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Thema: Abokosten für ESO bekannt  (Gelesen 28731 mal)

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Das Hauptproblem bei MMORPG's ist der Gruppenzwang. Der bringt zwar den Abo- Preis wieder rein, ist aber nichts für Leute mit einem regulären Beruf.

Als Arbeitsloser habe ich für um die 15 Euro monatlich Anarchy Online gespielt, teils bis 16 Stunden am Tag, und das über 9 Monate. Damit sind die Tageskosten ein Witz und eigentlich nicht relevant, selbst bei geringem Einkommen.
Bin bis Level 205 (von 220 möglichen) mit dem Hauptchar gekommen, dann wurde es mir zu eintönig. Nur mal für die Größenordnung an Zeit, die man in einem MMORPG für die Charakterentwicklung benötigt.

Der Druck in einer Gruppe (und anders = solo kann man nur die niedrigen Level überleben) ist aber dermaßen, daß man kaum aufs Klo gehen kann, ohne sich den Zorn der Org zuzuziehen. Man ißt und trinkt am Bildschirm, raucht wie ein Schlot (da die Dinger meist im Aschenbecher wegbrennen vor lauter Geklicke) und darf anschließend seine Bude 5x mit ALPINA Superweiss streichen. Und man wird zum NERD: mit Frontspoiler und Neonbräune.
2 Tage ausgesetzt, und man ist rettungslos beim Leveln zurückgefallen und muß auf die nachrückenden Chars warten.

So etwas ist eine Weile ganz interessant, zumal in einer entsprechenden Org auch gute Kontakte über das Spiel hinaus entstehen können (mit einigen skype ich heute noch, 8 Jahre danach), aber definitiv nichts für die Freizeit nach einem Arbeitstag.

TES online werde ich mal beobachten, denn es würde mich schon reizen, die ganze TES- Welt zu bereisen. Das Geld ist hier nicht das Problem, sondern die Zeit.
« Letzte Änderung: 06.09.2013, 14:12 von SandraX »
  06.09.2013, 14:04
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Dann würde ich vorschlagen weniger zu zocken und weniger zu rauchen. Wenn man sich selbst nicht im Griff hat, sollte man das ganze lieber lassen. Wenn du dich von jedem Müll mit der Begründung "Gruppenzwang" mitreißen lässt, dann ist es mit der Selbstbestimmung nicht weit her? ;)
  06.09.2013, 14:22
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Das ist ein sehr schöner und typischer Erfahrungsbericht eines MMORPG-Spielers. Meiner Meinung nach warst du einfach in einer falschen Gruppe. Der einzige Weg, ein MMORPG geniessbar zu spielen ist, wenn man sich mit ein paar Freunden - welche ebenfalls ein geregeltes Arbeitsleben haben - zusammenschliesst und die Spielstunden auf ein paar am Wochenende eingrenzt und relativ fix abmacht (nur ein Beispiel, so könnte ich mir das ganze gut vorstellen). So hält sich auch die Sache mit dem Gruppenzwang in Grenzen. Natürlich ist das leichter gesagt als getan.

PS: Da musste ich echt schmunzeln:

Bin bis Level 205 (von 220 möglichen) mit dem Hauptchar gekommen, dann wurde es mir zu eintönig.

 :D
  06.09.2013, 14:35
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Der Druck in einer Gruppe (und anders = solo kann man nur die niedrigen Level überleben) ist aber dermaßen, daß man kaum aufs Klo gehen kann, ohne sich den Zorn der Org zuzuziehen.

Umgangssprachlich formuliert: Deine Gruppe war Scheiße.  ;) Ich habe früher auch sehr viel MMORPGs gespielt. Ja man braucht eine Gruppe aber man sollte sie sorgfältig auswählen! Klar, eine Gruppe braucht Regeln damit sie funktioniert, ohne geht es nicht. Ich habe durchaus auch schlechte Erfahrungen gemacht, es gibt aber auch viele tolle Gruppen/Gilden da draußen in der weiten Welt der MMORPGs.
  06.09.2013, 15:06
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Als assige MMO-Solo-Lvlerin frage ich mal:

Wozu zum Geier baucht ihr eine Gruppe?
Inis, Gruppenquests, okay. Leveln = nur mit Gruppe? Ehm, nein?

Und auch ESO werde ich wieder größtenteils solo spielen. Und wahrscheinlich auch trotz der Abokosten. In der Hoffnung, dass es nicht schnell den Bach runtergeht.
« Letzte Änderung: 07.09.2013, 19:39 von LadyContessa »
Conny-Tessa
  06.09.2013, 18:43
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Weils mehr Spass macht. Aber die paar MMORPG, die ich gespielt hab, habe ich mit meinem Bruder gespielt. Das reichte auch schon. Ganz alleine wäre aber ein bisschen öde.
  07.09.2013, 14:27
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Von Free2Play halte ich recht wenig, vom Abo-Modell noch viel weniger.
Aber wer weiß, vielleicht wird ESO irgendwann auf Free2Play umsteigen... Dann wäre ich auch bereit einen Blick reinzuwerfen.
Saphir :-)
  07.09.2013, 18:17
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Du kannst ja mal versuchen aufs Klo zu gehen, wenn Deine Gruppe grade einen extremen Mob legen will und auf Dich als Buffer oder Heiler angewiesen ist. Viel Spass.
Oder Du hast dank der Mitarbeit vieler andrer aus Deiner Org ein gutes Loot gekriegt und verabschiedest Dich anschliessend, um in die Muckibude zu gehen. Das machst Du  einmal, vielleicht auch zweimal, dann nimmt keiner mehr ein Stück Brot von Dir.
Und wir hatten eine gute Org. Aber bestimmten Zwängen entgeht man einfach in MMORPG`s nicht.
  07.09.2013, 21:29
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Das Hauptproblem bei MMORPG's ist der Gruppenzwang.
Du spielst die falschen MMORPGs.
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  09.09.2013, 00:03
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Und wir hatten eine gute Org. Aber bestimmten Zwängen entgeht man einfach in MMORPG`s nicht.

Nix da. Ich spiele ja selbst ein f2p-MMO. Und he ... Wenn ich nicht 24/7 Inis laufe, dann hab ich solche Zwänge nicht. Klar gibts die Suchtis, die genau das tun - aber das ist deren eigene Schuld. In Inis ists natürlich schwer, auf Klo zu gehen, wie man gerade lustig ist. Allerdings kann man auch hier in den Pausen zwischen den Bossen schreien, dass man mal fünf Minuten afk ist. Da reißt einem niemand den Kopf ab. Ansonsten ist die Gruppe scheiße.

Aber ey, es gibt auch Gilden mit TS-Zwang, da fliegste raus, wenn du nicht dauernd im TS bist während deiner Online-Zeit. Sowas sind auch Scheiß-Gilden. Da gibts auch nichts schönzureden, SandraX.
Conny-Tessa
  09.09.2013, 07:32
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@Elessar, bloß nichts begründen. Einfach mal irgendwas behaupten, warum das so sein soll kann sie jeder selber überlegen.
  09.09.2013, 09:02
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Aber ey, es gibt auch Gilden mit TS-Zwang, da fliegste raus, wenn du nicht dauernd im TS bist während deiner Online-Zeit. Sowas sind auch Scheiß-Gilden. Da gibts auch nichts schönzureden, SandraX.

Dann hast DU wohl nie richtig ein MMO gespielt. Kann mir keinen Raid ohne Teamspeak vorstellen. MMOs laufen nach einem gewissen Schema. Ich kann nicht für Anarchy Online sprechen (220 Level klingt nach extremen Grind) aber in WoW erreichst du Max-Level und dann gibt es mehrere Spiralen von Raiden/Ausrüstung sammeln. Ab einem gewissen Grad an Ruf/Gildenzugehörigkeit/Skill durchbricht man diese Spiralen jedoch. Wenn du deine Klasse einmal drauf hast, dann schaffst du auch mit schlechter Ausrüstung ein solides ArenaRanking oder die Leute wissen das du gut bist und nehmen dich mit in ihren Gildenraid. Und ich spreche hier von WoW:TBC. Heute ist alles eh so abgespeckt das man kaum noch Zeit investieren muss außer 3h Abends Bosse abfarmen und intensiv ein paar Wochen nach dem ContentPatch.

Was SandraX sagt stimmt - er drückt es nur viel zu drastisch aus. Wenn ich mit mit 25 Leuten treffe für einen Schlachtzug und ich weiß, die Sache geht von 19-23Uhr dann muss ich die Zeit eben da sein. (Normalerweise WILL ich das ja auch.) Trotzdem gibt es jede Stunde die Möglichkeit au Toilette zu gehen oder was zu essen - nur eben in geordneten Pausen. Was auch Sinn macht bei 25 Leuten. Nichts anderes machst du in der Werbung im 20.15 Spielfilm. Zu gewissen Zeiten die der Sender vorgibt die Glotze verlassen.
« Letzte Änderung: 09.09.2013, 10:20 von Thunderbird »
Freedom is the freedom to say that two plus two make four. If that is granted, all else follows.
  09.09.2013, 10:18
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Also ich finde, wenn man in irgendeiner Form miteinander (!) spielt braucht man verbale Kommunikation. Gerade, wenn ein bisschen Taktik von Nöten ist. Könnte mir z.B. nicht vorstellen, ARMA zu spielen, ohne dabei mit befreundeten Spielern im TS zu sein, oder zumindest den (unsäglichen) spielinternen Voicechat zu nutzen. Was allerdings gar nicht geht, sind Leute die kein Push-to-Talk an haben und dauernd Geräusche machen. Schniefen, Husten, Rülpsen, Rascheln, Klappern usw. Geht gar nicht.
  09.09.2013, 10:43
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Ich redete von TS-ZWANG - zu jeder Zeit die man on ist.
SELBSTREDEND geht es für PVP, Inis, etc. ins TS.  Aber wenn man außerhalb dessen oder in sehr, sehr simplen Inis nicht im TS ist, ist das auch kein Problem.
Gibt dennoch Gilden, die das anders sehen.

Und geraidet hab ich tatsächlich noch nicht - bin keine WoW-Spielerin und ich Tera gibt es nur 2 Raids. In einem war ich einmal drin, halbe Stunde und man ist durch. :D Also kein klassischer Raid wie man ihn aus WoW kennt.
Und beim Grinden, Gruppenquesten, etc. bin ich nicht im TS. Nö. Wozu auch? Ich hab wen zuhause sitzen, den das Gequatsche stört, oder andersrum auch wenn ich nicht mal spontan zuhören kann ist das doof.

Also, T-Bird:
Ich redete nicht von einer TS-Verpflichtung während Inis. Ich redete von der TS-Pflicht sobald man on ist, egal was man macht.
Conny-Tessa
  09.09.2013, 11:53
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Was SandraX sagt stimmt - er drückt es nur viel zu drastisch aus.
Nope - er meint es genau so, wie er es ausgedrückt hat. Du hast wohl noch nicht die falschen MMOs gespielt.  :P

@Elessar, bloß nichts begründen. Einfach mal irgendwas behaupten, warum das so sein soll kann sie jeder selber überlegen.
Welche MMOs kennst du denn, wo man zwingend eine eingespielte Gruppe braucht um überhaupt im Spiel weiter kommen zu können?
Ich habe einige gespielt (WoW seit classic, Aion, HdRO, Gw1&2) und sehr viele angetestet, kenne aber keines wo man auf "nachziehende Gruppen" o.ä. warten muss, weil der Gruppencontent dort optional ist (man kann solo das max. level erreichen und auch auf max. level gibt es solo sehr viel zu tun).

Meine Schwester hingegen spielt ein f2p MMO, wo es Open World Bosse gibt, die dauern sehr lange bis sie endlich liegen, und sie muss sich mit anderen Gruppen/Gilden auch noch drum streiten. Und um zu dem zu kommen muss man sich erst durch haufenweise Mobs prügeln, die stark sind und ebenfalls lange dauern.
Was passiert? Sie hat mehrere Stunden am Stück keine Zeit mehr für irgendwas und kann nicht mal auf Toilette gehen, weil es sonst sein kann, dass eine andere Gilde ihnen den Boss wegschnappt.
Zusätzlich kann man die höchsten level fast nur mit einer Gruppe erreichen, weil Quests und normale Gegner nur so wenig EP geben, dass man selbst bei intensivem Spielen (=Grinden) nur alle paar Tage bis Wochen ein level up hätte, und mit einer Gruppe geht das um ein vielfaches schneller.

Durch ein solches Game Design wird Gruppenzwang regelrecht gefördert. Natürlich liegt es immer noch an einem selbst, ob man sich dem unterwirft, es gibt aber tatsächlich MMOs wo man nicht mehr weiter kommt, wenn man es nicht tut, und weil man schon hunderte bis tausende Stunden in das Spiel investiert hat, ist man eher dazu geneigt, es zu tun.

Deshalb: Solche Spieler spielen die falschen MMOs, bzw. Spieler die sich auch darüber beschweren und das nicht gutheißen können, es aber trotzdem tun. Es gibt genug MMOs, bei denen solche Zwänge nicht entstehen und die dennoch genug Gruppencontent haben.
~ Signatur ~
  11.09.2013, 12:30
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Ich kenne gar keine MMOs. Habe nie eins gespielt, und das Genre reizt mich auch nicht. Mir fehlte lediglich die Begründung zu deiner Behauptung.
  11.09.2013, 14:41
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Ja klingt furchtbar. Warum tut man sich solche Spiele an? Können sich meiner Meinung nach keiner großen Beliebtheit erfreuen. Außer vielleicht bei Schülern. Die einzigen, die noch 8h täglich Zeit dafür hätten.
"Maiq has heard the people of Skyrim are better looking than the people of Cyrodiil. Maiq has no opinion on the matter. All people are beautiful to him."
  11.09.2013, 14:55
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Cyclops

@Hanrok
Nicht einmal die.

Vor vielen Jahren in der Hochschule hatten wir einen neuen Schüler. Der ist von einer Klasse über uns sitzen geblieben.
Kam während der Schulzeit nie heraus warum, aber er hat mich ins Vertrauen gezogen.
Schließlich hatten wir beide die selbe Leidenschaft: Zocken.

Wegen seiner Spielsucht ist er sitzen geblieben. Hat aufs Lernen geschissen, auf Hausaufgaben geschissen, eigentlich auf alles geschissen außer sein MMORPG.
Er hat mir sogar berichtet, dass er wegen der Sucht in Therapie geschickt wurde.

Hat mich damals echt schwer getroffen die dünkelste Seite unserer Leidenschaft so offensichtlich dargelegt zu bekommen.
Das Bild was er mir aus der Zeit gezeigt hat war überhaupt schockierend.
Augenringe die nach Schminke aussahen, ein Babybauch und eine zombiehafte Erscheinung.

Beim zweiten Durchlauf hat er die Schule zum Glück geschafft und sich körperlich auch gut in Form gebracht.
Aber dennoch war sein erstes Scheitern und seine Berichte darüber mir gegenüber prägend.
Ein Grund mehr, warum ich keine MMORPGs anrühre.
« Letzte Änderung: 11.09.2013, 18:12 von Cyclops »
  11.09.2013, 18:09
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Meine Schwester hingegen spielt ein f2p MMO, wo es Open World Bosse gibt, die dauern sehr lange bis sie endlich liegen, und sie muss sich mit anderen Gruppen/Gilden auch noch drum streiten. Und um zu dem zu kommen muss man sich erst durch haufenweise Mobs prügeln, die stark sind und ebenfalls lange dauern.
Was passiert? Sie hat mehrere Stunden am Stück keine Zeit mehr für irgendwas und kann nicht mal auf Toilette gehen, weil es sonst sein kann, dass eine andere Gilde ihnen den Boss wegschnappt.
Zusätzlich kann man die höchsten level fast nur mit einer Gruppe erreichen, weil Quests und normale Gegner nur so wenig EP geben, dass man selbst bei intensivem Spielen (=Grinden) nur alle paar Tage bis Wochen ein level up hätte, und mit einer Gruppe geht das um ein vielfaches schneller.

Durch ein solches Game Design wird Gruppenzwang regelrecht gefördert. Natürlich liegt es immer noch an einem selbst, ob man sich dem unterwirft, es gibt aber tatsächlich MMOs wo man nicht mehr weiter kommt, wenn man es nicht tut, und weil man schon hunderte bis tausende Stunden in das Spiel investiert hat, ist man eher dazu geneigt, es zu tun.

Meine Rede.
Auch bei andren Online- Spielen kriegt man in der Gruppe mehr XP bzw. ist ohne Gruppe chancenlos ab gewissen Gegner- Leveln.
Farmen, grinden, mit andren Orgs das Loot auswürfeln- irgendwann nervt sowas. Bei Anarchy Online gibt es Bosse, die brauchen 100 Spieler oder mehr, um gelegt zu werden. Unsre Org(anisation) hatte etwa 40 Leute, etwa die Hälfte meist online verfügbar, d.h. für solche Megaboss- Raids brauchst Du 4 oder (meist) mehr Orgs, die zusammenarbeiten. Teils waren da 20 oder mehr Orgs zu Gange.
In AO gibt es ein Würfelsystem, das das Loot an die Beteiligten verteilt (streng unparteiisch); um aber an was Gutes ranzukommen (wenigstens 1 Stück für die Org), muß man schon eine Menge solcher Raids mitmachen.

Das war für mich der Hauptgrund, wieder zu Singleplayer- Spielen zurückzuwechseln.

Natürlich macht es Spaß, um beim Beispiel AO zu bleiben, zwei Instanzen des Clients zu öffnen, seinen Mega- Char an einem beliebten Buff- Treffpunkt (Buff = die Fähigkeit oder den Skill erhöhender Zauber, den man in der Regel aber nur auf andre wirken kann) zu parken, auf den andren Client zu switchen, mit dem Mini- Char dort aufzuschlagen und sich bis zum Anschlag buffen zu lassen. Dann den Mini- Char aufrüsten (hatte als Hauptchar den Buffer schlechthin, einen Metaphysicisten), buffen usw., bis nix mehr an Aufrüstungen (= Implantate) reingeht, und anschließend den Mini- Char ins Gefecht schicken.
Mit einem Kumpel habe ich als Mini- Char einen Engineer gespielt, Level 19, und den so gepimpt, daß er einen Bot (= Kampfroboter) mit Level 60 spawnen konnte. Dann ab in die Sub (= Subway, Untergrundbahn, max. zulässiges Level 20) und dort alles mit den Bots niedergemetzelt bis zum Endboss, den man vorher nur kurz zu sehen kriegte, weil man sofort gestorben ist.
Diesen Endboss wieder, wieder und wieder zu legen und das Loot zu VERSCHENKEN an fassungslos dabeistehende andre Spieler, war richtig Klasse. Zumindest eine Zeit lang.
Man kann nämlich, wenn man Level 20 überschritten hat (und irgendwann passiert das beim Endboss- Legen), nicht aus der Sub raus, weil man nicht mehr reinkommt. Speichern kann man aber nur draußen. Also muß man dranbleiben, bis die Augen zufallen, oder die Sache ist vorbei.

Gleiche Spielchen im Tempel (max. Spieler- Level 60, Endboss Level 90 mit zahlreichen Unterbossen, die einem das Leben schwer machten): Engineer auf Level 60 gepimpt, bis die Schwarte krachte, Bot mit Level 120 gespawnt und den Endboss plattgemacht bis zum Abwinken. Sehr beliebt als Loot des Endbosses im Tempel war ein extrem hochklassiges Schwert, das man bis weit über Level 100 benutzen konnte: so eins habe ich über die 3. Instanz des Clients meinem Doc spendiert, der dann statt als Heiler als Tank marschiert ist.
Schon ganz lustig, was man so machen kann, wenn man tief in der Spielmechanik steckt: das frisst aber massig Zeit.
Was hier so spassig klingt, fraß alleine an Vorbereitung und Ausknobeln der besten Implantant- Kombinationen incl. Beschaffung selbiger und Mitschleppen zum Buffen (da die Buffs nur begrenzte Laufzeit haben) 4 komplette Tage eifriger Tüftelei.

GruppenZWANG ist auch ein wenig mißverständlich: man zwingt sich auch selber, denn Adel verpflichtet.
Wenn Du als armer kleiner Noob irgendwo langmarschierst mit Deinen Kumpels, und dann kommt ein netter hochklassiger Char und schießt Dir nur so zum Spaß ein paar Gegner, die Du nie im Leben geschafft hättest, und überläßt Dir das Loot aus reiner Freundlichkeit, fühlt man sich später verpflichtet, andren ebenfalls Gutes zu tun.
Als MP (Metaphysicist) ist man als Buffer so begehrt, daß man sich teilweise nur durch Flucht vor der Bettelei nach Buffs retten kann- aber als kleiner Char habe ich auch von Buffs stärkerer Spieler profitiert, wieso soll ich das also nicht zurückgeben? Auch das frißt massig Zeit.

Daher werde ich TES- O kritisch beäugen. Sollte es möglich sein, solo ohne Zwang zur Vereinsbildung da durchmarschieren zu können, zahle ich die Abo- Gebühr ohne zu zucken. Bin ich dagegen verpflichtet, regelmäßig online zu sein, um mitzuhalten, darf das Spiel gern ohne mich laufen.
« Letzte Änderung: 11.09.2013, 19:56 von SandraX »
  11.09.2013, 18:58
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Das war für mich der Hauptgrund, wieder zu Singleplayer- Spielen zurückzuwechseln.
Oder du schaust dir mal andere MMOs an, wo es einen solchen Zwang nicht gibt. :P
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  13.09.2013, 03:27
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