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Thema: Die Reise nach Necrom [TR-Tagebuch / VOLLSTÄNDIG]  (Gelesen 5745 mal)

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Ich grüße Dich Meister,

ich bin froh Dich bei bester Gesundheit zu wissen und bedanke mich für die Sendung Deiner alten Aufzeichnungen.
Sie erreichten mich ungebrochenen Siegels und auch sonst unversehrt. Wie man mir zutrug, hätten sie eine weite Reise hinter sich. Es ist immer wieder interessant zu lesen, wie anders Morrowind zu jenen Zeiten gewesen ist und die damaligen Verhältnisse mit den Heutigen zu vergleichen. Ich beneide Dich um die Wunder, welcher Du ansichtig wurdest.

Ich bin mir des großen Vertrauens bewusst, welches Du in mich setzt, da Du mir jene alten und teils sehr intimen Schriften anvertrautest. Ich weiß das zu schätzen und bin Dir für die Einblicke, welche Du mir auf diese Weise gewährtest sehr dankbar.
Oft sitze ich in meiner Kammer am Feuer und stelle mir vor, wie Atinye wohl gewesen sein mag. Ob ich mit ihr zu Recht gekommen wäre? Ob ich damals mit Dir zu Recht gekommen wäre?
Ich glaube ein Zusammentreffen zwischen uns hätte zu einer ernsten Auseinandersetzung geführt. Dieser Gedanke lässt mich oft herzhaft lachen. Jener Mann von damals hat nun nur noch wenig Ähnlichkeit mit Deinem heutigen Ich, sei Dir dessen versichert.
Er hätte sicherlich niemals einem jungen Sklaven die Freiheit geschenkt und ihn zu seinem Schüler gemacht. Dies lässt mich daran glauben, daß unser Zusammentreffen vor so langen Jahren Schicksal gewesen ist. Hätte Dein Weg Dich nicht zu jenen Erkenntnissen geführt, so würde ich heute noch den großen Meistern ihren Sujamma servieren oder hätte in den Wirren des Krieges den Tod gefunden.

Auch ich habe dieser Tage viel Zeit zum Nachdenken und grüble häufig über die Entscheidungen meiner letzten Monate in Morrowind nach. Es dauert mich, nicht mehr an Deiner Seite kämpfen zu dürfen und nun dazu verdammt zu sein den stillen Beobachter aus weiter Ferne spielen zu müssen.
Doch die Ereignisse während der letzten Tage Ranyon-ruhns würde ich im Hinblick auf meine Handlungen keinesfalls ändern wollen. Schließlich war eine Deiner zahlreichen Lehren an mich auch, stets unumstößlich die eigene Meinung zu vertreten so es um das Wohl unseres Fürstenhauses geht.
Und nachwievor bin ich der festen Überzeugung, die einzig richtige Entscheidung getroffen zu haben. Völlig entgegen der Meinung des damaligen Stadtkommandanten versteht sich.

Meine Studien verlaufen gut, auch wenn ich dem Ort an welchem sie stattfinden keine große Sympathie entgegenbringen kann. Winterfeste ist ein unnachgiebiger, kalter Ort, so wie auch seine Bewohner mir gegenüber kalt und unnachgiebig sind. Schon aufgrund meiner Herkunft habe ich hier einen schweren Stand. Die Tatsache, daß ich zudem auch noch der magischen Künste mächtig bin, lässt sie mich mit Inbrunst hassen. Die meisten jedenfalls.
In der Akademie ist es leidlich anders. Lediglich einige meiner Mitstudenten sehen nicht missbilligend auf mich herab. Unter ihnen übrigens eine junge Telvanni und ein mehr als überheblicher Khajiit sowie ein junger Nord mit eher geringem Selbstwertgefühl.
J'zargo, so der Name des Khajiit, ist so grenzenlos von sich überzeugt, daß er glaubt in nur wenigen Monaten der neue Erzmagier werden zu können. Als der jetzige Erzmagier Aren davon erfuhr, soll er so heftig gelacht haben, daß es ihm den Atem für einige Augenblicke verschlug. Dies ist jedoch nur schwer vorstellbar, da der Erzmagier mir eher als ernster Charakter erscheint.

J'zargo verfügt sicherlich über einiges Talent im Umgang mit Zerstörungsmagie, doch betrachte ich auch heute noch die zahlreichen kahlen und versengten Stellen meines Fells, welche eine von ihm fehlerhaft hergestellte Zauberspruchrolle während eines Feldtests anrichtete. Im Nachhinein weiß ich jedenfalls wieso er mich bat, jene Rolle auszuprobieren und es nicht selbst tat.
Wie bereits erwähnt verfügt er über einiges Talent, doch ob er je zu Lebzeiten die notwendigen Fertigkeiten erlernen wird, welche ihm für sein angestrebtes Amt noch fehlen, steht in den Sternen.

Die Lehrstunden unserer Meister bieten häufig angenehme Abwechslungen für mich. Ich verfüge, im Gegensatz zu vielen meiner Mitstudeten bereits über ein ansehnliches Wissen, weswegen ich oft zur Demonstration verschiedener Zauber hinzugezogen werde. Mich in der Arbeit zu vertiefen, gibt mir das Gefühl benötigt zu werden. Es gibt meiner eher unangenehmen Situation hier einen Sinn und lässt mich weiter machen.
Trotzdessen beschleicht mich immer wieder das Gefühl, hier am falschen Ort zu sein. Ich rede mir immer wieder ein, an Deiner Seite in Schwarzlicht stehen zu müssen und irgendwie einen Wandel herbeizuführen, welcher unser einstmals so mächtiges Fürstenhaus erneut erstarken lässt. Eines Tages, wie ich hoffe, werde ich zurückkehren können ohne Strafe fürchten zu müssen um mich erneut in den Dienst des Fürstenhauses Telvanni zu stellen.

Dies wird der Tag sein, da wir uns erneut zusammentun und im Namen unseres Hauses Seite an Seite streiten werden.
In diesem Sinne: Tod und Verderben der Schwarzmarsch, die Pest über die An-Xileel!

Dein die Heimat vermissender Freund,

Rahn'jiitar

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