurch geht nur Vieles verloren...
Gerade die kulturellen Unterschiede machen die europäischen Länder so interessant.

Ich will damit nicht behaupten, dass in der USA alles gleich aussieht, aber Stetigkeit war doch schon immer ein Teil von dem was the United States of America vermitteln wollten.
Das was Großbritannien da für Einwände hat finde ich gut (natürlich nicht alle ;))
Mir wäre auch lieber, wenn Österreich wieder Neutralität erlangt, aber das ist wohl nur ein Traum eines kleinen Bürgers, der mit den politischen Schleimscheißereien und Korruptionen seines Landes nicht sonderlich zufrieden ist...
Ergo hab ich mein Interesse an meiner Heimatpolitik schon lange aufgegeben.

Nachtrag...
@Boby
Danke für diese tolle Doku. :)

@Morag
Das mit den Technokraten ist auch die Aussage welcher mir direkt in den Kopf gesprungen ist.
Eine Auflösung würde ich als den letzten Schritt ansehen, aber eben mehr Autonomität bzw. nationale Entscheidung bezüglich Gesetze, etc. wäre sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung.

Den Vergleich des EU-Beitritts mit einem Putsch seitens Deutschland finde ich allerdings schwachsinnig :rolleyes:
Zu sehen in den letzten paar Minuten der Doku.
« Letzte Änderung: 24.01.2013, 08:03 von Cyclops »
  24.01.2013, 07:06
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B_R

  • Lehrling
    • Diebesgilde
Das Europäische Parlament muss mehr Macht bekommen.
Die Staatschefs müssen an Einfluss verlieren, damit sie nicht mehr ihre üblichen Kungeleien über die gewählten Vertreter hinweg ausüber können.
Dann ist ein Europäischer Staat meiner Meinung nach gerechtfertigt.
  25.01.2013, 00:46
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