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Umfrage

Würdet ihr dieses Buch lesen?

Vielleicht, ich würd' mal reinschauen und dann entscheiden.
10 (47.6%)
Ja, klingt interessant.
6 (28.6%)
Nein, nicht so mein Ding.
5 (23.8%)
Mir egal.
0 (0%)

Stimmen insgesamt: 20

Thema: Würdet ihr dieses Buch lesen?  (Gelesen 4903 mal)

  • Skelett-Krieger
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Aus gegebenen Anlass habe ich einen Handlungsüberblick für meinen Jugend-Fantasyroman in Arbeit verfassen müssen und dachte mir, ich nutze mal diese Forengemeinschaft für eine Umfrage. Wo sonst findet man so viele Fantasy-Fans auf einem Haufen? :)

Stellt euch vor, ihr haltet ein Buch mit folgendem Handlungsrahmen in Händen:

Klappbox
Zu Beginn des dritten Zeitalters entbrennt auf dem Kontinent Kotona ein über 150-jähriger Krieg zwischen Abtrünnigen und Tempel. Der Tempel, der viele Rückschläge einstecken muss, zieht sich dabei immer weiter in Richtung Norden zurück und ist im Begriff, endgültig zu verlieren. Es wird eine große Mauer quer durch den Kontinent gebaut, um sich vor den Abtrünnigen zu schützen. Doch insgeheim schmiedet man im Hochtempel bereits einen finsteren Plan, um doch noch die entscheidende Wende herbeizuführen...

Alia ist ein junges Mädchen aus einem kleinen Dorf nahe der großen Mauer. Eines Tages schleicht sie sich aus dem Dorf und findet eine Inabi, eine legendäre Meisterkriegerin, schwer verletzt vor. Die Inabi bittet Alia, ihr Reittier Tenzo zu finden - ein Fabelwesen, dessen Existenz mittlerweile von vielen angezweifelt wird, und möglicherweise der letzte seiner Art.

Mit drei Freunden zieht Alia los, um Tenzos Spur aufzunehmen. Dabei müssen sie trotz ihrer unterschiedlichen Charaktere lernen, einander zu vertrauen und zusammenzuhalten. Gemeinsam müssen sie Abenteuer bestehen und sich weit in das feindliche Gebiet der Abtrünnigen im Süden vorwagen.

Erst nach und nach begreift sie, welche Bedeutung Tenzo für die Kriegsparteien hat, dass es in diesem Krieg keine Guten und keine Sieger gibt, und welche Rolle ihr selbst zukommt.


EDIT: Ich habe den Text etwas gekürzt und das irreführende Wort "Klappentext" ersetzt, damit sich nicht alle daran aufhängen. Ich habe diese Zusammenfassung in 10-15 Minuten geschrieben, um meiner Schreibpartnerin zu erklären, worum es in dem Buch geht. Es ist kein "offizieller" Bestandteil des Werks. Also bitte nicht an jedem einzelnen Wort aufhängen. ;)

« Letzte Änderung: 02.07.2013, 19:52 von Hanrok »
"Maiq has heard the people of Skyrim are better looking than the people of Cyrodiil. Maiq has no opinion on the matter. All people are beautiful to him."
  12.02.2013, 11:58
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  • Gräfin
    • Adel
Hmmm ... die Idee an sich klingt ganz gut, auch wenn es nicht unbedingt etwas gaaaaaanz Neues ist (aber, was in der Fantasy ist schon gaaaaaaaanz neu ^^). Ich neige wenig zu schmeichlerischem unechtem Lob ... daher: :P

1. Was mir zuerst auffiel: die Sprache ist mir noch zu ... umgangssprachlich, zu "daher geschrieben". Mir ist immer sehr sehr wichtig, dass Bücher wie Literatur klingen, die Sätze und Wörter schön flüssig zu lesen sind. Bei diesem "Klappentext" ist mir einiges zu holprig (kann das gerne noch ausführen, wenn du magst).
2. Soll das der richtige Klappentext sein? Also der, der hinten auf das Buch gedruckt wird? Ich bin mir nicht sicher, weil du das in Anführungsstrichen gesetzt hast. Falls es der richtige Klappentext ist, ist das Ganze schonmal VIEL zu lang, gibt VIEL zu viele Informationen, erklärt viel zu viel (vor allem letzteres!). Ein Klappentext muss kurz und knackig sein, die wenigsten haben Lust, sich im Buchladen 4 Absätze lang durchlesen zu müssen, was da genau los ist - sie wollen kurze, knackige Hinweise, was man in diesem Buch erwarten kann - der 1. Absatz gefällt mir gut, die anderen drei erklären zu viel (kein Klappentext muss erklären, wie der Kishune heißt, dass sie die Kriegerin ins Dorf bringen, dass die Menschen nicht mehr an Kishune glauben). Der 2. Absatz ist mit andern Worten zu informativ, zu lang, Absatz 3+4 könnte man ein wenig kürzen, würden dann aber mMn passen.
3. Inhaltlich ... naja es ist ein Jugend-Fantasyroman, aus der Zeit bin ich ja eigentlich raus ^^ Da ich aber - gerade in meiner Jugend - genau in deine Zielgruppe gepasst hätte, versuche ich das mal aus der damaligen Sicht. Was mich damals schon immer angestunken hat, war dieses "Sie ist auserwählt!" - das klingt bisher bei dir nicht so, und ich hoffe dass das so bleibt, denn dieses Konzept ist so dermaßen ausgelutscht, dass es da gar nichts mehr zu lutschen gibt. Kinder/Jugendliche wollen Helden, die sind wie sie: unsicher, mit Fehlern, aber trotzdem kein Feigling und letztendlich dann doch ein Held (Harry Potter bspw.). Erwachsene sehen das dann häufig wieder anders, aber dies soll ja für Jugendliche sein (?).
Was mich reizen würde / gereizt hätte, ist diese Sache "es gibt keine gute und keine böse Seite", denn das ist schließlich das, was auch in der Realität immer wieder das Problem ist. Niemand ist grundsätzlich gut und böse erst recht nicht, bei Tolkien war die Gut-Böse-Sache noch neu und klasse, heutzutage erwarten die Leser mehr Tiefe in dieser Hinsicht, erwarten die Motivationen aller Parteien zu erfahren, weshalb sie so sind/handeln.

Fazit: Ehrlich gesagt wäre das für mich heute, als Erwachsene, wohl nicht unbedingt das, was ich mir unbedingt kaufen müsste, auch wenn ich das Prinzip der Inabi/Kishune recht interessant zu lesen fände. Allerdings ist das auch nicht mehr das allerneueste, und wenn man 15 Jahre Fantasy-Erfahrung hat, schaut man differenzierter und genauer, was man so liest, weil sich vieles einfach wiederholt. Als Jugendliche hätte mich das vielleicht eher angesprochen, ich habe weibliche Heldinnen geliebt, btw ^^ Die Punkte des "es gibt kein richtiges Gut und Böse" klingen interessant, und du sprichst nicht von einer Prophezeiung, oder "vorherbestimmt", was ebenfalls positiv ist. Dass Alia ein einfaches Mädchen ist, spricht den Leser an und ermöglicht eine Identifizierung, könnte allerdings auch ein Problem sein, wenn sie sich nicht genügend entwickelt und das junge Mädchen bleibt - letztendlich ist sie die Heldin der Geschichte, und muss letztendlich auch zur Heldin werden - ob nun mit oder ohne Streitaxt in der Hand ;)


“Never apologize for being nerdy, because unnerdy people never apologize for being assholes.”
- John Barrowman -
  12.02.2013, 12:26
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  • Skelett
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1. Ich stimme Feli vollkommen zu. :) *ihren Post unterschreib*
2. Ja, ich würde dieses Buch lesen, es klingt sehr interessant.
Und 3. Nein, ich würde es nicht lesen, einfach weil ich als einstige Leseratte absolut lesefaul geworden bin. Ich lese Altes (z.B. Harry Potter, Herr der Ringe) aber mit Neuem tu ich mich schwer, so schwer ... :(

Aber es könnte gut sein - da der "Klappentext" trotz der von Feli aufgeführten Kritikpunkte gut klingt - dass ich mich echt dazu hinreißen lassen würde es zu lesen.

Gespannt bin ich aber vor allem auf den Schreibstil. Klar, jeder hat seinen eigenen Stil. Aber ich habe auch schon Bücher (z.B. von Christopher Marzi) in die Ecke geworfen, weil der Schreibstil gar grausig war.
Flüssig sollte der Text sein. Aber bei dem Klappentext passierte es mir schon, dass ich Punkte überlesen habe. Das kann aber auch gut mit der Formatierung zusammenhängen. :D
Hab den Test grad mal gemacht: Es lag an der gewählten Schriftart. Gut so. ^^

Das es so aussieht als wären die Protagonisten keine "Auserwählten" gefällt mir sehr gut. Klar, das mit dem Auserwählt sein kann auch gut gehen, wie es Monika Felten in Elfenfeuer schafft. Aber es kann auch gnadenlos in die Hose gehen. Vielleicht ist das ja auch ein Grund weshalb ich von vielem nicht mehr als den Klappentext gelesen habe.

Fazit:
Es gibt Kritikpunkte, aber insgesamt klingt die Geschichte sehr ansprechend. Zumal ich mich auch mit der Idee identifizieren kann.
Ich will nicht sagen "könnte von mir stammen" zumal meine kreative Gedankenschmiede momentan eh dicht hat. Aber es scheint eine Story zu sein, die mir sehr gut zusagt.

Ach ja:
Hattest du nicht irgendwo mal was von einem Sci-Fi-Werk von dir mit riesigem Universum verlauten lassen?
Dass dazu mehr kommt, darauf warte ich seitdem gespannt. :love:
Conny-Tessa
  12.02.2013, 12:45
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  • Skelett-Krieger
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Danke für euer umfangreiches Feedback.

Ihr habt Recht, der Text ist noch etwas holprig. Es ist nicht der "offizielle Klappentext", das kommt erst, wenn das Buch fertig ist und wird, sollte es eine VÖ geben, vermutlich ohnehin von anderen verfasst werden.

Es ist wohl eher eine Zusammenfassung / Einleitung, die ich heute morgen für eine Schreibpartnerin verfasst habe, mit der ich vielleicht zusammenarbeiten werde (zwecks gegenseitiger Motivation, jeder arbeitet an seinem eigenen Werk).

Das mit den "Auserwählten" geht mir genauso, deswegen gibt es so etwas in meinen Geschichten auch nicht. Genau wie "Prophezeiungen" und "Gut gegen Böse"-Plots.

@Tessa: Nein, da ging es um dieses (Fantasy)-Projekt. D.H. dieses Buch spielt in dem Universum, genau wie die anderen Geschichten, die ich teilweise angefangen und abgebrochen habe, bzw. die noch in Planung sind.
« Letzte Änderung: 12.02.2013, 13:13 von Hanrok »
"Maiq has heard the people of Skyrim are better looking than the people of Cyrodiil. Maiq has no opinion on the matter. All people are beautiful to him."
  12.02.2013, 13:08
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  • Assassine
    • Dunkle Bruderschaft
Inhaltlich klingt das Ganze durchaus sehr spannend. Ich würde es sogar lesen. Allerdings, wie bereits geschrieben: Zu lang und zu wenig prägnant. Was mir auch fehlt ist dieses Gefühl, dass man unbedingt wissen muss, was passiert; Dass man unbedingt wissen muss, wie es mit den Figuren weitergeht.

Eine inhaltliche Frage habe ich dann noch: Entbrennt der Krieg zu Beginn des 3. Zeitalters und dauert dann über 200 Jahre bis zur Handlung?
  12.02.2013, 13:12
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  • Skelett-Krieger
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Der Krieg dauert insgesamt 224 Jahre und gipfelt mit der beinahe Zerstörung der Welt. Zu Alias Zeiten ist der Krieg bereits mehr als hundert Jahre im Gange. Er wird auch weitergehen und sich zuspitzen, wenn Alias Geschichte endet. Die Anfänge dieser "Zuspitzung" erlebt man noch in Alias Geschichte. Das Ende des Krieges ist eine andere Geschichte. Genau wie das, was danach kommt. :)
"Maiq has heard the people of Skyrim are better looking than the people of Cyrodiil. Maiq has no opinion on the matter. All people are beautiful to him."
  12.02.2013, 13:20
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  • Skelett
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Danke, dann habe ich das falsch verstanden. :)
Aber das mit den verschiedenen Geschichten die dort spielen kenne ich ...
Ich habe damals den Fehler gemacht und mir eine Welt erdacht. Seitdem lässt sie mich nicht mehr los, ich lasse es immer wieder in Geschichten einfließen.
Oder erweitere diese Welt noch mehr. :D

Und jetzt hast du mich vollkommen gefesselt:
- Krieg der lange geht
- sich zuspitzt
*haps*
Ich hab angebissen. :D
Conny-Tessa
  12.02.2013, 13:34
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  • Skelett-Krieger
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Wenn du willst, darfst du gerne Probelesen, sobald ich was halbwegs korrigiertes fertig habe. :)

Du solltest dir aber im Klaren sein, was das heißt: Ein nicht vollständig korrigiertes und lektoriertes Werk zu lesen ist nicht jedermanns Sache (auch nicht jederfraus). Besonders wenn man immer nur Häppchen vorgesetzt kriegt und dann wieder warten muss...
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  12.02.2013, 14:57
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  • Skelett
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Kann ich gerne machen.
Und glaub mir - seit der Mittelstufe habe ich von einer Freundin die Geschichte immer kapitelweise gelesen.
Diese Story ist immer noch nicht abgeschlossen, ich habe seit ihrem Umzug auch nur noch selten was zu lesen bekommen. In letzer Zeit gar nichts mehr. Wir Mädels haben es immer in ausgedruckt bekommen und mussten kommentieren - und auch korrigieren.
Also, ich habe mit sowas kein Problem.

Habe ja selbst auch immer meine Damen mit meinen Storys gequält (im Sinne von: Ich hab wieder 10 Seiten, willst du weiterlesen? :P).
Btw, ich müsste auch wieder schreiben ... :(
Die Muse schleicht ja um mich herum, aber ich halte sie mir mit PC-Spielen fern. Und dann ist auch schon wieder der Tag rum - Manno. :<
Conny-Tessa
  12.02.2013, 15:21
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  • Skelett-Krieger
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Die Muse schleicht ja um mich herum, aber ich halte sie mir mit PC-Spielen fern. Und dann ist auch schon wieder der Tag rum - Manno. :<

Glaub mir, das kenne ich nur zu gut. Ich habe vor einem Jahr auf Teilzeit reduziert, um mit meinem Traum vom eigenen Buch endlich mal "ernst" zu machen. Aber ich hab immer wieder lange Phasen in denen ich mich mit allem möglichem davor drücke - z.B. Skyrim oder diesem Forum hier.  :ugly:

Darum jetzt die Idee mit der o.g. "Motivationsschreibpartnerschaft". Ich denke, wenn man sich gegenseitig liest und korrigiert, so dass beide Seiten davon etwas haben, funktioniert es vielleicht besser. Wir werden sehen. :)
"Maiq has heard the people of Skyrim are better looking than the people of Cyrodiil. Maiq has no opinion on the matter. All people are beautiful to him."
  12.02.2013, 15:27
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  • Skelett
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Ich brauche immer einen Austauschpartner.
In der 7./8. Klasse war das meine beste Freundin. Was sprühten damals die Ideen!
Nur dass ich da nicht wirklich strukturiert schreiben konnte und denmach nicht nur einen roten Faden, sondern ein buntes Wollknäuel hatte.
Aber ne tolle Zeit wars!
Unterricht kann man in der Zeit viel besser nutzen indem man einfach da weiterschreibt. :ugly:
Schade, dass das in der Berufsschule so nicht geht.
Nur allein um zum Schreiben zu kommen würde ich ja vielleicht nochmal studieren gehen! :D :D :ugly:
Conny-Tessa
  12.02.2013, 15:34
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  • Reisender
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Also zunächst einmal finde ich es mutig von dir, dass du dich an ein Fantasyroman heran wagst. Hier meine Einschätzung:

Zitat
Zu Beginn des dritten Zeitalters entbrennt auf dem Kontinent Kotona ein über zweihundertjähriger Krieg zwischen Protestanten und Tempel. Der Tempel, der viele Rückschläge einstecken muss, zieht sich dabei immer weiter in Richtung Norden zurück und ist im Begriff, endgültig zu verlieren. Es wird eine große Mauer quer durch den Kontinent gebaut, um sich vor den Protestanten zu schützen. Doch insgeheim schmiedet man im Hochtempel bereits einen finsteren Plan, um doch noch die entscheidende Wende herbeizuführen...

Das mit dem dritten Zeitalter ist gut (alle guten Dinge sind drei). Ebenfalls gefällt mir der Name des Kontinents, allerdings solltest du bedenken, dass man im ersten Teil eines Fantasyromans, auch zumindest das Thema: "Welt auf der das Spielt" angeschnitten haben sollte. Allerdings wurde ich den Teil mit der Mauer weglassen. Der kommt nicht so gut. George R.R. Martin hat das Setting Mauer schon zu sehr ausgeschlachtet, als das es jemand nocheinmal verwenden könnte. Das wirkt sonst altbacken. Auch The Elder Scrolls III Morrowind wählt dieses Setting (auch wenn das ein Spiel und kein Roman ist). Allerdings wird dort niemand aus- sondern eingeschlossen. Jedenfalls würde ich dem Thema Mauer nicht sofort am Anfang einbauen. Du kannst es ja in späteren Teilen thematisieren.

Zitat
Alia ist ein junges Mädchen in einem kleinen Dorf nahe der großen Mauer, welche zu dieser Zeit noch nicht fertig ist. Eines Tages schleicht sie sich mit Freunden aus dem Dorf und findet eine Inabi, eine legendäre Meisterkriegerin, schwer verletzt vor. Sie bringen sie in ihr Dorf, doch es steht nicht gut um sie. Die Inabi bittet Alia, ihr Reittier Tenzo zu finden. Tenzo ist ein Kishune, ein legendäres Fabelwesen. Die Kishuni gelten inzwischen als ausgestorben; und viele glauben, sie hätten nie wirklich existiert. Sie haben die Statur von Pferden, sehen aber mehr aus wie geflügelte Füchse.

Der Einfluss aus der japanischen Mythologie ist hingegen das Highlight in diesem Roman. Es verleiht dem ganzen die gewisse Würze und Exotik, die man braucht um den Fehler zu vermeiden, den wir bei Oblivion (das 0815 Fantasyland schlechthin) beobachten mussten. Es wäre vom Lore ja auch nicht anders gegangen, also was soll's. Die asiatischen Namen sind schön, auch wenn ich bei dem Namen "Tenzo" für ein Reittier nicht richtig warm werden will. Tenzo ist ein buddistischer Ehrentitel für die Tempelleitung (sowas wie ein Abt) und klingt von der Phonetik her etwas zu gewaltig, um dafür ein blöden Gaul zu betiteln.

Zitat
Mit drei anderen Jugendlichen zieht Alia los, um Tenzos Spur aufzunehmen. Dabei müssen sie trotz ihrer so unterschiedlichen Charaktere lernen, einander zu vertrauen und zusammenzuhalten. Gemeinsam müssen sie viele Abenteuer bestehen und sich weit in das feindliche Gebiet der Protestanten im Süden vorwagen.

Eine Vierergruppe ist ok, nichts besonderes, aber etwas besseres wäre mir auch nicht eingefallen, da eine Pärchen zu wenig wäre und eine Dreiergruppe seit Harry Potter mit Harry, Ron, Hermione und teilweise auch Herr der Ringe mit Frodo, Sam und Schäuble (sorry aber die Spitze konnte ich mir nicht verkneifen). Ansonsten musst du halt entscheiden, ob dein Roman mehr in Richtung Entwicklungsroman oder Abentheuerroman gehen soll. Aus dem Kontext konnte ich zumindest diese zwei ausmachen.

Zitat
Erst nach und nach begreift sie, welche Bedeutung der Kishune für alle Kriegsparteien hat, dass es in diesem Krieg keine Guten, keine Bösen und keine echten Sieger gibt, und welche Rolle ihr selbst dabei zukommen wird, von der ihre Freunde nichts wissen dürfen.

Gut der Fuß ist etwas platt. Ich denke mal, dass es in keinem Krieg echte Sieger gibt, nicht nur in diesem. Außerdem musst du hier aufpassen, dass du dich nicht verhaspelst. Ist das Fuchsmonster der Mainchar oder diese Alia? Wie ist die Beziehung der Beiden zu einander? Stellt das Biest etwa nur die Motivation für Alia dar, in dieses Abenteuer zu ziehen? Wo habe ich die Kappe für meinen USB Stick hingelegt? Das sind alles kosmische Fragen, die du entweder im Laufe oder am Anfang deines Romans beantworten solltest.

Das Wichtigste und zugleich das schwerste beim Verfassen eines komerziell erfolgreichen Romans ist der Schreibstil des Autoren. Der sollte gut sein, sonst kannst du nicht jeden Leser erreichen.
  12.02.2013, 16:04
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  • Zenturio
    • Legion
Zu Beginn des dritten Zeitalters entbrennt auf dem Kontinent Kotona ein über zweihundertjähriger Krieg zwischen Protestanten und Tempel. Der Tempel, der viele Rückschläge einstecken muss, zieht sich dabei immer weiter in Richtung Norden zurück und ist im Begriff, endgültig zu verlieren. Es wird eine große Mauer quer durch den Kontinent gebaut, um sich vor den Protestanten zu schützen. Doch insgeheim schmiedet man im Hochtempel bereits einen finsteren Plan, um doch noch die entscheidende Wende herbeizuführen...

Da würde ich überlegen diesen Absatz komplett weg zu lassen oder teilweise in den letzten ein zu bauen. Mir persönlich wären das schon zu viele Informationen. Als ich das gelesen habe ist mir das in den Sinn gekommen:
drittes Zeitalter?
zweihundertjähriger Krieg?
Protestanten?
Tempel?

Viele Fragezeichen, viele Zahlen. Also für mich sind das für den Anfang zu viele Informationen, dass würde mich fast schon abschrecken.
Das Problem ist auch was man mit den Begriffen assoziiert, da denkt man schnell mal: "Och nicht die alte Leier, wie abgelutscht ist das denn?"
So ging es mir anfangs mit Das Lied von Eis und Feuer nur um mal ein Beispiel zu nehmen, dass hätte ich fast nicht gelesen weil ich gehört habe das dort Drachen vorkommen (eigentlich überhaupt nicht mein Ding). Tja und nun habe ich alle zehn Bände durch und warte gespannt auf den nächsten.
Manchmal ist weniger einfach mehr würde ich behaupten.

Die Sache mit dem "abgehackt" würde ja auch schon erwähnt.
Ansonsten gefällt mir das ganz gut. Ich wünsche dir jedenfalls alles gute mit deinem Buch.

Edit:
Wenn du willst, darfst du gerne Probelesen, sobald ich was halbwegs korrigiertes fertig habe. :)

Du solltest dir aber im Klaren sein, was das heißt: Ein nicht vollständig korrigiertes und lektoriertes Werk zu lesen ist nicht jedermanns Sache (auch nicht jederfraus). Besonders wenn man immer nur Häppchen vorgesetzt kriegt und dann wieder warten muss...
Also wenn noch mehr Feedback brauchst stehe auch ich dir gerne zu Verfügung. Ich wollte schon immer mal Lektor spielen. :lachen: :P
« Letzte Änderung: 12.02.2013, 18:47 von Boby »
In life, I have no religion,
Beside, the heavy metal Gods!
  12.02.2013, 18:04
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  • Abenteurer
    • Neuling
Viel zu viele Infos für den Klappentext- dies war mein erster Gedanke dazu.

Mich persönlich spricht der Inhalt auch nicht an, aber wären da weniger Infos im Klappentext hätt ich das Buch vielleicht gekauft und es hätt mir vielleicht sogar gefallen. So wie es jetzt ist denke ich nur: Uninteressantes Thema, iwas in Richtung Berliner Mauer, Frauenkriegerinnen?? Nichts für mich und zurück ins Bücherregal.

Ich hoffe du kannst dem etwas konstruktives Entnehmen Hanrok, ich wollte dich keineswegs beleidigen!
  12.02.2013, 21:37
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  • Youtube: The Elder Akatosh


  • Protektor
    • Kriegergilde
Finde mich in der "Buch-Kritik"-Szene nicht zurecht, daher ist meine Einschätzung reine subjektive Konsumentensicht:

Interessantes Thema, verlockendes Setting. Müsste das Ganze anlesen (ein Hoch auf Hugendubel!), um zu entscheiden, grds. für einen Kauf interessant, sofern es nicht mehr als 20 € kostet (Hardcover versteht sich).
"Wer immer nur das tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist."
Dr. Reinhard K. Sprenger (*1953)
  12.02.2013, 21:57
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  • Späher
    • Klingen
Auch ein paar Punkte von mir:

1. Darüber hatte ich neulich auch eine Diskussion mit einer hier nicht näher betitelten Person, die auch an einem Roman arbeitet: Namen und Bezeichnungen (im Diskussionsfall ging es um Liedgut und Namen)die es in der realen Welt auch gibt.
Ich persönlich würde dir von der Bezeichnung "Protestanten" abraten. Schlicht, weil der Name einer echten Religionsgemeinschaft nicht nur falsche Assoziationen hervorrufen, sondern auch ungewollte Interpretationen heraufbeschwören kann. (z.B. im Buch sind die Protestanten böse-> du bist ein Erzkatholik!) Mach doch "Protestaten" draus, wenn Anlehnung gewollt ist. Auch wirkt es besser, wenn an wirkliche Dinge angelehnte Personen/ Gemeinschaften usw. nicht auch im Namen Ähnlichkeit aufweisen. Dies erzeugt ein dichteres Bild einer eigenständigen Welt und der geneigte Leser wird die Parallelen auch so bemerken und sagen:" Ach schau mal, diese ... sind doch wohl die ... von Kotona"

2. Irgendwie klingt der "Klappentext" so ein bisschen nach "Manga-Einhorn-Magie" Das kann daher kommen, dass der geflügelte Fuchs mit Asiatischem Namen hier nicht weiter beschrieben wird, aber ohne die Erläuterung seiner Ersthaftigkeit und "Nichtkuscheligkeit" wirkt das eher abschreckend auf mich! Ebenso wie die doppelte Verwendung des Wortes "Legendär".

3. Auch gebe ich den Anderen Recht: Zu viel Infos im "Klappentext".

4. Ich kenne den Stil des Buches jetzt nicht, aber ich persönlich bin immer ein Freund von eher... kreativen, neuartigen Szenarien. Also besser als ein Flickenteppich aus übernommenen Anregungen ist eine eigene Welt, mit vom Autor freiwillig betonten "Abguckereien" die aber sauber integriert sind und auch (z.B. durch Symbolische Bedeutung) gerechtfertigt erscheinen.

5. Wie ist die Erzählperspektive im Buch? Wie ist der Stil? Werden im Buch auch Wendungen wie "Rückschläge einstecken" verwendet?

Ich weiß, dass war jetzt etwas durcheinander, aber vlt. konnte ich einen Eindruck vermitteln, was mir wichtig wäre/ worüber du vlt. noch Auskunft geben könntest, bevor hier geurteilt wird. Nett wäre natürlich eine Leseprobe hier im Forum. Dann könnte ich dir ganz sicher sagen, was ich von dem Buch halte.

MfG

Lares
Ich rufe in diesen Kreis, um sich dem Streit zu stellen:
Den, der zwischen Licht und Dunkelheit wandert.
Den, der Gerechtigkeit von Recht scheidet.
Den, der immer Schlichter und Richter ist.
Ich rufe den Goldenen Avatar!
  12.02.2013, 22:26
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  • Gräfin
    • Adel
Ich persönlich würde dir von der Bezeichnung "Protestanten" abraten. Schlicht, weil der Name einer echten Religionsgemeinschaft nicht nur falsche Assoziationen hervorrufen, sondern auch ungewollte Interpretationen heraufbeschwören kann. (z.B. im Buch sind die Protestanten böse-> du bist ein Erzkatholik!) Mach doch "Protestaten" draus, wenn Anlehnung gewollt ist.
Stimmt das hatte ich vergessen, das wollte ich auch ansprechen.
"Protestanten" würde ich definitiv nicht nehmen, aus zwei Gründen:
1. Das hat Lares schon angesprochen: Viel zu viele Menschen könnten sich dadurch auf den Schlips getreten fühlen, gerade wenn sie als "die Bösen" auftreten. Du kannst sie ja anders nennen, das Prinzip der "Protestanten" kann dadurch ja trotzdem erhalten bleiben (ich denke mir, dass es hier auch um eine religiöse Gruppe geht, die sich abgespalten hat von der "alten" Religion, also den Tempeln?). Ist schließlich nichts ungewöhnlcihes bei religiösen Gruppieren, dass sich da immer wieder eine Gruppe abspaltet.
2. "Protestanten" klingt zu sehr nach Realität, unserer Welt etc. Es ist irritierend, wenn man von einem Fantasykontinent hört und dann plötzlich die Protestanten der "Erde" auftreten. Vielleicht könntest du etwas ähnlich Prägnantes nehmen, was darauf hinweist, dass sie - wie die Protestanten - eine Abspaltung der "alten Religion" bilden.


“Never apologize for being nerdy, because unnerdy people never apologize for being assholes.”
- John Barrowman -
  13.02.2013, 15:31
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  • Skelett-Krieger
    • Untot
Ich danke euch nochmals für eure Meinungen, die positiven wie die negativen. Auch "Nicht so mein Ding" ist eine legitime Aussage, darum habe ich es ja als Option aufgenommen.
Zielgruppe für das Buch sind Jugendliche im Alter von 12-16 Jahren. Da viele hier schon älter sind, überrascht es mich nicht, wenn die Story nicht jeden anspricht.

Ich habe den obigen Text aufgrund eurer Kommentare nochmal abgeändert. Bezüglich der Begrifflichkeiten müsst ihr bedenken, dass dies eine möglichst leicht verdauliche Zusammenfassung für jemanden sein soll, der das Werk und das Universum, in dem es spielt, nicht kennt. Natürlich heißen die Protestanten in dem Buch nicht Protestanten, sondern es gibt einen festen Begriff dafür. Die Gruppierung hat nichts mit dem Evangelium zu tun, sie hat ihre eigene Geschichte und verfolgt ihre eigenen Ziele und das wird in dem Buch auch von vornherein ziemlich klar. Diese Erklärungen hätte ich aber nicht in den obigen Text quetschen können. Unter diesem Wort können sich Außenstehende am ehesten etwas vorstellen, darum habe ich es dort verwendet.

Bezüglich Veröffentlichung eines Probekapitels: Ich habe mich lange und intensiv mit diesem Thema beschäftigt und auch Ratschläge von Lektoren und Agenturen eingeholt. Es wird grundsätzlich davon abgeraten, auch nur Auszüge aus Werken in Foren oder Blogs zu posten, wenn man mit dem Werk eine Veröffentlichung anstrebt. Die Verlage handhaben solche Dinge zwar recht unterschiedlich; manche tolerieren Leseproben im Rahmen von Textauszügen oder einem Kapitel, für andere gilt das Manuskript bereits als verbrannt, wenn nur eine Seite davon irgendwo auftaucht.

Punkt ist, dass es als Nachwuchsschreiber mit einem Erstlingswerk ohnehin schon schwer genug ist, einen Verlag zu finden. Eine Veröffentlichung im Internet kann die Chancen nochmals nachhaltig beeinträchtigen. Ihr müsst bedenken, dass das Forum hier auch unangemeldet jeder lesen kann. Öffentlicher geht's eigentlich kaum.

Ich schicke aber jedem gern eine Leseprobe des "vorläufig" ersten Kapitels zu, der mir eine PN mit einer Email-Adresse schickt. "Vorläufig" deshalb, weil es durchaus sein kann, dass ich das Kapitel noch massiv umschreiben werde, oder es weiter nach hinten schiebe. Ich bin noch am Überlegen, mit der Geschichte etwas früher einzusteigen.
« Letzte Änderung: 13.02.2013, 16:30 von Hanrok »
"Maiq has heard the people of Skyrim are better looking than the people of Cyrodiil. Maiq has no opinion on the matter. All people are beautiful to him."
  13.02.2013, 16:27
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  • Gräfin
    • Adel
Nein, ich würde auch kein Probekapitel veröffentlichen. Ich strebe ja den Lektoratsberuf an (wenn ich dann mit dem Studium fertig bin), und ich glaube auch, dass es wirklich schwierig werden könnte, dann einen Verlag zu finden.

Was deine Erklärung der "Protestanten" angeht ... wenn sie im Buch natürlich nicht so heißen, sehe ich da kein Problem mehr :) Vielleicht könntest du etwas in der folgenden Art schreiben: "eine abgespaltene Gruppierung" o.ä.? Also jetzt hier, in der Beschreibung ...


Die Umfrage sehe ich btw jetzt erst :D


“Never apologize for being nerdy, because unnerdy people never apologize for being assholes.”
- John Barrowman -
  13.02.2013, 16:55
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  • Skelett
    • Untot
Natürlich heißen die Protestanten in dem Buch nicht Protestanten,

An dieser Stelle habe ich erstmal nicht weitergelesen, sondern den Zitier-Button gedrückt. Ich möchte folgendes sagen:
Pfui!!

Ich habe es immer, immer immer immer, gehasst wenn im Klappentext Dinge standen, die so nicht im Buch vorkommen. Ich säße vor dem Buch und würde auf den Begriff "Protestanten" warten. Käme er dann nicht oder anders; ich würde mich jedes Mal beim Lesen des Klappentextes ärgern.
Man kann es auch einer jungen Leserschaft zutrauen, wenn sie das Wort "Abtrünnige" o.ä. nicht kennen. Man muss ihnen das nicht mundgerecht mit einem "bekannteren" Begriff servieren. Wer Fantasy liest sollte des Denkens mächtig sein. ;)
« Letzte Änderung: 13.02.2013, 18:10 von LadyContessa »
Conny-Tessa
  13.02.2013, 18:05
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