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Thema: Polit-Talk-Thread  (Gelesen 25847 mal)

  • Skelett
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Ich kann Grom verstehen - bei mir im Kopf macht es nach den ersten paar Wörten meist "Blubb", wenn ich solche Texte lese.
Irgendwie kann ich mich selten gut genug darauf konzentrieren um so konstruierte Finanzthemen zu verstehn. Und ja, es erscheint mir wirklich konstruiert! :)

Summa summarum klingt es für mich eh nach: Wir haben zu wenig Geld. Die Armen sowieso, der Mittelstand meist auch, die Reichen vielleicht nicht, aber unser Land sowieso. Und nun? Wir arbeiten schon, mehr kann man nicht machen, mh?
Vielleicht wäre es wirklich besser, für manche Sachen auch den Tausch wieder zur offiziellen Alternative zu machen. Aber das klappt dann ja auch nur wieder bedingt . Und dann dreht man sich im Kreise ... Manno. :(
Conny-Tessa
  12.02.2016, 09:02
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Wie es klingt kannst du entscheiden. Fakt ist aber, dass Staaten, Unternehmen und letztendlich auch Privatpersonen um Investitionen zu tätigen (Staaten: Infrastruktur, Armee, Soziales | Unternehmen: Neue Maschienen/Fabriken/Produkte | Privatpersonen: Eigenheim, Auto) sich meist Geld leihen müssen. Das Geld kriegen sie von (Zentral)Banken. Und wenn man das Geld bekommt und nach einem Jahr genausoviel zurückgeben muss (oder sogar noch weniger!) dann ist das natürlich ein riesiger Vorteil - im Gegensatz zu vor 2009, wo Staaten 2-3% und Privatpersonen bis zu 9% für Kredite ans Zins zahlen mussten.

Wenn man dann mit dem geliehenen Geld, Dank der getätigten Investition in z.B. eine neue Fabrik sogar noch höhere Gewinne einfährt hat man doppelt gewonnen.

Sorry aber noch einfacher kann ich es nicht formulieren >.<
« Letzte Änderung: 12.02.2016, 10:43 von Thunderbird »
Freedom is the freedom to say that two plus two make four. If that is granted, all else follows.
  12.02.2016, 10:38
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Summa summarum klingt es für mich eh nach: Wir haben zu wenig Geld. Die Armen sowieso, der Mittelstand meist auch, die Reichen vielleicht nicht, aber unser Land sowieso. Und nun? Wir arbeiten schon, mehr kann man nicht machen, mh?

Wir haben an sich nicht zuwenig Geld. Wenn man die Schulden pro Kopf verteilt sind das ungefähr 25.000 Euro. Beim Vermögen ist es schwieriger zu schätzen, die Schätzungen die ich gefunden habe schwanken zwischen 30.000 und 120.000 Euro pro Kopf. Ein schöner Wert dazwischen aus Wikipedia ist 80.000 Euro Vermögen pro Kopf. Heißt es gibt pro Kopf in Deutschland ein Plus von 45.000 Euro. Es ist also nicht zuwenig, sondern ungleich verteilt.
  12.02.2016, 10:47
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Es ist durchaus verständlich, aber klingt nach Klüngel von globalem Ausmaß. Die Banken verzichten auf einen Teil des Geldes, das sie verliehen haben, bezahlen also fürs verleihen? Das klingt nach einem extrem wackeligen System, bei dem die nächste Finanzkrise vor der Tür steht.
  12.02.2016, 10:48
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Es ist durchaus verständlich, aber klingt nach Klüngel von globalem Ausmaß. Die Banken verzichten auf einen Teil des Geldes, das sie verliehen haben, bezahlen also fürs verleihen? Das klingt nach einem extrem wackeligen System, bei dem die nächste Finanzkrise vor der Tür steht.

Das tut sie ohnehin, da man wohl "vergessen" hat den Finanzsektor wieder mehr zu regulieren. Die handeln ja auch wieder mit ähnlichen Dingen wie den CDO's (also diesen überbewerteten Immobilienpaketen die die Krise 2008 ausgelöst hatten).

Schon bezeichnend, dass die Banken nur ein paar Jahre nach der Krise stärker dastehen als jemals zuvor.
  13.02.2016, 11:21
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Lang, lang ist's here, dass hier etwas geschrieben wurde. Ich möchte das Thema trotzdem für eine Sache wiederbeleben, bei der ich mir einfach nicht sicher bin und deswegen gerne ein paar Meinungen dazu hätte. Es geht um die "Fakenews". Facebook hat ja jetzt angekündigt, dass zukünftig wohl "Fakenews" markiert werden sollen. Ich stehe dem Ganzen insofern positiv gegenüber, dass ich durchaus den Nutzen darin sehe, gegen Hasskommentare und falsche Meldungen vorzugehen, von denen Facebook ja leider in letzter wimmelte.
Doch ich habe auch so meine Zweifel an der Sache: Wer kontrolliert, was "Fakenews" ist? Könnte das Ganze in eine Zensur ungewollter Meinungen ausarten?

Was denkt ihr dazu? Gibt es irgendwelche Fakten, die ich noch nicht dazu weiß? Mir kommt das Ganze wie eine wichtige Sache für die Zukunft vor.
Komm zum Werwolfforum! Wir spielen Werwölfe von Düsterwald online. Dich erwarten eine nette Community und viele spannende Runden.

Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, nur bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher - Einstein
  15.01.2017, 14:29
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Die Sache kommt dir nur wichtig vor, weil du Facebook zu viel Macht über dein Leben gibst.

Menschen, die Facebook nicht nutzen, geht diese Sache meilenweit am Popöchen vorbei.

Ich sage das nicht, um gegen Facebook oder dessen Nutzer zu hetzen, sondern nur, um mal eine andere Perspektive aufzuzeigen.

Auch wenn viele Menschen sich das inzwischen wohl nicht mehr vorstellen können, aber Social-Networking-Sites wie Facebook sind lediglich ein "Fab", eine Mode-Erscheinung, und für die allermeisten Menschen eine Freizeitbeschäftigung.

Niemand würde etwas verlieren, wenn Facebook morgen dicht machen würde. Die meisten Leute nutzen das einfach aus Gewohnheit. Gäbe es das nicht mehr, wären diese Menschen eine Woche lang irritiert. Und in der Woche darauf würden sie sich anderen Dingen zuwenden.

Wenn die 200 "Freunde" aus ihrer Facebook Kontaktliste weg wären, würden diese Nutzer vielleicht ihre echten Freunde und Familie mal wieder öfter anrufen, oder -- unvorstellbar -- sogar mal persönlich besuchen.
« Letzte Änderung: 15.01.2017, 14:46 von Hanrok »
"Maiq has heard the people of Skyrim are better looking than the people of Cyrodiil. Maiq has no opinion on the matter. All people are beautiful to him."
  15.01.2017, 14:40
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Die Sache kommt dir nur wichtig vor, weil du Facebook zu viel Macht über dein Leben gibst.

Menschen, die Facebook nicht nutzen, geht diese Sache meilenweit am Popöchen vorbei.

Ich sage das nicht, um gegen Facebook oder dessen Nutzer zu hetzen, sondern nur, um mal eine andere Perspektive aufzuzeigen.

Auch wenn viele Menschen sich das inzwischen wohl nicht mehr vorstellen können, aber Social-Networking-Sites wie Facebook sind lediglich ein "Fab", eine Mode-Erscheinung, und für die allermeisten Menschen eine Freizeitbeschäftigung.

Niemand würde etwas verlieren, wenn Facebook morgen dicht machen würde. Die meisten Leute nutzen das einfach aus Gewohnheit. Gäbe es das nicht mehr, wären diese Menschen eine Woche lang irritiert. Und in der Woche darauf würden sie sich anderen Dingen zuwenden.

Wenn die 200 "Freunde" aus ihrer Facebook Kontaktliste weg wären, würden diese Nutzer vielleicht ihre echten Freunde und Familie mal wieder öfter anrufen, oder -- unvorstellbar -- sogar mal persönlich besuchen.


Sehe ich anders. Und das obwohl mir Facebook "meilenweit am Popöchen vorbei" geht. Warum? Ja ganz einfach, weil von den 200 Freunden sagen wir mal 100 vollkommen ihre Neuigkeiten von dem beziehen was sie auf Facebook so von ihren Freunden lesen. Und im Zweifelsfall komplett im Sumpf ihrer eigenen vorgefassten Meinung vor sich hin vegetieren. Wie du schon sagst, viele Leute geben Facebook zu viel macht über ihr Leben. Das wir "alten Säcke" ds nicht tun, ändert wenig am Sachverhalt. Es gibt zu viele Leute, die durch Facebook gut mit Fakenews zu füttern sind. Weil sie genau das lesen wollen und andere Meinungen/Tatsachen eh als Lügen abtun. Aber da ist Facebook sicher auch nur ein Teil des Problems, wenn auch ein recht großer.

Wie man das verhindern will? Zensur jeglicher Art stehe ich ja erst einmal kritisch gegenüber. Man sollte eher versuchen aufzuklären oder andere Meinungen zumindest aufzuzeigen. Auch wenn mir klar ist, dass das eine Mammutaufgabe ist. Fakenews nachvollziehbar zu wiederlegen ist noch mal erheblich schwerer als sie zu streuen.
We were -- waist deep in the Big Muddy
And the big fool said to push on.
  15.01.2017, 15:23
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  • Späher
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Vielleicht kann ich da mit meinem Studiengang und bereits gesammelten Erfahrungen weiterhelfen. Journalistenverbände, Zeitungen und Agenturen schließen sich neuerdings zusammen um gemeinsam gegen Fakenews vorzugehen. Man kann Menschen, die von Facebook ihre News beziehen,  nicht davon abhalten, aber als Journalisten stehen wir in der Verantwortung dort einzugreifen und zu dementieren, informieren und diese Informationen weiterzuverbreiten. Zumindest ist es auch eines der Ziele von der Chefredakteurin des Deutschlandradios, die ich letztens in einer Vorlesung hören durfte.
Es werden Seiten für Journalisten und Verbraucher erstellt, um Fakenews schneller und besser zu erkennen. Diese hier z.B. First Draft News gehört dazu (Ich persönlich kritisiere sie aber auch, weil dort auch Google mit drin ist...).
Barrelphobie--> Backphobie
  15.01.2017, 16:07
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Ich finde, "Fakenews" zu verbreiten sollte eine Straftat sein, und sowohl für Privatpersonen als auch für Journalisten, Medienhäuser und Sprecher von Parteien, Behörden und Regierung geahndet werden. Vielleicht sollte die Strafe an der Reichweite der verbreiteten Fakenews bemessen werden. Das würde auch dazu führen, das die Presse gezwungen wäre besser zu recherchieren, und die Politik uns nicht mehr belügen dürfte. Alle hätten dadurch gewonnen.

Wie das gehen soll? Durch Beweisbarkeit. Was nicht beweisbar ist, ist eine Vermutung, und Vermutungen sind keine Nachrichten.

Ich finde, eigentlich sollte man viel weiter gehen, und wertende Adjektive in den Nachrichten verbieten. Insbesondere in staatlichen Nachrichten wie der Tagesschau.
« Letzte Änderung: 16.01.2017, 08:41 von Grom »
  16.01.2017, 08:38
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