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Thema: Die abenteuerlichen Sagen des Ian Drake  (Gelesen 1894 mal)

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Seid gegrüsst!

Nachdem mein 1. DiD Charakter als Fischfutter endete kommt hier mein 2. Anlauf.

Ich freue mich über jede Art von Reaktion :)


Vorwort

Erstmal danke das du dich für meinen Charakter interessierst.

Ich werde für die DisD Variante TES IV: Oblivion auswählen.
Um mir ein bisschen Tapetenwechsel zu verschaffen.
Ausserdem sehe ich es auch als eine gute und angenehme Art meinen Schreibstil zu verbessern.
Das ganze wird auf der PS3 gespielt, was Screenshots etc. ein wenig erschwert, aber ich hoffe das ich hier eine Lösung finden werde. Somit fallen auch sämtliche Mods o.ä. weg. Einzig die Shivering Isles sowie Knights of The Nine werden als Plug-Ins fungieren und werden auch genutzt, so es die Neun denn wollen.
Die Charakterliche Entwicklung lasse ich dabei völlig offen. Auch werde ich mich vom Schicksal leiten lassen. Sprich: Ich werde nur nach logischen Abläufen und Handlungen spielen und keine Quest "absichtlich" ansteuern. Der Schnellreise bin ich grundsätzlich abgeneigt und werde diese somit auch nicht benutzen.

Ich werde nicht die klassische Gefangenen Story verwenden sondern eine alternative Geschichte erfinden.
(Es wird normal begonnen, mit Gefängnisausbruch und allem, einfach schriftlich nicht so festgehalten, da ich nicht schon wieder das gleiche schreiben will^^)

(Sämtliche verwendete Bilder und Zitate entspringen nicht zwingend meiner Hand / Maus und ich halte auch keinerlei Urheberrechte!)





Der Charakter




Name: Ian Drake
Rasse: Rothwardone
Sternzeichen: Der Krieger
Klasse: Duellant (selbst definierte Klasse)
Hauptfertigkeiten: Athletik, Blocken, Schwere Rüstung, Schwertkampf, Schütze, Waffenschmied, Wiederherstellung
Ruhm: 31
Infamie: 8
Stufe: 10
Domizil: Hafenviertel der Kaiserstadt


Ausrüstung:

Den Leidensdorn als Hauptwaffe, zur Sekundärwaffe zählt der Bogen Schattenjagd.
Die Hand von Ian Drake wird durch den Ring des Wetters und dem Schwarzen Band geziert.
Um seinen Hals hängt Das Herz der Grausamkeit
Als Alltagskleidung und zur Reise dienen Des Betrügers Pacht mit Goldgewobenen Schuhen
Bei Aufträgen der Dunklen Bruderschaft hüllt sich Ian in die Eingehüllte Kappe und Rüstung



Absolvierte Quests:

Hauptquest:

(Entkomme aus dem Gefängnis)

Nebenquests

- Herkunft des Grauen Prinzen (am 9. des Herzfeuers, 3E433)
- Paranoia (am 13. des Herzfeuers, 3E433)
- Unfreundlicher Mitbewerber (am 14. des Herzfeuers, 3E433)
- Fischen gehen (am 15. des Herzfeuers 3E433)

Shivering Isles

noch keine

Knights of the Nine

noch keine

Dunkle Bruderschaft

- Ein Messer im Dunkel
- Willkommen zur Familie
- Ein feuchtes Grab
- Blut der Verdammten
- Unfälle passieren
- Keine Ruhe für die Bösen
- Hinrichtung beschlossen
- Im Dienste Sithis'
- Der gemeuchelte Mann
- Hüter meines Bruders
- Der Einsame Wanderer
- Der Eliminator
- Schlechte Arznei
- Das Kind der Mutter der Nacht

Häuser

- Kaufe ein Haus in der Kaiserstadt (am 19. des Herzfeuers, 3E433)





Titel

Purpurklinge, Grossmeister der Arena


Eliminator der Dunklen Bruderschaft




Schatzkammer

Waffen

- Erniedriger (einhändige Klinge mit 10 Punkten Entzug auf Willenskraft und Konstitution für 20sek. an Schlag)
- Klinge des Leids (Dolch)
- Leidensdorn (Dolch mit Entzug Stärke 5 Punkte an Schlag und Schaden: Lebensenergie 10 Punkte an Schlag)
- Mattwein-Klinge (Dolch)
- Schattenjagd (Bogen, Untote vertreiben bis zu Stufe 7 an Schlag, Schaden Lebensenergie und Magika 7 Punkte an Schlag und Anfälligkeit auf Gift 7% an Schlag)


Schmuck

- Herz der Grausamkeit (Kette, Festigen Willenskraft und Stärke 3 Punkte an Selbst)
- Ring des Wetters (Feuer und Frost widerstehen 15% an Selbst)
- Rumare Juwel (Ring, Unterwasseratmung, Athletik um 4 Punkte festigen an Selbst)
- Schwarzes Band (Ring,Festigen Leichte Rüstung und Sicherheit 5 Pkt. an Selbst sowie Magie widerstehen 5% an Selbst)



Rüstung und Kleidung

- Des Betrügers Pracht (Gewand, Festigen 8 Punkte Persönlichkeit und Wortgewandheit an Selbst)
- Eingehüllte Kappe (Leichte Rüstung, Festigen Schleichen, Illusion, Schütze, Schwertkampf und Akrobatik um 2 Punkte an Selbst)
- Eingehüllte Rüstung (Leichte Rüstung, Festigen Schleichen, Illusion, Schütze, Schwertkampf und Akrobatik um 8 Punkte an Selbst)
- Schweres Gewand der Tapferkeit (Schwere Rüstung, Festigen 10 Punkte Persönlichkeit, Athletik, Ausdauer und Lebensenergie an Selbst)

Artefakte und Sonsitges

- Segen der Mutter der Nacht (Segen, Festigen Schwertkampf, Akrobatik, Schleiche, Sicherheit und Schütze um 2 Punkte)
- Waage der Gnadenlosen Gerechtigkeit (Artefakt, Festigen Stärke, Geschicklichkeit und Intelligenz um 2 Punkte, Senkung des Charisma um 2 Punkte)



« Letzte Änderung: 31.05.2013, 10:31 von Schiriki »
  08.02.2013, 18:23
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Vorgeschichte


Mein Name ist Ian Drake.
Geboren bin ich in Hammerfell als ältester Sohn einer Ladenbesitzerin und eines Jägers. Später kamen noch mein kleiner Bruder und meine Schwester auf die Welt.
Wir konnten gut Leben und uns fehlte es an nichts. In unserem kleinen Dörfchen waren wir ein sehr hoch angesehenes Mitglied der Gesellschaft.
Mein Vater brachte mir den Umgang mit Schwert und Schild sowie Bogen und schwerer Rüstung bei.
Schön sehr früh zeigte sich mein grosses Talent im Kampfe und viele legten mir eine Berufssoldaten Laufbahn nahe.
Doch ich wollte mehr...

Ich wollte nicht in einem Namenlosen Massengrab enden, sterbend für einen Herrscher und dessen fremde Ideale. Nein. Ich werde Geschichte schreiben.
Für jemanden wie mich, gibt es in ganz Tamriel keinen besseren Ort als...

Die Arena der Kaiserstadt!

Den Beschimpfungen, Enterbungen, Verfluchungen und Todeswünschen meines Vaters zum Trotz, machte ich mich im Alter von 15 auf den Weg in die Kaiserstadt.
Die bitteren Tränen meiner Mutter werde ich im wohl nie vergessen. Sie hat mich stets geliebt und ich sie. Ich habe mir fest vorgenommen eines Tages mit dem Karren voller Gold nach Hause zurückzukehren und ihr den Lebensabend zu ermöglichen, den sie verdiente.
Meine Geschwister begriffen glaube ich noch nicht wirklich was da vor sich ging, sie können sich heute wohl kaum mehr an mein Äusseres erinnern.

Eine Gruppe Abenteurer war so freundlich mich mitzunehmen und so kam ich wohlbehalten und ziemlich bald in der grossen Kaiserstadt in Cyrodiil an.
Dort suchte ich ohne Umschweife die Arena auf.

Owyn, der Arenaleiter, nahm mich warmherzig auf. Er meinte sein Team, das "Blaue Team", brauche dringend Nachwuchs und er werde mich unter seine Fittiche nehmen. Da er auch ein Rothwardone war, kamen wir von Tag 1 aus stets blendend miteinander klar. Mittlerweile sehe ich in ihm auch eine Art "Ersatzvater", ein Sinnbild für die Familie in meinem neuen Leben. Ich dachte nur noch sehr selten an Zuhause.

Es vergingen Jahre des Trainings, der Übungskämpfe und Beobachten der Arenakämpfe.
Zu meinem 19. Geburtstag schenkte mir Owyn das, worauf ich solange gewartet hatte:

Die Möglichkeit, mein Debüt in der Arena zu geben.





"Was wir zu Lebzeiten tun hallt bis in die Ewigkeit. Auf das wir uns wiedersehen mögen, alte Heimat!" - aus dem Film "Gladiator"
« Letzte Änderung: 17.03.2013, 21:27 von Schiriki »
  08.02.2013, 18:24
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Tagebuch - Kapitel 1 : Die Arena der Kaiserstadt


"Der Tod lächelt einen Mann täglich an, doch alles was ein Mann machen kann ist zurücklächeln." - Maximus, aus dem Film "Gladiator"


Morndas, der 27. des letzten Samen, im Jahre 433 - Eintrag 1

Heute ist es soweit! Ich werde endlich als Kampfhund in der Arena debütieren. Owyn hat mich noch vor Sonnenaufgang aus den Federn, oder sollte ich meinen Lumpen sagen, geholt um mich in den letzten Stunde vorzubereiten. Mir wurde der 12 Uhr Kampf zugeteilt. Kein schlechter Zeitpunkt da viele Arbeiter sich Ihre Mittagspause in der Arena vertrieben.

Owyn entliess mich ziemlich bald und gab mir noch ein wenig Zeit für mich selbst. Ich schlenderte Gedankenverloren durch den Marktbezirk und fokussierte mich auf die bevorstehende Herausforderung. Anschliessend kehrte ich in den Schlachthof zum zurück um mich aufzuwärmen. Meine Gegnerin würde so wie ich, auch Ihren ersten Kampf absolvieren. "Frischfleisch gegen Frischfleisch" sagte Owyn zu mir und lachte mich an.

Kurz vor 12 kam Owyn zu mir, um mir mein Arenagewand zu überreichen. Endlich! Es sass wie angegossen. Langsam spürte ich ein Gemisch aus Adrenalin, Nervosität und Kampfeslust in mir hochsteigen. Ich konnte es kaum erwarten.

"Ian Drake, bitte zur Arena. Ian Drake, bitte zur Arena!" Es war soweit! Ich griff mir mein Schwert und Schild, setze meinen Helm auf und stieg den Korridor hinauf zur Arena. Ich hörte die Meute durch die dicken Mauern jubeln und toben. Ein Gladiator meines Teams schritt mir blutverschmiert entgegen, klopfte mir auf die Schultern und wünschte mir viel Glück. Es spornte mich unheimlich an, zu sehen wie ein Sieger der Arena aussah.
Dann stand ich vor dem Ausgang zur Arena. Ich lockerte ein letztes Mal noch meine Muskeln und öffnete fest entschlossen die Tür.

Draussen stieg mir der Geruch von Blut und Schweiss in die Nase. Die hohe Mittagssonne blendete mich. Das Publikum schien mir ungemein Laut.
 Langsam schritt ich zum Tor.
"Ihr Besucher der Arena..." der Arenasprecher begann mit seiner Ansprache. Ich hörte ihm nicht zu, meine Gedanken richteten sich nur auf meinen Gegner und meinen Schwertarm. Zwischendurch vernahm ich meinen Namen und einen verhaltenen Applaus. Dann senkten sich die Tore. Ein lauter Jubel durchzog die Ränge der Arena. Es gab kein zurück mehr.

Ich hob meinen Schild und rannte in die Mitte der Arena. Meine Widersacherin vernachlässigte Ihre Deckung und stürmte mit hoch erhobenen Schwert auf mich zu. Amateurin. Schnell blockte ich den Schlag, wodurch sie zurück gestossen wurde. Dies gab mir die Gelegenheit! Ich platzierte 2 Treffer und wollte zum alles vernichtenden Schlag ausholen und die Sache zu Ende bringen, als Sie Ihren Schild gerade noch heben konnte und meinen Schlag blockte. In Bruchteilen von Sekunden, wandte sie Wiederherstellungszauber an, um Ihre Wunden zu schliessen. Nicht mit mir... Meiner finalen Offensive konnte sie nicht standhalten und lag wenig später im Staub der Arena. Unter tosendem Gejubel, Zurufen und Applaus lief ich zum Ausgang.

Drinnen empfing mich ein überschwänglicher Owyn, der mir gratulierte und die Siegprämie in die Hand drückte. 50 Septime. Immerhin ein Anfang...
Morgen werde ich einen weiteren Kampf bestreiten. Ich sollte den Rest des Tages nutzen, um mich zu erholen.



Tirdas, der 28. des letzten Samen, im Jahre 433 - Eintrag 2

"Los du fauler Sack!" .... "Nun mach schon, elender Esel!" .... "Kampfhund schimpft Ihr euch... Wohl eher Schlafhund!"
Verflucht seist du Owyn, du und deine Methode jemanden um 5 Uhr aus dem Schlaf zu reissen.
Ich bestritt heute den Eröffnungskampf um 9 Uhr. Nachdem ich meine Athletik Einheit am Rumore See absolviert hatte machte ich mich kampfbereit.

Pünktlich um 9 Uhr senkten sich die Tore und ich stand einem weiteren Kontrahenten gegenüber. Die Morgenluft schien meine Lugen zu reinigen und ich fühlte mich unbesiegbar. Der Kampf gestaltete sich sehr ausgeglichen. Defensive und Offensive Aktionen wechselten sich auf beiden Seiten ab ohne gross Wirkung zu zeigen.
Nach einer guten Kombination schien der Sieg zum greifen Nahe. Doch mein Gegner hatte es eben doch in sich. Er wich meinen Schlägen gekonnt aus und landete einige empfindliche Treffer. Das Adrenalin verhinderte zwar, das ich gross Schmerz verspürte doch ich wusste, lange werde ich nicht mehr mithalten können.

Ich entschied mich aufs Ganze zu gehen. Ich bündelte den Rest an Energie in meinem Körper, und schleuderte meinem Gegner den Schild entgegen. Da hatte ihn so sehr überrascht, das er seine Waffe aus der Hand verlor. Alles weitere überliess ich meiner geliebten Feineisen Klinge.

50 Septime und einige Glückwünsche seitens Owyns reicher begab ich mich zum Sanitäter. An meiner Seite klaffte eine ziemlich grosse Fleischwunde.
Der modernen Wiederherstellungsmagie sei Dank war ich gegen Mittag wieder Fit. Das war auch wichtig.

Ich erhielt die Nachricht das ich Abends um 18 Uhr erneut Kämpfen solle, aber nicht irgendein Kampf, Nein. Es war ein Kampf um einen Rangaufstieg zum Schläger.
Mein Gegner war ein Argonier. Sehr gut.

In der Abenddämmerung schritt ich zur Tat. Die Begegnung verlief erschreckend Einfach. Nachdem ich 3 Schüsse seines Bogens mit meinem Schild abwehren konnte, war ich nah genug dran um meine Klinge in seinen ungeschützten Körper zu rammen. Keine 2 Minuten dauerte es also bis zu meinem Sieg, meinen Rangaufstieg zum Schläger und weiteren 100 Goldmünzen. Nun brauche ich dringend Schlaf!


Middas, der 29. des letzten Samen, im Jahre 433 - Eintrag 3

Endlich ausschlafen!
Da mein heutiger Kampf erst um 14 Uhr stattfand kam ich endlich ein wenig zur Ruhe. Ich begab mich ins Marktviertel. Meine Ausrüstung hatte unter den letzten Siegen ein wenig gelitten und ich war der Meinung, dass sie vor dem nächsten Kampf ein wenig Pflege benötigte.

14 Uhr, die tägliche Routine nahm seinen Lauf.
Ich streckte meinen Gegner erneut ohne grosse Mühen nieder und genoss die Aufmerksamkeit des Publikums und wie mein Name skandiert wurde.
Erneut nahm ich meine Prämie von 100 Goldstücken entgegen und war froh, den ersten Kampf als Schläger so mühelos gewonnen zu haben. So kann es weitergehen.


Turdas, der 30. des letzten Samen, im Jahre 433 - Eintrag 4

Als ich herrlich erholt heute Morgen die Augen öffnete wurde mir klar, wie sehr mein bisheriges Leben einem Traum ähnelte. Die Prüfungen der letzten Tage liessen mein Leben jedoch erst richtig erwachen.

Ich meldete mich bei Owyn, und meine frühmorgendliche Gute Laune verflog wie im Flug. Die Spinnen doch! Ich soll gegen zwei Waldelfen GLEICHZEITIG antreten?! Nun im Endeffekt hatte ich keine Wahl...

Hätte ich gegen diese beiden Baumliebhaberinnen einzeln gekämpft hätten sie garantiert keine Chance gehabt. Aber Zusammen...
Sie agierten sehr klug, so dass die eine mich quer durch die Arena laufen liess um an sie ranzukommen. In dieser Zeit stand ich ständig im Kreuzfeuer Ihrer Schwester und deren Elfen-Bogen.
Als ich jedoch eine Unachtsamkeit meiner Kontrahentin ausnutzte (Sie stolperte rücklings über einen abgetrennten Unterarm) und sie meine Klinge zu spüren bekam, schien sich das Blatt zu wenden, Betonung auf "schien". Im gleichen Augenblick, in dem ich mich der Schwester mit dem Bogen zuwandte, durchbohrte ein Pfeil meinen linken Oberschenkel und ich ging zu Boden. Mein Blick verschwamm, und mir schien als sei Totenstille eingetreten. Ich spürte, wie eine 2. Pfeilspitze sich ihren Weg durch meine Magengegend suchte.
Urplötzlich kam ich wieder zu mir, mein Blick wurde klarer und ich war wieder Herr meines Körpers. War das das Rothwardonen Blut von dem Papa mir erzählte?
Bevor mich der tödliche 3. Pfeil traf rollte ich mir zur Seite hinter einer der Säulen und versuchte mittels eines Wiederherstellungszaubers mich wieder auf die Beine zu kriegen. Mit mässigem Erfolg. Doch es reichte. Ich wich den restlichen Pfeilen gekonnt aus und war wieder in meiner Lieblingsstellung gegen Bogenschützen - dem Nahkampf. Einige brutale Schwerthiebe später stand ich als Sieger dar. Oder besser lag. Der Blutverlust, und der nachlassende Adrenalin Schub zwangen mich in die Knie. Ich kroch und torkelte in den Schlachthof wo ich erstmal das Bewusstsein verlor... Wie peinlich.

Als ich wieder aufwachte, blickte mir ein breit grinsender Owyn in die Augen. Eine weitere 100 Septim Prämie (Nicht mal das Doppelte für die Doppelte Anzahl Gegner!) wurde mir überreicht. Zumindest versprach er mir, einen Kampf um einen höheren Rang für mich zu organisieren. Ich brauche aber erstmal Erholung und viel viel Training bevor ich wieder in der Arena mitmischen kann.



Fredas, der 31. des letzten Samen, im Jahre 433 - Eintrag 5

Nachdem mir der Arenaheiler einen Tag Ruhe verschrieben hatte, war es mir verboten den Schlachthof an diesem herrlichen Fredas zu betreten. Mit meinen hart verdienten Septimen gönnte ich mir ein reichhaltiges Frühstück und besorgte mir dann ein neues Schwert und auch ein neues Schild. Den Rest des Tages schlug ich mit Training für meinen morgigen Kampf tot.


Loredas, der 1. des Herzfeuers im Jahre 433 - Eintrag 6

Langsam färbt sich das Laub in den Wäldern rund um die Kaiserstadt wieder rot. (Blut-)Rot wird sich auch heute meine Klinge färben. Ich war noch nie so Siegessicher wie am heutigen Tage. Immerhin ging es um eine Rangbeförderung zum Blutvergiesser. Nach einem leichten Mittagessen gönnte ich mir eine letzte Stunde Ruhe. Dann schritt ich zur Tat. Mein heutiger Gegner war ein Khajit. Mit einer Axt. Der Beweis sozusagen, das es nichts in Tamriel gibt, was es nicht gibt.

Sogleich sich die Tore zum Kampfplatz öffneten stürmte er auf mich zu. Er hatte ein beachtliches Tempo drauf, war er trotz dieser gigantischen Axt beinahe doppelt so schnell wie ich. Diese Kombination zwang mich früh in die Enge. Ich konnte nur hoffen mein neues Schild würde halten was es verspricht. Nachdem ich eine gefühlte Stunde versuchte nicht zu Rothwardonen-Ragout verarbeitet zu werden, zeigte sich endlich die Schwachstelle meines Gegners. Seine Schläge prasselten weniger schnell und mit weniger Wucht auf meinen Schild ein. Mit einem geschickten Gegenschlag während seines Angriffes stiess ich ihn zurück. Da ergriff ich meine erste wirkliche, wohl auch meine einzige, Chance dem Fellknäuel zu Leibe zu rücken. Ich sag euch, die Akaviri hätten ein wahres Festessen mit den Überresten meines Gegners zubereitet, haha!

Zurück im Schlachthof nahm ich eine erhöhte Siegprämie von 150 Septimen entgegen und was viel wichtiger war, meine Beförderung zum Blutvergiesser!


Sundas, der 2. des Herzfeuers im Jahre 433 - Eintrag 7

Ich fand kaum ruhigen Schlaf in dieser Nacht. Ich brannte darauf meine Klinge in Fleisch zu tauchen. Dementsprechend heiss war ich auch am nächsten Morgen. Mein Glück, dass ich heute relativ früh ran durfte. Mein Gegner, ebenfalls ein Rothwardone, stellte sich wie ein pummeliges kleines Balg bei einer Akademieschlägerei an und so ging ich ziemlich schnell und deutlich als Sieger hervor. Mein Blutdurst war kaum gestillt...

Langsam gewinne ich den Respekt meiner Kameraden im Schlachthof. Giviar, ein Dunmer, lobte mich für meinen aussergewöhnlich selbstsicheren Kampfstil. Ich selbst spürte, das ich mich weiterentwickelt habe und das strahle ich offensichtlich auch aus. Prächtiger Stimmung verbrachte ich den Rest dieses sonnigen Spätsommertages am See um einige Runden zu schwimmen und mich zu entspannen.

Morndas, der 3. des Herzfeuers im Jahre 433 - Eintrag 8

Ich habe erkannte, dass ich dem Geheimnis des Erfolges auf der Spur bin. Es ist bloss eine Sache der Konzentration...

Gegen Mittag kroch der Sand und Staub der Arena wieder zwischen meine Zehen. Ich strotze vor Selbstvertrauen. Ich konnte gar nicht verlieren. Die gepanzerte Bretonin wäre besser auf Ihren Schulen in Hochfels geblieben. Als ich zurückkam überraschte mich Owyn.

Ich sollte heute Abend den Hauptkampf austragen. Um den Aufstieg zum Myrmidonen. Klasse!
Ich liebe Abendkämpfe. Es gibt nichts prickelnderes als in der Hitze der Leuchtfeuer die Klingen zu kreuzen. Ausser vielleicht das Siegen in den Leuchtfeuern, so wie es heute Abend der Fall war.


Tirdas, der 4. des Herzfeuers im Jahre 433 - Eintrag 9

"Der Pöbel will mehr von euch sehen." Das waren mit Abstand die besten Worte die mir seit dem Beitritt der Arena zu Ohren gekommen sind.
Owyn teilte mich fortan für zwei Kämpfe täglich ein. Ich war wahrlich auf der Erfolgsspur, ich spürte es.

Mein erster Gegner brachte mich auf den Boden der Tatsachen zurück. Zwar kämpfte er lediglich mit einem Dolch. Aber die Götter selbst werden nicht wissen wie er diesen verzaubert hat. Ich war froh, dass der Kampf schnell vorbei war. Viel länger hälte ich nicht durchgehalten gegen dieses wendige Biest.

Mein Abendkampf habe ich gegen eine Aldmer ausgetragen. Hochelfen mit Schild und Schwert in der Hand sind in etwa so Gefährlich wie Kochlöffel.


Middas, der 5. des Herzfeuers im Jahre 433 - Eintrag 10

Aufstiegskämpfe. Der beste Weg um in den Tag zu starten. Mein Gegner, ein Orsimer mit einer Axt so gross wie ich selbst, verlangte einiges von mir ab. Der Kampf um den Rang des Kriegers entwickelte sich zum Geduldsspiel. Schliesslich gelang es mir im richtigen Moment auszuweichen, so das sein Schlag ins leere ging, er das Gleichgewicht verlor und wenig später meine Klinge im Nacken spürte.

Am Abend trat ich gegen eine Nord an. Beinahe wäre Sie meine letzte Gegnerin gewesen.
Eine Meisterin im Umgang mit dem Schild. Ihr ableben ist wahrlich eine Schande.
Sie verlangte viel von mir ab und am Ende des Kampfes war ich am Ende meiner Kräfte. Gleich zu beginn schlug Sie mir meinen Helm vom Kopf und bearbeitete meinen Schild mit wuchtigen Langschwerthieben. Meine Ausrüstung sah ziemlich mitgenommen aus als ich sie im Roten Salon inspizierte.

Ich machte mich also auf den Weg ins Marktviertel um mich mit Reparaturbedarf einzudecken. Die freundliche Verkäuferin gab mir noch einige nützliche Tipps mit auf den Rückweg. Ich werde mich nun an die Arbeit machen und dann schlafen gehen.


Turdas, der 6. des Herzfeuers im Jahre 433 - Eintrag 11

Diese verfluchten Magier!
Beinahe hätte mich diese Hure von Elfe in Staub verwandelt, ein Glück kam meine Klinge Ihrer Magie zuvor! Ich muss mir unbedingt eine Taktik gegen Magie ausdenken, nochmals werde ich nicht so viel Glück haben!
Da war mir meine zweite Gegnerin, eine Ork die so langsam war wie Schlammkrabben, um einiges genehmer.
Nach dem Kampf erhob mich Owyn offiziell in den Rang eines Gladiators und lud mich ein dies zu feiern.
Also machten wir einen abstecher in die nächste Taverne wo wir uns ein wenig unterhielten.
Ich prahlte von meinen Ambitionen, meiner Stärke, meinem Geschick und damit, dass ich der nächste Grossmeister werden würde.

Da wurde die aufgeheiterte Mine Owyns plötzlich finster. "Seid vorsichtig Ian!" ermahnte er mich. "Agnorak Gro-Malogm der Graue Prinz, ist unbesiegbar. Seit 48 Kämpfen hat er keine Niederlage einstecken müssen. Er ist nur ein Halb-Ork, aber bei den Aedra und Daedra, die andere Hälfte ist garantiert nicht menschlich."

Seltsam, Agnorak schien mir immer sehr höflich und freundlich. Er hat mir schon so manchen Hinweis gegeben und einige Trainingseinheiten mit mir absolviert. Wäre er nicht der Grossmeister, so denke ich wären wir gute Freunde geworden.


Fredas, der 7. des Herzfeuers im Jahre 433 - Eintrag 12

Ich lag wieder einmal lange wach in dieser Nacht, grübelte über meine Taten. Ich habe stets den schwierigeren Weg gewählt. Aber ohne Risiken, ohne Verantwortung für Fehlschläge... Wie könnte ich dann Einsicht erlangen?

Nachdem ich mein morgendliches Training hinter mich gebracht habe, kehrte ich zur Arena zurück.
Owyn überbrachte mir schlechte Kunde; als Gladiator würde ich kaum mehr täglich kämpfen. "Gladiatorenkämpfe sind für besondere Anlässe vorgesehen, Ian" predigte er und redete geschwollen über adelige Geburtstage und derlei.
Schliesslich blieb mir ja doch nichts anderes übrig als mich diesem non-sens zu ergeben.

Bekannterweise, schliessen die Neun nie eine Tür, ohne eine zweite zu öffnen.
Gerade als ich mir den Frust aus dem Leibe raus schwitzen wollte, bat mich Agnorak einen Moment inne zu halten.
Er hatte eine ganz spezielle Bitte an mich. Er wollte, das ich seine adelige Herkunft mit Beweisen hinterlege, welche ich in der alten Festung "Krähenheim" finden soll. Die Feste liege weit im Westen, an der Goldküste Cyrodiils. Ein guter 2-3 Tagesmarsch also.

Gegen Mittag durchschritt ich das Tor der Kaiserstadt und betrat seit langem wieder das wilde Herzland Tamriels. Unsicher wagte ich die ersten Schritte durch Weye, einer kleinen Siedlung vor der Kaiserstadt, passierte die Ebene, durchschritt den dichten Dunkelforst und erreichte schliesslich ohne grosse Schwierigkeiten Skingrad.
Eine fürstliche Stadt, umgeben von dichten Wäldern. Mein Arenagewand bewies seine untauglichkeit in der Funktion von Reisekleidung. So suchte ich den städtischen Schmied auf, um mir eine Stahlrüstung von meinem Ersparten zu erstatten. Da die Nacht langsam einbrach, mietete ich ein Zimmer in der Herberge zur Westebene.

Das gemietete Zimmer war herrlich. Den Blick über ganz Skingrad schweifend, probierte ich meine neue Rüstung an. Ein Geführ von purer euphorie stieg in mir empor.
Ich könnte mich auch mit dem Leben als Abenteurer gut abfinden...


Loredas, der 8. des Herzfeuers im Jahre 433 - Eintrag 13

Ich brach in aller Früh auf.
Noch vor Sonnenaufgang stand ich vor dem Westtor Skingrads. Ich wollte die Stadt gerade verlassen als mich ein sonderlicher Waldelf zu sich flüsterte.
Er meinte ich solle ihn um Mitternacht hinter der Kapelle treffen.
Leider liess sich seine Bitte sehr schlecht mit meinem Zeitplan vereinen und so vertröstete ich ihn auf meinen nächsten Besuch in Skingrad und versprach ihm, ihn nicht zu vergessen.

Gegen den späten Mittag verliess ich die Hauptstrasse und nach wenigen Schritten erreichte ich dann mein Ziel. Krähenheim.
Dort erhielt ich jedoch nicht den Empfang, den ich erwartet habe. Untote. Wandelnde. Untote!

Zum Glück waren diese Knochenhaufen nicht sehr standhaft und so bahnte ich mir meinen Weg in die Festung. Drinnen blieb ich von bösen Überraschungen verschont. Mein grösster Feind war die Dunkelheit. Eine Fackel rette mich.

Als ich die engen, dunklen Gänge der zerfallenen Festung entlang lief, lief es mir eiskalt den Rücken runter. Hier war etwas böses am Werke.
Nach kurzer Zeit stand ich vor der Tür, welche ich mit Agnoraks Schlüssel aufbrachte. Drinnen fiel mich ein alter Mann an. Ich erschreckte mich zu Tode!
Er zückte seinen Dolch, doch eher er zustechen konnte... tat ich es.
Beim durchstöbern seiner, ich nenne diese zerfallenen Überreste von Möbeln mal so, Gemächern stellte sich heraus das es Agnoraks Vater selbst war. Und was viel wichtiger war: Sein Tagebuch war der Beweis. Agnorak war adeligen Blutes und... ein Vampir!

Als ich die Festung, bepackt mit den Schätzen des Fürsten, verliess, dämmerte es schon. Da ich wohl nicht vor Einbruch der Dunkelheit eine Herberge erreichen würde, schlug ich mein Lager unter freiem Himmel auf. Ein wahrhaft herrliches Gefühl.

Nun da ich diese Zeilen niederschreibe, wird mir irgendwie Bewusst, das alles was ich seit neustem tue, mir einfacher fällt. Ich handle Instinktiver, zufriedenstellender. Es ist, als besässe ich plötzlich schärfere Sinne und Instinkte. Mein Schwertkampf hat sich auch deutlich verbessert. Ich will mich ja keinen Experten nennen, aber ich bin auf jeden Fall kein Anfänger mehr.

Sundas, der 9. des Herzfeuers im Jahre 433 - Eintrag 14

Morgenstund halt Gold im Mund. Ich eilte, denn ich wollte die Nachricht so schnell als Möglich Agnorak überbringen. In Skingrad hielt ich kurz Rast um zu beten und meine Schätze zu verkaufen. Gegen 17 Uhr erreichte ich wieder die Kaiserstadt. Ich glaube dies könnte ein neuer Tamriel Rekord im Distanzlaufen sein!

Agnorak war ausser sich als er mich sah. Bevor ich nur "Hallo" sagen wollte, schleppte er mich auf den Trainingsplatz und weihte mich in seine Geheimnisse ein. Eine bessere Belohnung hätte es nicht geben können.

Im Schlachthof lasen wir gemeinsam das Tagebuch. Agnorak fiel in tiefe Trauer, bezeichnete sich als Ausgeburt der Hölle und stürmte hinaus. Ich konnte nichts tun...
Owyn, der das ganze beobachtet hatte, wusste auch nichts zu sagen. Ausser: "Ian, mach dich bereit,morgen wirst du wiedermal in der Arena antreten du fauler Lumpen!"


Morndas, der 10. des Herzfeuers im Jahre 433 - Eintrag 15

Dem Sieg und der Annektierung Schwarzmarschs durch Tiber Septim zu Ehren, durfte ich gegen Mittag 3 Argonische Gefangene Abschlachten. Ein mieser Kampf, da Sie unbewaffnet waren und keine Kampferfahrung besassen. Meine Gedanken schwirrten während des ganzen "Gefechts" um den Vorfall um Agnorak. Ich hatte ihn den ganzen Morgen nicht zu Gesicht bekommen und sollte das auch später nicht.

Nach dem Kampf, als ich mich gewaschen hatte, machte ich mich auf den Weg nach Skingrad, wo ich noch mein Versprechen gegenüber diesem kauzigen Mer erfüllen will. Um Mitternacht treffe ich mich mit ihm hinter der Kapelle. In Skingrad angekommen nickte er mir hastig zu und verschwand wieder. Ich werde den Rest des Abends unter dem Sternenhimmel Skingrads verbringen und auf ihn warten. Cyrodiil ist so wunderschön, egal wo, egal zu welcher Zeit.


Tirdas, der 11. des Herzfeuers im Jahre 433 - Eintrag 16

Ich habe viel über Cyrodiil gelernt... und über mich selbst. Kaum zu glaube, was für ein Ignorant ich doch war. Ich habe nun umso mehr noch zu lernen.
Ich gönnte mir einige Stündchen Schlag um dann pünktlich um 6 Uhr, wie von Glarthir um Mitternacht beauftragt, seine Nachbarin zu "beschatten".
Die Entscheidung fiel auf einen direkteren Weg. Konfrontation.
Nach ein wenig Überzeugungsarbeit, und dem Spielen lassen meines Charmes, erzählte Sie mir alles über Glarthir. Allerdings war da nichts von Verschwörung oder sonst etwas rauszuhören... Ich werde ihm heute Abend Bericht erstatten. Zur Sicherheit aber, meldete ich den Vorfall einer Wache...

Middas, der 12. des Herzfeuers im Jahre 433 - Eintrag 17

Nachdem ich Glarthir berichtete, das alles im Lot seie, bat er mich eine neue Person zu beschatten. Toutius Sextius lautete der klanghafte Namen.
Morgen um halb acht schritt ich zur Tat. Ein nobler Herr lud mich zum Frühstück ein. Sehr böse schien es nicht, und es gab auch keine Anzeichen dafür, das er irgendjemandem Böses wollte. Ich bedankte mich und verliess sein Haus.

Wenig Später kam der Hauptmann der Skingrad Wache persönlich auf mich zu um mich vor Glarthir zu warnen. Er sei irre und möglicherweise gefährlich. Oh, wer hätte das nur erahnen können. Ich versprach die Wache auf dem laufenden zu halten und vertrödelte den Tag um auf Glarthir zu warten.

Turdas, der 13. des Herzfeuers im Jahre 433 - Eintrag 18

So langsam wirds echt lächerlich... Glarthir wollte nun auch das ich den "Anführer", Davide Surilie, aussoionerien.
Die Winzer Gebrüder wohnten gleich gegenüber der Kapelle und ich wies Glarthir an, zu warten.
Zur späten Stunde überzeugte ich mich persönlich davon, das der Anführer keiner war.
Glarthir wollte mir nicht glauben. Er griff mich tatsächlich an!
Elender Narr! Ich streckte ihn nieder, die Wache verübelte es mir nicht, immerhin war es Notwehr. Nunja, ich werde mich erstmal hinlegen und dann in die Kaiserstadt zurückkehren.

Auf meinem Rückweg stiess ich auf einen Schrein des Deadra Fürsten Clavicus Vile, schritt jedoch schnell weiter. Es war, als würde die Statue meine Schwäche spüren und sich über mich lustig zu machen...

Vor den Toren der Hauptstadt, empfing mich ein ungeduldiger, schimpfender Owyn. Er zerrte mich förmlich in die Arena. Ich konnte ja auch nichts dafür, hatte er mir doch nicht einmal informiert über meinen nächsten Kampf vor meinem Aufbruch nach Skingrad. Nunja, mein Sieg gegen den Khajiten hob seine Stimmung an. Er wies mich an die Stadt nicht mehr zu verlassen und in der Nähe zu bleiben.

Im Marktviertel bat mich Jensine, eine örtliche Gebrauchtwarenhändlerin, um Hilfe. Es geht um einen Thoronir. Er bietet seine Waren solch niedrigen Preisen an, die nicht einmal die Produktionskosten decken würden. Sie witterte, das etwas nicht in Ordnung seie. Das Gespräch mit Thoronir selbst war nicht sehr ergiebig. So beschloss ich nach Ladenschluss noch ein Auge auf ihn zu werfen. Gegen Mitternacht, beobachtete ich dann ein Gespräch zwischen Thoronir und einem gewissen Agarmir. Sieht so aus, als wäre er mein neues Ziel. Irgendwie sind alle Bosmer hier in Cyrodiil ein wenig seltsam.

Fredas, der 14. des Herzfeuers im Jahre 433 - Eintrag 19

Ich folgte Argamir bis zu seinem Haus im Talos-Platz Bezirk und wartete, bis er es am Abend wieder verliess. Ich weiss, eigentlich bin ich ja nicht so ein Freund der Schatten, aber diesmal diente mein Einbruch schliesslich einem guten Zweck. Akatosh vergebe mir.

Im Keller machte ich einen grausamen Fund. Argamir war ein Totenschänder, ein dreckiger Grabräuber! Ich konfrontierte Thoronir damit. Völlig bestürzt versicherte er mir, er habe von nichts gewusst und half mir Argamir ausfindig zu machen. Ich zog meine Rüstung an und suchte ihn auf. In einem Mausoleum, wo denn sonst, ertappte ich ihn auf frischer Tat. Dummerweise tappte ich somit genau in seine Falle. Dies ändert jedoch nichts an der Tatsache das ich Argamir und seinen Komplizen niederstreckte und die Beweisstücke zu Thoronir und Jensine brachte.

Das Ende der Geschichte: Thoronir tritt der Gesellschaft bei, und stiftet alles unrechtmässig erworbene dem Tempel. Im Gegenzug erhält er die absolute Begnadigung. Zur Belohnung schenkte mir Thornir seinen eigenen Ring, den Ring des Wetters. Ich durfte die Klinge Argamirs, den Erniedriger, behalten und nahm eine Belohnung von 250 Goldstücken von Jensine entgegen. Zeit um zur Arena zurückzukehren um zu schlafen.

Loredas, der 15. des Herzfeuers im Jahre 433 - Eintrag 20

Am nächsten Morgen trat ich zu meinem Aufstiegskampf an. Der Sieger des Duelles wurde zum Held der Arena ernannt.
Den Kampf gegen den Bretonen entschied ich zu meinen Gunsten. Der Erniedriger, meine neue Klinge, schien den Willen und die Ausdauer meines Gegenrs zu brechen.

In Weye, der Siedlung vor der Stadt, bat mich ein älterer Herr um 12 Schlachterfischschuppen. Ich fuhr mit seinem Boot hinaus auf den See und verbachte den Rest des Tages mit angeln. Dabei entdeckte ich eine sonderbare, türkis leuchtende Pflanze welche ich mal von einem Alchemisten untersuchen lassen sollte. Der dankbare Herr, überreichte mir zur Belohnung einen besonderen Ring, das Rumare Juwel.

Wieder zurück im Schlachthof, bat Owyn mich heute früh zu Bett zu gehen um für morgen fit zu sein. Er habe eine "Überraschung" für mich.

Sundas, der 16. des Herzfeuers im Jahre 433 - Eintrag 21

Ich wachte gut ausgeruht auf und voller Motivation auf. Ich entschied mich weiterhin selbst anzutreiben. Ich glaube in mir steckt nämlich mehr als ich bis anhin glaubte.

Ich trat gegen eine ehemalige Klinge an. Welch tolle Überraschung, Owyn.
Zum Glück schaffte ich es meinen Gegner recht früh zu entwaffnen und ihm dann den entscheidenden Stoss zu versetzen.
Als Arena Held würde ich wieder öfters Kämpfen. Das nächste Mal schon morgen.

Morndas, der 17. des Herzfeuers im Jahre 433 - Eintrag 22

Mein heutiger Gegner: Ein Altmer, und dazu noch ein Kampfmagier.
Nach Startschwierigkeiten lag er aber recht schnell im Staub der Arena.
Nach dem Kampf, teilte mir Owyn mit, dass ich Morgen den Meisterschaftskampf austragen werde!
Ich hab's geschafft.

Tirdas, der 18. des Herzfeuers im Jahre 433 - Eintrag 23

Welch glorreicher Tag!
Ich, Ian Drake aus Hammerfell, bin neuer Meister der Arena!
Der Meisterschaftskampf wurde gross verkündet und entsprechend gefüllt war die Arena.
Im Kampf gegen 3 (!) Kämpfer des gelben Teams, darunter der bis dato aktuelle Meister, gingen ich und Schweinekotlett siegreich hervor.
Schweinekotlett war das, was der Name sagt. Ein ausgewachsener Eber. Am Abend wurde gefeiert. Ich vergass alles Sorgen um Agnorak und Schweinekotlett wurde seiner Bestimmung treu. 

Doch dann, aus dem nichts, schritt Agnorak in den Schlachthof, flüsterte der Schlachtmatronin etwas zu, schritt dann auf mich zu . Er blickte mir tief in die Augen, legte seine Hand auf meine Schulter und verkündete: "Morgen, mein Freund, treten wir gegeneinander an." Dann wandte er sich ab und verliess unsere Gesellschaft.
Obgleich ich nicht wusste was ich davon halte solle, weiss ich, was morgen zu tun ist.

Middas, der 19. des Herzfeuers im Jahre 433 - Eintrag 24

Heute war es also soweit. Ich trete gegen Agnorak gro-Malog an. Einer meiner besten Freunde. Mein Mentor seit meiner Ankunft in Cyrodiil.
Ich war inzwischen unter dem Namen "Purpurklinge" bekannt.
Um 18 Uhr betrat ich die Arena. Durch die Gitterstäbe des Tores erkannte ich die weiss schimmernde Rüstung Agnoraks. Die Arena war bis zum letzten Platz gefüllt.
Dann sanken die Eisentore. Ich schritt nur langsam auf den Kampfplatz. Agnorak stürmte auf mich zu, hielt einige Haarbreiten vor meiner Nase stehen und flüsterte mir Worte zu, die ich mein Lebzeit nicht vergessen werde. "Tötet mich, tötet mich und die Ausgeburt der Hölle die ich bin!" Dann blieb er regungslos stehen und schloss die Augen. Die Welt um mich herum blieb stehen. Ich hörte nicht mehr, ich nahm nichts mehr wahr. Als ich wieder geistig zu mir kam und Agnorak immer noch vor mir stand, wurde ich dem letzten Wunsch eines grossen Orks, Freund und Mentors gerecht. Der Erniedriger durchbohrte seinen Hals. Das Blut spritze mir entgegen und der Graue Prinz sackte regungslos zusammen, gefolgt von sturmartigen Gejubel und Getose. Als ich vor der Leiche stand, und mich die Menge als den neuen Grossmeister feierte, wurde mir bewusst wie pervers und verdorben das doch alles war. Ich kniete mich nieder und beugte mich über den Leichnam. Ich schloss seine Augen auf das er in Frieden ruhen kann. Dann erhob ich mich, und verabschiedete mich. Zur Erinnerung an meinen alten Freund nahm ich seinen Dwemerschild mit.

Zurück im Schlachthof sagte ich kein Wort. Die Schlachtmatrone kam auf mich zu und überreichte mir das Gewand der Tapferkeit. Tapferkeit, pff. Welch Ironie.
Ich konnte nicht mehr hier bleiben. Owyn wusste dies, oder zumindest sagte das der Blick den er mir zuwarf. Ich packte meine wenigen Habseligkeiten und Umarmte den Waffenmeister, der mir so vieles beibrachte. Ich liess meinen Blick ein letztes Mal durch den Schlachthof schweifen, schwor mir dann nie wieder zurückzukommen, und schritt durch die Tür. Draussen wimmelte ich meine neuen Anhänger(innen) ab und schlug mich zum Marktviertel durch. Ich wollte mir mit dem Preisgeld ein Haus kaufen mit der zugehörigen Einrichtung. Leider war nur ein kleines am Hafenviertel zu haben, aber vielleicht war dies genau das richtige. Ich weiss nicht was ich tun soll. Eventuell wird mir der Schlaf weiterhelfen. Zeit, für Veränderungen.


"Menschen vergehen wie des Winters Weizen, doch ihre Namen bleiben für die Ewigkeit." - aus dem Film "Gladiator"

« Letzte Änderung: 17.03.2013, 21:26 von Schiriki »
  08.02.2013, 23:16
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Tagebuch - Kapitel 2 : Heil Sithis!


„Liebe Mutter, liebe Mutter, schicke mir dein Kind, denn die Sünden der Unwürdigen müssen in Blut und Furcht getauft werden.“ - Passage aus dem Schwarzen Sakrament der Dunklen Bruderschaft


Turdas, der 20. des Herzfeuers im Jahre 433 - Eintrag 25

Verrückt. Heute Nacht brach ein gewisser Lucien Lachance in mein neues Haus am Hafenviertel ein um mich als kaltblütigen, reuelosen Mörder zu beschimpfen. Mich!
Dann erzählte er mir von der Dunklen Bruderschaft und das sie gewillt seien mich aufzunehmen, wenn ich denn eine Prüfung bestehen würde.
Ich schwieg. Ich kann doch nicht einfach meine Prinzipien verraten. Allerdings, haben meine Prinzipien nicht mich verraten? Oder; habe ich nicht schon längs Verrat begangen? Ich war hin und her gerissen. Herr Lachance drückte mir einen wunderschönen Dolch in die Hand, die Klinge des Leides. Als meine Finger den Griff umschlossen, war der Entschluss gefasst. Ich werde ein neues Leben beginnen. Den Anfang wird Rufios Tod einläuten.

Mitten in der Nacht machte ich mich also auf zur Herberge zum schlechten Omen. Meine Stahlrüstung, den Erniedriger und mein Dwemerschild liess ich zurück. Ich kann und werde sie in der nächsten Zeit nicht mehr brauchen.  Rufio schlief, und der dumme Wirt liess mich ungehindert in sein Zimmer. Die finstere Tat ist vollbracht. Ich lief zur Herberge die Strasse gegenüber und mietete mich ein. Heute Nacht erwarte ich wieder Lucien Lachance.

Fredas, der 21. des Herzfeuers im Jahre 433 - Eintrag 26

Lucien Lachance besuchte mich um Punkt Mitternacht und gratulierte zur bestandenen Aufnahmeprüfung. Er beorderte mich nach Cheydinhal, wo ich das verlassene Haus aufsuchen soll, in der eine Zuflucht der Bruderschaft verborgen sei. Ich brach sofort auf.
Die verdutzte Wirtin, faselte noch etwas von irgendwelchen verlorenen Riesenkartoffeln, aber ich dafür hatte ich keine Zeit. Unterwegs lernte ich die Vorzüge eines Dolches kennen, sowie die Gräfin von Leyawin, und deren Leibwache, die mir von einem ritterlichen Ork erzählten. Wenn ich jedoch für Kartoffeln keine Zeit haben, dann auch nicht für den Hof von Leyawin. Gegen Mittag rastete ich an einem verlassenen Lager und hatte Zeit ein wenig in mich zu kehren.
Mir wurde stets gesagt, das Geheimnis läge in harter Arbeit, das ist ja wohl wahr, aber auch eine Art blinde Passion, eine Inspiration spielt dabei eine tragende Rolle.
Ohne eine halbe Eisenmine am Leib kam ich sehr viel schneller voran und erreichte bei Sonnenaufgang das ansehnliche Städtchen Cheydinhal. Es sah wie auf einer Zauberschule in einer meiner Märchenbücher Zuhause in Hammerfell aus.

Das Verlassene Haus war schnell gefunden und da sich noch niemand auf der Strasse befand verschaffte ich mir mühelos Zutritt.
An der roten Tür angelangt, sprach ich die Lösung: "Sanguine, mein Bruder". Die steinerne Tür öffnete sich und ich trat ein.
Drinnen begrüsste mich Ocheeva, die argonsiche Führerin dieser Zuflucht, aufs herzlichste und übergab mir die Rüstung der Dunklen Bruderschaft. Sie war sehr leicht. Ganz anders als meine Arena- und Reiserüstung. Daran muss ich mich wohl erst noch gewöhnen. Sie führte mich in den Glauben, die Riten, die Gebote und die Handlungsweise und Machenschaften der Bruderschaft ein.

Anschliessend ging es gleich zur Sache. Ich suchte Vicente Valtieri auf. Eine , nicht nur durch seinen Vampirismus, sehr eindrucksvolle und anständige Person. Zusätzlich stellte ich mich meiner neuen Familie vor. Jeden Bruder und Schwester einzeln. Ich fühlte mich wahrlich willkommen. Hier kommt es nicht drauf an, wer du bist und woher du stammst. Ich glaube sie wissen nicht einmal von meinem Erfolg in der Arena. Umso besser, so kann ich das leichter hinter mir lassen.

Mein erster Auftrag lautete den Piratenkapitän Gaston Tussaud auf seinem Schiff im Hafenviertel der Kaiserstadt zu ermorden. Teinaava, einer meiner neuen argonischen Brüder, gab mir einen sehr wertvollen Hinweis. Er erzählte mir, er kenne den Kahn der Piraten, die Marie Elena. Ich solle auf den Balkon achten, der mit der Kapitänskajüte verbunden sein soll... Wie praktisch.

Ich reiste also zurück zur Kaiserstadt. Dort suchte ich erstmal meine Unterkunft auf um mich in die Gewänder der Bruderschaft zu hüllen. Dann, als die Sonne vom Horizont schwand, ging ich zum Dock. Die Piraten waren zu sehr damit beschäftigt, die Fracht einzuladen, als dass sie mich hätten bemerken können wie ich auf besagten Balkon hüpfte und dort die Tür zur Kajüte knackte. Ich war erstaunlich gut darin, Schlösser aufzuknacken. Drinnen lieferten wir, der Kapitän und ich, uns ein kurzes aber intensives Duell, welches ich und die Klinge des Leids für uns entschieden. Gerade als ich sein Gemach, durchsuchen wollte, klopfte es wild an der Tür. Seine Mannschaft versuchte wohl, rauszufinden was es mit den Kampfgeräuschen auf sich hatte. Ich stürmte durch die offene Balkontür und sprang elegant, und ohne grossen Lärm oder Wasserspritzer in das Gewässer des Hafens. Von dort schwamm ich ans Ufer und spurtete in mein Haus. Auftrag erfüllt! Morgen reise ich zurück nach Cheydinhal um Vicente davon in Kenntnis zu setzen.

Loredas, der 22. des Herzfeuers im Jahre 433 - Eintrag 27

Zurück in Cheydinhal nahm ich dankend die Belohnung und das Lob für meinen ersten erfüllten Auftrag entgegen. Der Ring, das schwarze Band, war für einen Assasinen wie geschaffen. Sogleich wurde ich auf meine nächste Mission entsandt. In Bruma sollte ein Waldelf namens Baenlin, durch seinen Minotaurenkopf zerquetscht werden. Wie köstlich. Mir wurde auch ein entsprechender Bonus versprochen. Nach meiner Zeitrechnung, sollte ich gegen Abend um 9 Uhr in Bruma ankommen.

Und so geschah es dann auch. Der Weg war gefährlich und von Banditen und Wölfen gespickt aber ich bin nochmals mit einem blauen Auge (im wahrsten Sinne des Wortes) davongekommen. Der Klinge des Leids sei dank. Ich hielt mich abseits der Strasse auf, da ich nicht mit der Rüstung der Bruderschaft einer Wache in die Arme laufen wollte.

In Bruma angekommen suchte ich die Residenz des dem Tode geweihten Bosmers auf. Durch die Kellertür schlüpfte ich hinein und begab mich in sein Schlafzimmer. Ich sah ihn noch gemütlich in seinem Sessel sitzen, ehe ich den Todesschrei vernahm und mich lautlos wieder davon machte. Draussen zog ich mich um und mietete ein Zimmer in der örtlichen, schäbigen, Taverne.

Sundas, der 23. des Herzfeuers im Jahre 433 - Eintrag 28

Alsbald der Morgen anbrach, verliess ich auf schnellem Fusse Bruma in Richtung Cheydinhal.
Gegen Abend betrat ich die Zuflucht und suchte Vicente Valtieri auf, der mir für meinen vorzügliche Arbeit lobte.
Er übergab mir das vereinbarte Gold und eine besondere Klinge, den Leidensdorn. Ein herrlicher Dolch aus Merischer Schmiede mit einer starken Verzauberung, die meinen Opfern das Leben aussaugen sollte.
Als ich den Raum verlassen wollte, liess Vicente den Feuerball platzen. Er hatte einen ganz speziellen Auftrag für mich.
Ich soll ins Gefängnis der Kaiserstadt einbrechen (zuletzt gelang das zu Beginn der 3. Ära...) und einen inhaftierten Sträfling ermorden. Um einen Bonus zu erhalten, durfte sogar keine einzige der Wachen zu Schaden kommen. Ein Auftrag, eines Schlächters würdig, und so wurde ich in diesen Rang erhoben.

Den Rest des Tages verbrachte ich mit Planung und ausruhen. Meine Brüder rieten mir zu fliehen, sollten mich die Wachen entdecken. Ein bisschen wurde mir schon flau im Magen...

Morndas, der 24. des Herzfeuers im Jahre 433 - Eintrag 29

Um Mitternacht verliess ich die Zuflucht. Der Plan war simpel:
In der Nacht durch die Kanalisation ins Gefängnis rein. Den Dunmer abstechen und wieder raus. Gegen Abend sollte ich wieder hier sein. Den Rumare See kannte ich dank meinen ehemaligen Trainingseinheiten dort wie meine Westentasche und die Ratten und Krabben in der Kanalisation waren auch kein Problem. Aber bei Sithis, mit so vielen verdammten Wachen hatte ich nicht gerechnet. Es war keine einfache Patrouille, das war ein ganzes Regiment! Ich begann mir Sorgen zu machen, sollten meine Schritte mich nicht verraten, so würde es der bestialische Gestank des Abwassers an meiner Kleidung tun...

Mir war bewusst, dass das nun zu einem Geduldsspiel ausarten würde. Ich wartete im Schutz des Schatten bis zwei Wachen Ihre Unterhaltung über die Taverne, Talos und die Welt et cetera endlich beendet hatten und auf Ihre Posten zurück gingen. Dann schlich ich durch den ersten Raum und fand mich in einer grossen Halle wieder. Der EINIGE Weg, welcher weiter führte wurde von einer Wache bewacht. Kein Durchkommen.
Ich wartete in der Dunkelheit, bis er sich endlich bewegen möge. Die Zeit schleppte sich dahin. Doch dann, endlich: Die Wache musste ihr "Geschäft erledigen". Dumm wie sie war, ging Sie zum anderen Ende der Halle um sich dort seiner Stiefel und seinen Beinlingen zu entledigen um - nein, lassen wir die Details.

Ich nutzte die Gunst der Stunde und huschte die Treppe hinauf und durch die nächste Tür. Ich befand mich in einem grösseren Raum, von wo aus ein Korridor mündete. Als ich mich vorsichtig der Mauer entlang tastete nahm ich den Schein einer Fackel war. Was wird hier für ein Spiel getrieben? Welcher Deadra Fürst erlaubt sich einen Spass mit meinem Schicksal?! Zurück war keine Option. Vor mir war eine Art Büro. Ich eilte schnell hinein und verbarg mich hinter einer der Säulen, wo das Licht mich nicht erfassen konnte. Ich verharrte Regungslos und versuchte meinen Atem zu unterdrücken. Schliesslich setzte die Wache Ihre Patrouille fort und ich eilte weiter. Der letzte Abschnitt war ein leichtes, waren dort schliesslich keine Wachen postiert. Sehr Konsequent diese Kaiserliche Legion...

Endlich im Gefängnis Trakt angelangt, belauschte ich ein verbales Gefecht zwischen einer der Wachen und Valen Dreth. Als die Wache sich von dannen machte schritt ich hinüber zur Zelle meines Opfers.Fast schon geschmacklos, so ein Tier im Käfig hilflos abzuschlachten, dacht ich mir. Dann fasste ich mich wieder und rammte ihm den Leidensdorn zwischen die Augen. "Mit den besten Grüssen von Sithis!"

Der Rückweg durch die Katakomben und die Kanalisation verlief weniger Nervenaufreibend und ich fand mich schnell wieder an der frischen Luft.
Zurück in der Zuflucht übergab mit Vicente die Waage der Gnadenlosen Gerechtigkeit. Ein mächtiges magisches Artefakt und mein Gold. Zusätzlich betraute er mich mit dem nächsten Auftrag. Er sei von hoher Dringlichkeit.

Ich soll nach Chorrol, in das Haus des Klienten einbrechen und seinen Tod vor den Augen eines Vollstreckers vortäuschen. Dazu erhielt ich eine Klinge, mit dem seltenen Mattwein Gift benetzt. Ein Streich sollte genügen. Anschliessend soll ich ihn aus den Katakomben der Chorrolischen Kapelle holen und ihn in Sicherheit bringen. Im Austausch dazu, erhielt der dunkle Vater die Seele der Mutter des Klienten. Diese Welt ist krank. Wer opfert schon seine Mutter, weil er seine Schulden nicht abbezahlen konnte? Ich weiss nicht, der Auftrag unterliegt keinen Bonus Vorgaben, vielleicht werde ich dem kleinen Wurm noch eine Sonderlektion erteilen.

Tenaava kam noch auf mich zu um mich um etwas zu beten. Ich solle einen Verräter der Schattenschuppen eliminieren und ihm und Ocheeva zum Beweis sein Herz bringen. Ich versprach mich der Sache bei Zeiten anzunehmen.

Die Reise nach Choroll vertagte ich auf morgen.

Tirdas, der 25. des Herzfeuers im Jahre 433 - Eintrag 30

Als ich nach meinem frühen Aufbruch in Choroll eintraf, suchte ich sogleich das Haus dieses Motierre Typen auf. Ich hoffte, dieser Auftrag sei bloss eine Kleinigkeit, denn dieser Motierre... Allein beim Gedanken kommt mir die Galle samt Frühstück die Kehle hinauf.

Ich betrat also sein Haus, und sprach mich gezwungenermassen nochmals mit ihm ab. Anschliessend ging alles recht schnell von der Bühne. Der Argonier "Verbirgt-sein-Herz" trat die Tür ein, ich stach Motierre mit der Mattweinklinge in die Schultergegend (wobei ich wünscht es wäre meine Klinge des Leids gewesen und sein Herz) und huschte durch ein Fenster hinaus. Ich sprintete aus der Stadt in den Dickicht, wo ich mich nun bis zum morgigen Tage verdeckt halten werde. Anschliessend muss ich Motierre noch aus der Kapellengruft bergen und ihm das Gegengift verabreichen. Oder ich lasse ihn einfach dort verrotten... Nein, meiner finsteren Mutter zuliebe werde ich mich ein letztes Mal zusammenreissen.

Middas, der 26. des Herzfeuers im Jahre 433 - Eintrag 31

Die Sonne erreichte Ihren höchsten Punkt, als ich Choroll aufs Neue betrat. Ich suchte die Kappelle und dessen Gruft auf. Drinnen überkam mich das Schaudern. Eine seltsame Aura umgab diesen Ort, man konnte das Unheil bei jedem Atemzug förmlich riechen.

So kam es auch. Bei den Göttern, ich schwöre, sobald ich Zeit habe, werde ich, Ian Drake höchstpersönlich, das dunkle Ritual vollziehen um diesen vermaledeiten Bastard zu Sithis zu befördern! Als die toten Vorfahren Motierres aus ihren Gräbern stiegen, um ihre Gruft gegen diese Schändung zu verteidigen, machten wir uns  schnellstmöglich auf, raus aus dieser Gruft zu gelangen und flohen zur Grauen Stute, wo mich eure Lordschaft von und zu Schleimbeutel Motierre aus seinen Diensten entliess. Endlich!

Die Nacht war bereits hereingebrochen, als ich die Zuflucht in Cheydinhal erreichte. Ich wurde zum Eliminiator erhoben. Ausserdem war dies das Ende der Zusammenarbeit mit Vicente. Von nun an, erhalte ich die Aufträge direkt von Ocheeva. Na, dass kann ja heiter werden. Sie trug mir auf, einen Hochelfen in der Kaiserstadt zu beseitigen, möglichst Unaufällig. Klingt nach Spass. Ich brach auf Richtung Kaiserstadt. Die Reise verlief Ereignislos. So schritt ich Abends in die Taverne Zum Kaufmann und fiel ins Bett.

Turdas, der 27. des Herzfeuers im Jahre 433 - Eintrag 32

Am nächsten Morgen erfuhr ich, dank den Gesprächigen Altmer in der Kaiserstadt, dass mein Opfer im Tiber-Septim-Hotel logierte.
Nachdem ich der ansehbaren Wirtin ein wenig Honig ums Maul schmierte, erzählte sie mir von bereitwillig alle details zu Faelian und seinem Skooma Problem, was meiner Sache natürlich sehr zuträglich war. Ausserdem stellte sie mich seiner Geliebten vor. Atraena, noch eine Hochelfe. Sie schien sehr bedrückt, ob der Situation mit Faelian und dem Skooma und sorgte sich um Ihren Geliebten. Wie rührend. Dann erzählte sie mir, Faelian kehre mehrere Stunden täglich in ein verlassenes Haus im Elfengarten Bezirk ein. Das war die Gelegenheit! Welch Ironie, die um das Leben ihres Geliebten besorgte Dame schaufelt sein eigenes Grab. Ich verliess das Hotel mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

Die Tür war abgeschlossen. Mittlerweile verstand ich mich recht gut im Schlösserknacken. Im nu hatte ich sie aufgebrochen und betrat die heruntergekommene Unterkunft.

Drinnen traf ich einen Hochelfen mit Haarausfall und ausgeprägtem Köpergeruch an. Ich bezweifle, dass sein Verstand begriff,  was ihm geschah. Es ähnelte eher einer Wohltat als einem Mord, diesem Leben ein Ende zu setzen. Anschliessend machte ich mich unverzüglich zurück nach Cheydinhal. Unterwegs setze starker Regen ein, welcher sich nicht legen wollte.  Spät Abends war ich völlig durchnässt und erschöpft endlich in der Zuflucht angekommen.

Ocheeva begrüsste mich, dankte mir, belohnte mich und teilte mir sofort den nächsten Auftrag zu. Ich solle einen schwer kranken Banditen in der Festung Sutch töten, indem ich seine Arznei durch ein Gift austauschen soll. Ich freute mich über die stilvolle Aufgabe und begab mich endlich in den Wohnbereich. Ich trank noch einen Schluck mit Teinaava. Er verriet mir dabei, das ich durch einen Turm unterirdisch in die Festung Sutch gelangen könnte. Welch nützlicher Hinweis.

Fredas, der 28. des Herzfeuers im Jahre 433 - Eintrag 33

Zu meinem Bestürzen stellte ich am Frühstückstisch fest, dass Festung Sutch im Norden Anvils lag. Das bedeutete eine Reise quer durch Cyrodiil. Meine Laune erhielt einen weiteren Dämpfer als ich die Zuflucht verliess. Es regnete immer noch.  Zu allem Überfluss, stellte ich unterwegs fest, dass die magische Wirkung meines Leidensdorn nachgelassen hatte. Heute war einfach nicht mein Tag. Zu Spätmittagszeit erreichte ich Skingrad, wo ich meine Proviant auffüllte und meine Ausrüstung warten liess. Dem Regen zum Trotz (Die Sonne zeigte sich zwischenzeitlich für eine knappe Stunde) erreichte ich Abends die Godshaw-Herberge. Ich hoffe das der morgige Tag mehr Freude zu bieten hat.

Loredas, der 29. des Herzfeuers im Jahre 433 - Eintrag 33

Ich war schon sehr nah an der Festung Sutch. So stapfte ich durch den frischen Morgentau Richtung Festung. Die Sonne, welch willkommener Anblick. Dann wurde es ernst.

Durch die von Teinaava erwähnte Falltür zum Turm, gelangte ich unerkannt ins Innere der Hauptfestung. Sie war nur spärlich bewacht. Insgesamt 3 Wachen konnte ich ausfindig machen, wovon nur eine patroullierte. Mein Hauptgegner war die Dunkelheit. Bei Sithis, welches Matschhirn konstruiert eine solch finstere Festung. Nach unzähligen Kopfstössen, geprellten Zehen und Wandläufen erreichte ich den Arzneischrank wo ich die Arznei gegen das Gift tauschte und mich dann aus dem Staub machte.

Draussen, oh welch Wunder der Natur, hatte inzwischen wieder der Regen eingesetzt.  Auf der Rückreise kreuzte ich den Schrein des Daedrafürsten Sangiune, wo ein Cyrodiilischer Brandy als Opfer verlangt wurde. Keine Ahnung, wo etwas derartiges aufzutreiben war, doch ich versprach, bei Gelegenheit zu suchen und wiederzukommen.

Abends erreichte ich Cheydinhal. Wo mir Ocheeva als Dank das Gold und ein prächtiges Gewand überreichte, welches Sie nur für ich hatte schneidern lassen. Ich war überglücklich. Mein nächster Auftrag war etwas ganz besonderes. Ich sollte auf ein "Fest". Ich, und fünf andere Gäste würden in ein Herrenhaus eingeschlossen werden, wo die vermeintliche Aufgabe darin bestand, eine Truhe voll Gold zu finden. Meine Aufgabe war es, fünf unerkannte Morde auszuführen. Ich fand nur schwer Schlaf in der Nacht mit all der Vorfreude im Gemüt.
« Letzte Änderung: 31.05.2013, 10:48 von Schiriki »
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