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Thema: Nordkorea kündigt Nichtangriffspakt mit Südkorea  (Gelesen 3721 mal)

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Als Antwort auf die Sanktionen des Uno-Sicherheitsrats hat Nord-Korea einseitig seinen Nichtangriffspakt mit Südkorea gekündigt.

Was haltet ihr davon? Ist das bloß politisches Säbelrasseln, oder ist Kim Jong Un ein größenwahnsinniger Tyrann, der selbst vor dem Einsatz von Atomwaffen nicht zurückschrecken würde?

Südkorea steht unter dem Schutz der USA, es wurde unter George W. Bush in die Liste der MNNA (wichtiger Nicht-NATO-verbündeter) aufgenommen.

Wenn die da auch nur eine Rakete hinschicken, könnte das richtig, richtig häßlich werden.
« Letzte Änderung: 08.03.2013, 09:01 von Hanrok »
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  08.03.2013, 08:57
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Ich bin mir nicht sicher, was ich davon halten soll. Das Nordkorea dem Süden und den USA droht und mit Atomtests und Militärmanövern provoziert, ist seit Jahrzehnten Gang und Gäbe, und bislang ist nichts passiert. Allerdings hat Nordkorea inzwischen einen neuen Diktator, der schwierig einzuschätzen ist. Erst öffnet er sein Land ein wenig für Familienangehörige und ausländische Journalisten, dann provoziert er mit Atomtests und hebt den Nichtangriffspakt auf.

Die USA hingegen behaupten, die nordkoreanischen Raketen wären technisch garnicht in der Lage, Ziele in den USA zu treffen (wobei vermutlich Alaska ausgenommen ist, denn das ist garnicht so weit weg von Nordkorea). Und selbst wenn, wären die USA in der Lage, sämtliche Angriffe abzuwehren, was ich ihnen durchaus zutraue. Es gibt wenige Staaten, die sich aus Angst vor Raketenangriffen derart mit Raketenabwehrmitteln eingeigelt haben, wie die USA.

Was ich viel mehr glaube, was mit  "Weil die USA einen Atomkrieg entfachen wollen, werden wir unser Recht auf einen nuklearen Präventivschlag gegen das Hauptquartier der Aggressoren wahrnehmen" gemeint ist, sind US-Stützpunkte, das US-Hauptquartier, in Südkorea. Überhaupt denke ich, das Südkorea viel akuter bedroht ist, als das US-Festland. Immerhin hat Nordkorea dem Süden oft genug mit Vernichtung gedroht. Allerdings dürften die USA auch in Südkorea einen Raketenabwehrgürtel eingerichtet haben.

Angenommen, Nordkorea bricht tatsächlich einen Krieg von Zaun, ist alleine die Kluft der Waffentechnik größer, als Anfang des 2. WK, als Hitler Polen überfallen hat, das technisch noch auf dem Stand des 1. WK war. Während Nordkorea vor Kurzem den z.Z. modernsten Kampfpanzer der Welt vorgestellt hat, hat Nordkorea alte sowjetische und chinesische Panzer, die einem modernen Kampfpanzer völlig unterlegen sind. Während Südkorea eine der modernst ausgerüsteten Armeen hat, ist Nordkorea auf dem Stand des kalten Krieges, Probleme mit Ersatzteilen und Verschleiß dürfe der Einsatzbereitschaft der Waffen nicht gerade zugute kommen.

Allerdings könnte die KVA Schätzungen zufolge 1,2 Mio aktive Soldaten in den Krieg schicken, plus 4,7 Mio Reservisten. Verglichen damit ist die Südkoreanische Armee nur knapp 685.000 Mann stark. Dazu kommt, das die Soldaten der KVA indoktriniert werden, bis aufs Blut zu kämpfen. Sowas hat sich bereits in der Vergangenheit als große Gefahr für regulär kämpfende Einheiten herausgestellt. Dazu kommt, das die KVA einen ungewöhnlich großen Anteil an Artillerie besitzt, sei es Rohr- oder Raketenartillerie, bis hin zu Mörsern und Granatwerfern, mit denen gerade Infanterie einer erheblichen Bedrohung ausgesetzt ist, dazu kommt noch die Wirkung auf die Psyche. Nichts desto trotz kann Nordkorea einen Krieg gegen Südkorea und die USA nicht gewinnen. Russland und China würden einen neuen kalten Krieg riskieren, würden sie Nordkorea offen unterstützen.

Bleibt die Bedrohung durch nordkoreanische Atomwaffen. Ich kann mir gut vorstellen, das man in Nordkorea nicht davor zurück schreckt, Atomwaffen auf eigenem Terrorismus einzusetzen, um feindliche Verbände zu zerschlagen. Die Folgen eines solchen Einsatzes sind völlig unvorhersehbar. Um ihre Bodentruppen zu schützen, könnten die USA ihrerseits zu Atomwaffen greifen, was ich angesichts der momentanen politischen Lage zwar für Unwahrscheinlich halte, doch es gibt genug Spinner in den USA, die einen Atomschlag gegen Nordkorea erzwingen könnten. Ebenfalls könnten Russland und China sich derart bedroht fühlen, das sie ihrerseits Atomwaffen einsetzen, um den Krieg zu beenden, oder selbst mit regulären Truppen in den Krieg eingreifen, was wiederum unvorhersehbare Folgen hätte, denn seit dem 2. WK waren zu keiner Zeit amerikanische, russische und chinesische Truppen Verbündete.


Ich denke, das Kim Jong Un trotz aller Tyrannei weiß, das Nordkorea aus einem solchen Krieg als Verlierer hervor ginge, und das er selbst diesen nicht überleben würde. Entweder durch Navy Seals wie Osama Bin Laden, einen Schauprozess mit anschließender Hinrichtung wie Saddam Hussein, oder Selbstmord wie Hitler.
Wenn Russland und China still halten, würde Nordkorea vermutlich mit dem Süden wiedervereint. Tun sie das nicht, kann daraus leicht ein dritter Weltkrieg entstehen, und in allen drei Ländern gibt es Kräfte, denen das nur recht wäre.
Aber wenn Kim Jong Un kein kompletter Vollidiot ist, bleibt es beim Säbelrasseln.
  08.03.2013, 09:56
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Ich denke, dass das über die "gewöhnlichen Sticheleien" nicht hinausgeht.

Schon gar nicht im Sinne von Atomkrieg. Auch wenn man Kim Jong-Un noch nicht recht einschätzen kann, denke ich, dass vor allem China noch ausreichend Einfluss auf den kleinen Nachbarn ausüben kann, um ihn vor dieser Dummheit zu bewahren, schon im ureigenen Interesse (Chinas wie Nordkoreas). China wird einen Atomkrieg an seiner Ostgrenze nicht zulassen, und der wäre so unwahrscheinlich nicht, falls Kim seine Drohung wahr machen würde. Das sieht man ja bereits daran, dass China die neuerliche Resolution mitgetragen hatte. Ich denke, das kann man als Wink in Richtung Nordkorea verstehen. Ich hoffe es zumindest.

Die Rolle Russlands ist fraglich. Ich weiß nicht, wie es um ihr Verhältnis zu China bestellt ist, aber im Zweifel würde sich Russland vermutlich aus dem Ganzen raushalten, denke ich. Sie würden weder die offene Konfrontation zu China noch die zu den USA suchen. Dafür gibt es m. E. jedenfalls in dieser Situation überhaupt keinen ersichtlichen Grund.
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  08.03.2013, 10:23
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Ich werte das als Säbelrasseln.
Nordkorea ist auf die Unterstützung von China und Russland angewiesen und China billigt das nicht so ganz. Russland hält sich öffentlich auch zurück.
China ist für Welt die wichtigste Werkbank und Handelspartner und kann es sich nicht erlauben kriegerisch mit Südkorea und dem Westen invoviert zu werden.

Das Atomwaffen eingesetzt werden halte ich für noch unwahrscheinlicher, die koreanische Halbinsel ist nicht groß und Nordkorea würde durchaus auch Schaden nehmen wenn man allein in Südkorea ein oder mehere Atombomben zündet.

Und letztenendes haben China und Russland mit Nordkoreas Vorstoß nichts zu gewinnen.
"Ihr lacht über mich, weil ich anders bin? Ich lache über euch, weil ihr alle gleich seid!"
"Einen Staat, der mit der Erklärung, er wolle Straftaten verhindern, seine Bürger ständig überwacht, kann man als Polizeistaat bezeichnen." Ernst Benda (ehem. Präsident Bverfg)
  08.03.2013, 11:37
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die koreanische Halbinsel ist nicht groß und Nordkorea würde durchaus auch Schaden nehmen wenn man allein in Südkorea ein oder mehere Atombomben zündet.

Ich würde dir da zustimmen, wenn die Nordkoreaner nicht verrückt genug wären, im eigenen Land unterirdische Atombombentests durchzuführen.
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  08.03.2013, 12:17
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Ich denke auch, das der taktische Einsatz von Atomwaffen im eigenen Land Nordkorea zuzutrauen wäre, um feindliche Verbände zu zerschlagen. Unter anderem auch, weil kaum eine Nordkoreanische Atomrakete irgendein Ziel im Ausland erreichen könnte, ohne von amerikanischen Abwehrsysteme zerstört zu werden, es die in Nordkorea aber nicht gibt.
  08.03.2013, 12:22
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Nordkorea könnte es nichtmal auf einen konventionellen Krieg ankommen lassen, da sie ja nichtmal in Friedenszeiten ihre Armee richtig ernähren können. Wie soll das dann erst in Kriegszeiten zu schaffen sein?
  08.03.2013, 15:51
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Solche Feinheiten wie Nahrung sind für nordkoreanische Diktatoren noch nie wichtig gewesen.
  08.03.2013, 15:57
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Solche Feinheiten wie Nahrung sind für nordkoreanische Diktatoren noch nie wichtig gewesen.

Das ist wohl wahr, aber eine Armee marschiert mit dem Magen.
  08.03.2013, 18:59
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Nordkorea könnte es nichtmal auf einen konventionellen Krieg ankommen lassen, da sie ja nichtmal in Friedenszeiten ihre Armee richtig ernähren können. Wie soll das dann erst in Kriegszeiten zu schaffen sein?

Armee ist denke ich falsch gewählt, man sollte dies durch das Wörtchen "Volk" ersetzen.
Es wird keine Überraschung sein das in Nordkorea so viele in der Armee sind, dort wird die Versorgung auf jedenfall besser sein als fürs einfache Volk.
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  09.03.2013, 12:57
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Ah diese Verrückten. Die haben im Koreakrieg '52 doch schonmal 25% ihrer Gesamtbevölkerung und fast ihre gesamten Städte verloren. Trotzdem nichts gelernt? Ich versteh das nicht. Mein erster (eher idealistisch geprägter) Gedanke ist es die Bevölkerung doch endlich von dieser Tyrannei zu befreien und mit ein paar Spezialtruppen oder Drohnen gezielt die Führung auszuschalten. Wegen mir auch gleich ganze Clans. In dem Land lebt immernoch an riesiger Anteil an Menschen (glaube knapp bei 1 Million) in KZ-ähnlichen Lagern. Das muss man sich mal geben.
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  09.03.2013, 13:58
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@Thunderbird: Du hast wohl gestern auch die Roportage auf ZDFInfo gesehen? Oder woher weißt du das mit dem Koreakrieg.
Möglich währe es vielleicht schon, die Führungsriege auszuschalten. Das müsste dann wohl wieder mit UN-Mandat geschehen. Nur wer soll das machen? Obama hat bestimmt keine Lust, und auch in Europa wiürde sich niemand finden. Und das würde die Zustimmung von China voraussetzen. Was ich trotz des Mittragens der jetzigen Sanktionen nicht glaube. Zudem die Frage, was macht man dann? Mann müsste das Land unter ein Protektorat der UN stellen, Und freie Wahlen direkt vor ihrer Haustür wird Peking auch nicht unbedingt begrüßen. Eine Wiedervereinigung mit dem Norden würde im Süden wohl auch nicht viele Freunde finden. Das währe so ähnlich wie in Deutschland, nur dass die Unterschiede in Wirtschaft und Lebensstandart um ein vielfaches größer sein dürften.

Zum Thema Krieg und Versorgung der Armee; Klar mögen die nordkoreanischen Soldaten schlecht versorgt sein. Aber so weit ich weiß sind sie eine Milion an der Zahl, und Seoul ist nur 50 Kilometer von der Demarkationslinie entfernt. Ich fürchte bis dahin würden sie alles überrennen. Selbst wenn sie später gestoppt und/oder zurückgedrängt würden.
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  09.03.2013, 15:44
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Die Führungsriege auszuschalten oder zu ersetzen wird allein nicht helfen. Mit solch einer Rechnung macht man es sich zu einfach denn die Bevölkerung muss auch wollen und mitspielen wollen.
Ich glaube es wird nach hinten losgehen wenn nun per Spezialeinsatz die Führungsriege gekillt wird, die UN antanzt und dem Volk nach westlichen Vorstellungen Wahlen aufdrückt und eine dem Westen über aufgeschlossenere Führungskraft/Technokraten als Präsidenten installiert.
Übrigens nach internationalem Recht muss solch ein Spezialeinsatz legitimiert sein in den Luftraum eines Landes einzudrängen und gezielt Personen auszuschalten. Die USA erlaubt sich mit Ihren Drohneneinsätzen in Pakistan, Oman & co ohnehin viel zu viel.
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  09.03.2013, 18:18
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Ah diese Verrückten. Die haben im Koreakrieg '52 doch schonmal 25% ihrer Gesamtbevölkerung und fast ihre gesamten Städte verloren. Trotzdem nichts gelernt? Ich versteh das nicht.

Naja, das Unrechtsregime der SED ist auch noch nicht so lange her und heute sitzt diese Partei nach zwei Namensänderungen im Bundestag ist wäre sogar koalitionsfähig. Menschen vergessen schnell.

Und wenn du Menschen von Tyrannen befreien willst - dann sollte das zuerst von innen, von dem Volk selbst kommen, und dann unterstützt werden. Von außen wird das empfunden wie ein Agressor.
  09.03.2013, 19:44
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Ich glaube nicht, dass sich Sorgen wegen einem konventionellen Krieg gemacht werden muss. Die Mannstärke wird zwar mit 1,2 Millionen angegeben, doch was nützt diese Zahl? Das ist Kanonenfutter gegen den westlichen Hightech Japan, Südkorea und Amerika. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es noch einmal Frontenkriege geben wird, Stichwort asymmetrische Kriegführung. Von daher müsste Kim schon tief in die Trickkiste greifen, um im Falle eines Krieges Erfolge zu verzeichnen. Sieht schon nach Verzweiflung um Stabilität des Regimes nach innen aus, wenn ein Nichtangriffspakt gekündigt wird, vor allem, da mittlerweile von China aus massiv Konsumgüter nach Nordkorea geschmuggelt/eingeführt werden. Und ja, eine Atombombe kann er _vielleicht_ werfen, als "prächtigen" Abgang wie der Nerobefehl.
  10.03.2013, 02:25
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Ich denke nicht, das die UN jemals die gezielte Tötung einer Regierung beauftragen würde. Sämtliche Staaten, in denen Hinrichtungen verboten sind, müssten dagegen Veto einlegen, um nicht mit ihrem eigenen Recht und ihrer Bevölkerung zu kollidieren. Und mit Frankreich und GB sind das schon zwei. Die UN könnte allenfalls anordnen, die Regierung festzunehmen. Doch die gesamte nordkoreanische Bevölkerung ist indoktriniert. Manche mehr, manche weniger, manche aktiv, wie die Armee, manche passiv durch Propaganda, und dadurch, das sie nichts anderes kennen. Wie sonst kommen Kinder dazu, ihre Eltern an die Behörden zu verraten, weil die sich kritisch über den Staat geäußert haben?

1,2 Millionen ist die Zahl aktiver Soldaten. Dazu kommen 4,7 Millionen Reservisten. Macht 5,9 Millionen Soldaten, die mobilisiert werden könnten. Dem gegenüber stehen ca. 700.000 Südkoreanische und Amerikanische (dort stationierte) Soldaten. Man erinnere sich mal an das Kräfteverhältnis in Stalingrad. Trotz bester Ausrüstung musste sich die Wehrmacht letzten Endes den Millionen schlecht ausgerüsteter russischer Soldaten ergeben. Und nur wenige Hundert haben die Gefangenschaft überlebt. In Korea könnte das gleiche passieren. Denn die USA mögen Streitkräfte in Südkorea und in der Umgebung haben. Die reichen aber kaum aus, einen breiten Blitzangriff der Nordkoreanischen Armee aufzuhalten.
Diese Armee ist übrigens konventionell aufgestellt. Wenn es Krieg gibt, dann würde ich auf einen konventionellen Krieg tippen.

Und Japan darf laut seiner eigenen Verfassung eigentlich garkeine Armee haben. Die Armee, die sie haben existiert aufgrund einer besonderen Interpretation dieses Gesetzes, und darf nur zur Verteidigung eingesetzt werden. Das legt schon der Name Self Defense Forces nahe. Das sie bereits an einigen Auslandseinsätzen beteiligt war, wird teils sehr kritisch gesehen.
  11.03.2013, 10:26
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Ich denke nicht, das die UN jemals die gezielte Tötung einer Regierung beauftragen würde. Sämtliche Staaten, in denen Hinrichtungen verboten sind, müssten dagegen Veto einlegen, um nicht mit ihrem eigenen Recht und ihrer Bevölkerung zu kollidieren. Und mit Frankreich und GB sind das schon zwei. Die UN könnte allenfalls anordnen, die Regierung festzunehmen. Doch die gesamte nordkoreanische Bevölkerung ist indoktriniert. Manche mehr, manche weniger, manche aktiv, wie die Armee, manche passiv durch Propaganda, und dadurch, das sie nichts anderes kennen. Wie sonst kommen Kinder dazu, ihre Eltern an die Behörden zu verraten, weil die sich kritisch über den Staat geäußert haben?

1,2 Millionen ist die Zahl aktiver Soldaten. Dazu kommen 4,7 Millionen Reservisten. Macht 5,9 Millionen Soldaten, die mobilisiert werden könnten. Dem gegenüber stehen ca. 700.000 Südkoreanische und Amerikanische (dort stationierte) Soldaten. Man erinnere sich mal an das Kräfteverhältnis in Stalingrad. Trotz bester Ausrüstung musste sich die Wehrmacht letzten Endes den Millionen schlecht ausgerüsteter russischer Soldaten ergeben. Und nur wenige Hundert haben die Gefangenschaft überlebt. In Korea könnte das gleiche passieren. Denn die USA mögen Streitkräfte in Südkorea und in der Umgebung haben. Die reichen aber kaum aus, einen breiten Blitzangriff der Nordkoreanischen Armee aufzuhalten.
Diese Armee ist übrigens konventionell aufgestellt. Wenn es Krieg gibt, dann würde ich auf einen konventionellen Krieg tippen.

Und Japan darf laut seiner eigenen Verfassung eigentlich garkeine Armee haben. Die Armee, die sie haben existiert aufgrund einer besonderen Interpretation dieses Gesetzes, und darf nur zur Verteidigung eingesetzt werden. Das legt schon der Name Self Defense Forces nahe. Das sie bereits an einigen Auslandseinsätzen beteiligt war, wird teils sehr kritisch gesehen.

Mal davon abgesehen dass ich deinem 1. Absatz voll zustimme:
Wenn du die Situation schon mit bereits vergangenen Kriegen vergleichen willst, dann müsstests du das mit dem 1. & 2. Golfkrieg vergleichen. Auch wenn ich die Zahlen jetzt nicht im Kopf habe, aber der Irak hatte die 2. größte Panzermacht der Welt...und wir wisen alles wie das ausgegangen ist. In Stalingrad war der technische Unterschied bei weitem nicht so gravierend.

Und zum letzten Absatz: Gleiches oder zumindest sehr ähnliches gilt für die Bundeswehr auch gelten...wenn es zu einem Krieg kommen sollte werden die GEsetze schon dementsprechend ausgelegt und/odererweitert...
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-Cicero
  11.03.2013, 18:01
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Ich habe gerade nicht vor Augen, was Japan damit zu tun hat. Vielleicht habe ich was nicht mitbekommen, also klärt mich mal bitte auf.

Länder wie der Irak besaßen vor allem sowjetische Panzer, gerne auch alte Fabrikate, die modernen Kampfpanzern in jeder Hinsicht unterlegen sind. Dazu kommen die üblichen Probleme sowjetischer Waffensysteme. Billige Materialien, schlechte Haltbarkeit, viele Ausfälle usw.

Man muss, wenn man Kriege vergleichen will, auch vergleichbare Beispiele nehmen. Nordkorea hat nicht die 2. größte Panzermacht der Welt. Warum der Irak damit gescheitert ist kann viele Gründe haben. Mangelnde Ausbildung der Besatzungen, technische Probleme, schlechte Versorgung, schlechte Planung, falsche Taktik, mangelnde Flugabwehr usw.
Das was Nordkorea hat, sind viele Soldaten und einen ungewöhnlich hohen Anteil an Artillerie. Von Langstrecken-Rohr- und Raketenartillerie, bis hin zu Mörsern und Granatwerfern.
  12.03.2013, 09:33
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@Badkapp: Einen kompletten Post zu zitieren, der zudem noch direkt über deinem steht, halte ich für unnötig. Inhaltlich stimme ich dir zu.
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  12.03.2013, 09:49
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Nun, um ehrlich zu sein, verstehen ich nicht ganz, welche Schlussfolgerung nun aus Badkapps 1. Absatz zu ziehen ist.
Das Japan in irgendeinen Konflikt aktiv eingreift, wenn es nicht angegriffen wird, darf glaube ich bezweifelt werden. Wozu auch?


Es gibt Neuigkeiten. Kim Jong Un hat einen Artilleriestützpunkt besucht, und dort damit gedroht, die Südkoreanische Insel Baengnyong, die vor der Küste Nordkoreas liegt, sei das erste Ziel, sollte es zum Krieg kommen.
  12.03.2013, 12:06
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