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Thema: Der Orden der Klippenläufer  (Gelesen 19853 mal)

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Shakh vernahm nichts als Schweigen und das leise Rascheln der Blätter im Wind. Allem Anschein nach war Artarus spurlos vom Erdboden verschluckt wurden - im wahrsten Sinne des Wortes.

Artarus landete auf einem Haufen vermoderter Blätter. Heilige Khajitscheiße! Artarus rieb sich mit verzerrtem Gesicht sein schmerzendes Hinterteil. Wer errichtete nur solche hinterhältigen Fallen? Artarus nahm sich vor, diesem Mysterium auf die Spur zu kommen und den Verantwortlichen ordentlich zu rösten. Oder zu flambieren. Hauptsache schmerzhaft, niemand sollte es wagen dürfen, ihn, Artarus den Grünen, in eine Grube fallen zu lassen.
Plötzlich fühlte er etwas Kaltes direkt an seiner Kehle und als er aufsah, bemerkte er eine maskierte Person, die ihn mit einem Schwert bedrohte. Aus dem Augenwinkel sah er noch jemanden näher kommen, jemanden mit etwas Schwerem in der Hand.
Schwärze umfing den alten Altmer, als ihn die schwere Keule in die Dunkelheit der Ohnmacht beförderte.
« Letzte Änderung: 15.04.2015, 20:38 von Elderlord »
  15.04.2015, 18:07
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Die schwarz gekleidete, maskierte Person drehte sich um, und erblickte die Gestalt in den Schatten, welche den Altmer mit einer Keule bewustlos geschlagen hatte.
Die Person machte einen Ausfallschritt zur Seite, schwang Ihr Schwert und schlug so kräftig Sie konnte auf den Boden unter der großen Gestalt mti der Keule ein.
Da die Gestalt auf modrigen Holzbretern stand, war es verwunderlich dass die Bretter das Gewicht der Gestalt überhaupt tragen konnten, der kräftige Schwerthieb tat das Übrige.
Der Boden unter der Gestalt gab nach. Mit einem weniger änsgtlichen, jedoch äußerst überraschten und wütenden Schrei auf den Lippen stürzte die Gestalt in ein tiefes Loch.
Der Maskierte reinigte sein von schimmligen Holzspänen besudeltes Silberschwert provisorisch an seiner schwarzen Kutte, bevor er es in die sich darunter befindliche Scheide schob.

Als der Maskierte die Kappuze abnahm, kam ein alter, vom Leben gezeichneter, jeodch noch rüstiger Dunmer zum Vorschein.
Falten zierten sein gebrechlich wirkendes, blasses Gesicht, seine rot-gräulichen Augen strahlten eine gewisse Verwegenheit aus. Die faltigen Mundwinkel ordneten sich mühsam zu einem hinterlistigen Lächeln, bevor der Dunmer einen Beutel aus einer Tasche an der Innenseite seiner Robe zog, und den Inhalt - ein grün-türkisliches Pulver - auf den bewustlosen Altmer streute.

"Mal sehen, ob dieser Staub - welchen mir ein Alchemist damals in der Heimat zubereitet hat - nach so vielen Jahren noch immer seinen Dienst tut" murmelte er.
Und siehe da, kaum berührte der Staub den schlaff dahinliegenden, beinahe leblosen Körper des Altmers, begann sich dieser zu bewegen.
Er wollte sich aufraffen, jedoch war er zu langsam. Der Dunmer griff behände unter seine Kutte, und zog einen alten Dolch aus Menschenknochen hervor, welchen er dem Altmer binnen Sekunden an die Kehle presste.
Mit barscher Stimme warnte der Dunmer:
"Eine falsche Bewegung, und ich sorge dafür dass Ihr nie wieder aufsteht, Altmer! Beantwortet meine Fragen wahrheitsgemäß, und ich werde es mir überlegen, euch das Leben zu schenken."

Sein tapferer, verwegener Blick kreuzte den des Altmer, gespannt harrte er einer Antwort...
  23.10.2015, 16:20
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Als Artarus, noch immer benommen von dem Schlag auf den Kopf, wieder zu sich kam, bemerkte er als erstes die scharfe Klinge des Dolches, die ihm jemand an die Kehle presste. Dann nahm er die Schmerzen in seinem Kopf war, es fühlte sich an, als habe ihm jemand eine Keule über den Schädel gezogen. Wobei, so erinnerte er sich, ja auch genau das der passiert war.
"Eine falsche Bewegung, und ich sorge dafür dass Ihr nie wieder aufsteht, Altmer! Beantwortet meine Fragen wahrheitsgemäß, und ich werde es mir überlegen, euch das Leben zu schenken."

Sein Angreifer, anscheinend ein Dunmer, schien es darauf angelegt zu haben, seine Geheimnisse zu ergründen! Doch warum hatte er ihn erst niedergeschlagen, nur um ihn dann mit einem Dolch an der Kehle auszufragen? "Die Banditen von heute sind auch nicht mehr das, was sie mal waren.", schoss es ihm durch den schrecklich schmerzenden Kopf.
"Was hast du für Fragen an Artarus, den Grünen, Schrecken von Dagoth Ur, Meister der Zerstörung, der dich mit einem Schnipsen seiner Finger in Asche verwandeln kann?"
Artarus bezweifelte, zu so etwas in der Lage zu sein, zumindest in seinem momentanen Zustand, doch er war sich sicher, mit seinem furchterregenden Auftreten den Banditen in die Flucht schlagen zu können. Doch was machten eigentlich Banditen unter einem heiligen Baum? Hatten sie etwa den Schatz bereits entdeckt, der ihm Unsterblichkeit bringen würde?
  23.10.2015, 16:48
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Von der Prahlerhei des Altmers angewiedert, verzog der Dunmer sein Gesicht, das Lächeln ward verschwudnen und wich einem todernsten Gesichtsausdruck.
Aufbrausend brüllte der Dunmer: "SCHWEIG STILL, DU AUFSCHNEIDER!"
So plötzlich wie er laut wurde, stellte sich ein ruhigerer, dennoch ernster Tonfall ein:
"Glaubst du, ich - Ralamus Othan, der seine Haut schon Jahrzente lange über diese Welt wandern ließ - fallt auf diese Plumpe Prahlerei herrein? Du magst zwar ein nicht zu unterschätzender Magier sein, deine derzeitige Verfassung schreit jedoch bedauerlich nach Gnade! Ihr Altmer seid eben immernoch so Arrogant wie früher!
Ich erwarte, dass du aufrichtig antwortest, deine Prahlerei funktioniert womöglich bei einem Jüngling, mich jedoch führst du nicht hinters Licht
"

Ralamus entfernte seinen Knochendolch ein paar Zentimeter von Artarus´s Hals und sagte:
"Was suchst du hier? Welche Kentnisse hast du von diesem Ort?
Da der Bandit dich niedergeschalgen hat, nehme ich an dass du nicht zu dieser Bande von Abschaum zu rechnen bist, mit der Ich eine Rechnung offen habe, die älter ist als die Zeit selbst.
Und wenn du weißt was gesund für dich ist, antworte dieses mal wahrheitsgemäß und ohne Prahlerei, wenn du nicht auch zu meinen Feinden gezählt werden willst.
"

Ralamus´s Blick kreutze sich mit dem des Altmers, gespannt harrte er ob seiner Antwort.
  25.10.2015, 12:33
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Der Dunmer schien nicht gerade gut auf Altmer zu sprechen zu sein. Artarus schluckte hörbar. Dieser Bandit war eindeutig ein Profi. sollte das das Ende des großen Magiers sein? Vielleicht war es angebracht, ausnahmsweise einfach mal bei der Wahrheit zu bleiben? Er schluckte seinen Stolz herunter und begann seine Geschichte:

„Mein Name ist Artarus, auch bekannt als der Grüne. Ich bin hier in Skyrim weil ich auf der Suche nach einem der größten Geheimnisse Nirns bin - dem Gehimnis der Unsterblichkeit. Während meiner Reisen fand ich eine uralte Notiz, die auf diesen Baum hinwies, zudem suchten mich seltsame Träume heim. Ich reiste mit einer Karawane hierher und versuchte den Eingang im Baum zu öffnen, nur leider stürzte ich in diese Fallgrube und wurde niedergeschlagen. Wenn ihr in die Tasche meiner Robe greift, dann solltet ihr die Notiz dort finden."

Artarus wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass die Notiz sich leider nicht länger in seiner Tasche befand...
  27.10.2015, 21:12
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Ralamus hörte Artarus aufmerksam zu. Als dieser geendet hatte steckte Ralamus seinen Dolch wieder ein und sagte:
"Schon besser. Diese Geschichkte klingt plausibler als das Geprahle vorhin.
Eine Karawane sagt ihr? Wird die Karawane zufällig von einem unfreundlichen Dunmer geleitet, dessen rechte Hand ein Bretone namens 'Faric' ist?
Und war diese Karawane zufällig in Helgen, als der Ort von einem Drachen niedergebrannt wurde?"


Nachdem er diese Fragen aussprach, verzogen sich Ralamus´s Lippen zu einem seichten Grinsen und er flüsterte Artatus zu:
"Wenn ich euch noch einen Tipp geben darf, wenn ein rechtschaffender, bewaffneter Abenteurer euch seine Klinge an den Hals hält würde ich solch großkotzige Töne bleiben lassen.
Ein anderer hätte euch die Haut bei lebendigem Leibe abgezogen und dem nächsten Kürschner vor die Füße geworfen."


Ralamus´s Gesichtszüge wurden wieder ernst und unnachgiebig, als er den Altmer anwieß, ihm die Notiz zu zeigen.
Sein Schwert trug er bereits in der mattschwarzen Scheide, welche rechts unter seiner schwarzen Robe hervorluggte, als er seinen Dolch lautlos in eine- auf der linken Seite jedoch kürzere und mit roter sowie güldener Seide verzeirte -  ebensolche Scheide gleiten ließ.
Seine Hand wanderte wieder aus seiner Kutte hervor - jedoch immer noch in Griffnähe des Dolches, sollte Artatus auf dumme Gedanken kommen - während er dem Altmer die linke Hand entgegenstreckte um die besagte Notiz in Empfang zu nehmen...

  28.10.2015, 18:33
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Artarus nahm erleichtert zur Kenntnis, dass der Bandit anscheinend doch kein Bandit war. Und mehr noch: Er kannte die Karawane!
Ja, ich bin mit dieser Karawane hierhergekommen. Doch sagt, woher kennt ihr sie? Ich habe euch dort nie gesehen?
Währenddessen kramte er in seinen Taschen nach der Notiz. Wo war sie nur geblieben? Schweißperlen traten ihm auf die Stirn. Ich, ähm, es gibt da ein kleines Problem., setzte er vorsichtig an. Mir muss die Notiz bei dem Sturz aus der Tasche gefallen sein. Das heißt sie liegt noch dort oben irgendwo., er deutete mit seinem runzligen Zeigefinger nach oben. Doch keine Sorge, ich kann mich noch genau an die Worte erinnern, auch wenn sie uns hier wahrscheinlich nicht viel helfen werden. Wir sollten uns einen Weg hier raus kämpfen. Natürlich erst, nachdem ich meinen Schatz gefunden habe. Wir könnten beide unsterblich werden, was meint ihr?
Währenddessen hatte Artarus sich etwas umgesehen. Die Grube war recht klein und kreisrund. Der einzige Ausgang schien eine schwere Luke zu sein, an der sich drei Riegel befanden, auf denen man Symbole drehen konnte. Es waren je ein Adler, ein Wal und ein Wolf. Ansonsten lagen natürlich noch die Leichen der maskierten Banditen herum.
  04.11.2015, 06:55
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Ralamus atmete tief durch die Nase ein, während Ihm binnen Sekundenbruchteilen vieles durch den Kopf ging.
Konnte er diesem Artarus trauen, zumindest zeitweilig?
Sollte er Ihm sagen was er über diese Karawane im allgemeinen - und diesen Dunmer im speziellen - weiß?
Würde Ihm dieser Altmer - berauscht durch die Aussicht auf Unsterblichkeit - später gefährlich werden?
Solle er - entgegen seinem Wesen - eine Weitere Bluttat begehen - und diesen Artarus erledigen - um sein Ziel sicher zu erreichen?

Binnen Sekunden hat Ralamus sich entschieden, zumindest Zeitweilig.

"Woher ich diese Karawane kenne ist nebensächlich. Ich hoffe doch, das Ihr mich dort nie gesehen habt, ansonsten wäre alles Gefähret, und alles - was seit jener Nacht geschah - wäre umsonst gewesen."
Ralamus holte unmerklich Luft und fuhr fort:
"Die Tatsache dass Ihr diese Notiz nicht mehr habt, spricht nicht gerade für euch, Altmer! Eure Schilderung der Sache - gepaart mit eurer merklich gut gemeinten Aufrichtigkeit - lässt mich jedoch darüber Hinwegsehen.
Und nun..."

Während Ralamus fortfahren wollte, drehte er sich behände um und erkannte aus dem Augenwinkel 2 maskierte Personen, welche über dem Loch standen, durch welches Artarus gefallen war - Argonier, dem Geruch nach.
Er brach den - gott sei dank sehr leise gesprochenen - begonnenen Satz ab, und flüstere dem erstaunten Altmer:
"Schweigt, und verratet meine Anwesenheit nicht, wenn euch euer Leben lieb ist!"
Noch während er diese Worte hauchte, zog er sich die Kapuze seiner Robe über, drehte sich federleicht und geübt auf seiner Ferse und verschwand im Schatten.

Die 2 Argonier sprangen durch das Loch und hielten Artarus Ihre - bereits im Sprung gezogenen - Kurzschwerter an den Hals.
Die Argonier erregten schon vor Ihrem Sprung Ralamus Aufmerksamkeit, er wusste sofort was er von Ihnen halten solle.
Alleine Ihre schwarzen, eng anliegenden Lederrüstungen, Ihre Schwerter und der eingesetzte - jedoch nicht annähernd perfekt beherrschte - Chamälion-Zauber verrieten Ralamus sofort, wen er da vor sich hatte.

Einer der Störenfriede musterte den sichtlich überraschten Altmer eindrücklich, während der andere den - relativ kleinen - Raum mit seinen Blicken nach weiteren Bedrohungen absuchte.
Als der Blick des zweiten Argoniers den von Ralamus kreuzte, hatte dieser bereits seinen knöchernen - magisch glimmenden - Dolch geworfen, und direkt in das Herz des Argoniers gebohrt.
Der Argonier verstarb mit einem qualvollen Schrei auf den Lippen, was den ersten Argonier alarmierte.
Während er auf den verbleibenden Argonier zusprang, zog Ralamus sein silbernes Kurzschwert und der Argonier drehte sich gewandt um, um den Hieb des Dunmers zu parrieren.
'Nicht schlecht, der Kerl hat Übung' dachte Ralamus. Und welche Übung er hatte.
Der Argonier parrierte jeden Hieb des Dunmers, auch wenn Ihm die Geschicklichkeit und Gewandheit des Dunmers sichtlich beanspruchte.
Nach einigen Hieben schaffte es Ralamus, einen tödlichen Treffer zu landen, während er nach dem Argoniert trat und Ihn so von dem kraftvollen Hieb ablenkte.

Ralamus tat ein paar Schritte zur Seite - hinweg über die stark mitgenommene Leiche des standhaften Argoniers - um seinen Dolch aus dem - in einer Blutlaache liegenden - toten Argoniers zu ziehen.
Sein vom Alter und vielen Abenteuern gezeichnetes Gesicht spiegelte sich in der Blutlaache.
Wo er auch hinsah sah er Kratzer, Falten im Gesicht und eine gefährlich aussehende Fleischwunde an seinem Hals.

Als er seine - notdürftig gesäuberte - Klinge in der Scheide verstaute, setze er sein Gespräch mit Artarus - scheinbar unbekümmert - fort.
"Diese Bastarde. Ich rechnete nicht damit dass sie mir schon so nahe sind. Ihr Seht, auch das Alter schützt nicht vor dummen Fehlern.
Wo war ich stehengeblieben? Richtig.
Und nun erzählt mir, wie lange Ihr schon mit dieser Karawane reist.
Was wisst Ihr über die einzelnen Händler?
Welchen Reisezweck haben Sie euch genannt?
Wenn Ihr mir diese Fragen beantwortet, helfe ich euch bei der Suche nach eurem Schatz"
...
  06.11.2015, 19:41
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