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Thema: Linus Torvalds glaubt, niemand will Linux installieren - falsch.  (Gelesen 2787 mal)

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Interview: Why is Linux not competitive on desktop?
(Video lässt sich leider nicht einbetten. Darum hier der Link.)
Interview: Why is Linux not competitive on desktop

Er ist ja ein sympathischer, charismatischer Mann. Aber er ist kein Visionär, denn er irrt: Linus Torvalds ist enttäuscht, denn sein Betriebssystem Linux kann sich nicht als Desktop-Betriebssystem etablieren, obwohl er es eigentlich dafür konzipiert hat. Mittlerweile hat sich Linux als solide Basis für allerlei Dinge gemausert: Netzwerk-Server, Settop-Boxen, MP3-Player, Netzwerkfestplatten und natürlich Handys nutzen sein Betriebssystem. Aber der Desktop-Bereich? Da sieht es sei jeher finster aus.

Torvalds hat dafür eine einfache Erklärung: Anwender wollen kein Betriebssystem installieren, und niemand verkauft Rechner mit vorinstalliertem Linux. Er sieht den großen Vorsprung von Windows und MacOS X darin, dass diese auf Computern vorinstalliert verkauft werden. Dass dies nicht die volle Wahrheit ist, hat er wohl vergessen. Es gab unzählige Versuche, Computer mit vorinstalliertem Linux zu verkaufen. Die wurden nur nicht gekauft, darum sind diese Projekte gefloppt.

Darüber hinaus vergisst er, dass sämtliche Linux-Distributionen mittlerweile kinderleicht zu installieren sind. Heutzutage reicht es, eine DVD in sein Laufwerk zu schieben und eine der unzähligen "Live-Distributionen" auszuprobieren - kein Installieren, keine Anmeldung, kein Einrichten. Einfach Disk einlegen und man kann Linux spielen. Will man das ganze dann doch permanent auf seinem Rechner installieren, vielleicht auch nur als Zweitsystem, reicht ein Doppelklick auf ein Symbol auf dem Desktop - und der Rest läuft fast von selbst.

Es ist zu bezweifeln, dass die Installation von Linux heutzutage noch eine Hürde darstellt, selbst für Laien. Gerade die Ausmusterung von Windows XP war für Linux eine große Chance - doch die Wenigsten, die auf der Suche nach einer Alternative zu Ubuntu, Red Hat oder Debian gewechselt sind, sind dabei geblieben.

Let's face it, Mr. Torvalds: Der Grund, warum Linux auch heute immer noch keine Alternative im Desktop-Bereich ist, ist derselbe wie vor 15 Jahren: Es gibt keine vernünftigen Anwendungen.

Wirklich brauchbare Anwendungen für Linux kann man immer noch von einer Hand abzählen: Es sind die Aushängeschilder, die Celebrities, der Open-Source-Gemeide: Firefox für's Internet, GIMP für Grafiker, Eclipse für Entwicker und Open-Office für Büroanwendungen. Diese Anwendungen decken den Großteil der Funktionen ab, die heutige Anwender von ihnen erwarten.

Alle anderen Anwendungen, die man für Linux finden kann, sind überwiegend von Freiwilligen und Studenten in ihrer Freizeit gebastelt worden, und das merkt man ihnen auch an. Es fehlen Funktionen und das Einhalten gängiger Standards. Und von Gerätetreibern wollen wir gar nicht erst anfangen.

Das primäre Problem liegt bei der Software. Woran das liegt? Warum sich sich so wenige Firmen dafür interessieren, Software für den Linux-Desktop zu entwickeln?

Weil GPL.

So angenehm Open-Source-Lizenzen für Anwender und Entwickler auch sind, sie sind Umsatzvernichter. Solange Linux an der Open-Source-Ideologie festhält, solange wird es keinen Markt geben, der für Unternehmen interessant ist. Open-Source verlangt, dass Firma A ihren Quellcode für "Super-App 2.0" veröffentlicht. Dadurch können die Konkurrenten B und C den Code herunterladen, leicht abändern und "Ultra-App 2.0" herausbringen. Weil die Produkte einander Konkurrenz machen und vom Funktionsumfang fast identisch sind, müssen die Entwickler mit dem Preis runter gehen, bis sie die Software schließlich verschenken.

Natürlich ist das eine stark vereinfachte Sicht, aber es veranschaulicht das Problem: Open-Source verhindert die Entwicklung von Standards, weil es zu leicht ist, ein Projekt zu klonen und abzuändern. Und das passiert in der Linux-Welt öfter, als man meinen sollte. Es gibt sogar ein Wort dafür: Forken (von engl. to fork - abzweigen, gabeln).

Das Forken und die daraus entstehenden Kompatibilitätsprobleme sind Linux' eigentliches Problem. Nicht nur Projekte wie WebKit (Blink) oder das komplette Open-Office (Libre Office) werden geforkt, sondern gleich ganze Betriebssysteme. Es vergeht kein Jahr, in dem nicht ein- bis zwei neue Linux-Distributionen herauskommen, die eine weitere Kaskade von Kompatibilitätsproblemen in die kunterbunte Linux-Welt einführen.

Moderne Anwender erwarten von einem Betriebssystem klare Standards und kohärente Schnittstellen. Rechner laufen heutzutage nicht mehr allein in einem Keller vor sich hin. Sie sind vernetzt und müssen Daten und Dateien anderer Systeme verarbeiten können. Benutzer wechseln zwischen Arbeitsplatz und Heim die Workstation und erwarten, dass sie sich nicht umstellen müssen.

Es scheint, dass nur kommerzielle, geschlossene Software in der Lage ist, solche Standards zu etablieren und einzuhalten. Freie Software kann eine solche Kohärenz aufgrund ihrer leichten Veränderbarkeit wohl nicht erreichen - dazu mutiert und wuchert sie zu schnell.
« Letzte Änderung: 06.03.2015, 18:35 von Hanrok »
"Maiq has heard the people of Skyrim are better looking than the people of Cyrodiil. Maiq has no opinion on the matter. All people are beautiful to him."
  06.03.2015, 18:12
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Toller... ja schon fast Artikel. Es stimmt, und es kommt noch dazu, dass es (1) als Spiele-Betriebssystem immer noch ausscheidet, da Schnittstellen fehlen (Gründe siehe dein Artikel) und dass es es nie geschafft hat, in der Bedienung so einfach zu werden, dass es für Windows-Gewohnheitstiere ohne Umstellungsprobleme zu meistern wäre. Und es ist tatsächlich so, dass fast kein nicht-computerinteressierter Mensch Lust darauf hat, sich in eine Umgebung einzuarbeiten, die anders ist als das, was er in den letzten Jahren gewohnt war. Kann ich, je älter ich werde, immer besser nachvollziehen.
  06.03.2015, 20:45
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Mich schrecken vor Linux drei Dinge ab, die ihr beide schon erwähnt habt: Ich habe keine Ahnung welche Distribution ich verwenden sollte, ich habe keine Lust mich in ein für mein Dafürhalten kompliziert aufgebautes Betriebssystem zu gewöhnen und am wichtigsten, es gibt keine Software, die es interessant macht. Die vorinstallierten Programme sind oft unvollständig oder unnötig kompliziert, haben oftmals Namen die nichts mit der Funktion zu tun haben oder eine andere Funktion suggerieren als sie haben, so das man gar nicht weis wo man suchen soll. Und die Programme die es zum Herunterladen gibt sind durch die Bank uninteressant und zeitaufwändig, weil man nicht selten seitenweise Wikis durchwühlen muss. Und sobald man was anderes als lumpige Kartenspiele oder Browsergames spielen will braucht man wieder einen Windows-PC. Wozu dann noch einen mit Linux? Und das hat nichts, aber auch gar nichts mit der Notwendigkeit Linux zu installieren zu tun, was in manchen Fällen noch einfacher und schneller als bei Windows ist. Das stinkt nach Ausrede.

Wenn das SteamOS denn mal erscheint, könnte Linux allerdings einen Popularitätsschub erhalten, insbesondere wenn auf das SteamOS standartmäßig zugrundeliegende Linux zugeschnittene Desktopsoftware entwickelt wird, die dann auch noch unkompliziert funktioniert. Ich habe schon mehrmals Linuxe als Zweitsysteme, etwa auf dem Laptop, ausprobiert, bin aber stets bei Windows geblieben.
  06.03.2015, 20:48
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Wirklich brauchbare Anwendungen für Linux kann man immer noch von einer Hand abzählen: Es sind die Aushängeschilder, die Celebrities, der Open-Source-Gemeide: Firefox für's Internet, GIMP für Grafiker, Eclipse für Entwicker und Open-Office für Büroanwendungen. Diese Anwendungen decken den Großteil der Funktionen ab, die heutige Anwender von ihnen erwarten.

Zumal noch nicht mal die ein Grund sind, Linux zu installieren. Denn Firefox, GIMP und Open-Office hab ich alle auch auf meinem Windows-PC drauf.

Darum sehe ich auch wirklich keinen Grund Linux auch nur zu testen.
We were -- waist deep in the Big Muddy
And the big fool said to push on.
  07.03.2015, 17:40
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Das Hauptproblem ist wohl die mangelnde Kompatibilität mit anderen Geräten. ich hatte meiner Freundin damals z.B. so ein Netbook mit Linux geschenkt. Da kam sie soweit ganz gut mit klar. Spielen tut sie nicht viel, die vorinstallierten Programme reichen, für das was sie damit machen wollte. Aber der MP3 Player wurde nicht erkannt. Das E-Book auch nicht. Der Rechner war auch nie im Heimnetzt zu finden. Firefox konnte man nicht updaten. Und lauter so Sachen. Desshalb hat sie jetzt wieder einen Windows Laptop.
Meine Gipfelnebelherrenhausstatistik (mitgespielt ab Runde 4)

Runden mitgespielt: 10,  Runden gewonnen: 5,  Runden verloren: 5,  Runden überlebt: 3,  von den Assassinen ermordet worden: 6,  von der Mehrheit gelyncht worden: 2, als Bürger gewonnen: 3, als Bürger verloren: 4, als Assassine gewonnen: 2, als Assassine verloren: 1
  07.03.2015, 20:29
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Interessant ist dagegen das der Software-Mangel oder das Problem der "Unbekannten Software" bei Smartphones und Tablets funktioniert.
Von der Bequemlichkeit sehe ich kaum Unterschiede vom Ubuntu Softwarecenter zum Google Appstore.

Ich persönlich bin froh darüber das nicht jeder Hans ein Linux Derivat einsetzt - so muss man keine Gedanken über Malware, Viren oder Trojaner verlieren.
Und wer es mag Treiber nachzuinstallieren, Sotware von allen möglichen Orten herunterzuladen und zu installieren, soll zurecht mit Windows seine Freude haben.
"Ihr lacht über mich, weil ich anders bin? Ich lache über euch, weil ihr alle gleich seid!"
"Einen Staat, der mit der Erklärung, er wolle Straftaten verhindern, seine Bürger ständig überwacht, kann man als Polizeistaat bezeichnen." Ernst Benda (ehem. Präsident Bverfg)
  11.03.2015, 20:25
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Das heißt, Sicherheitslücken in Javascript machen Linuxsysteme nicht angreifbar?
  11.03.2015, 22:21
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Na ja, zumindest muss man sich um den Rest kaum Gedanken machen, aber dieser Vorteil von Linux schwindet zunehmend wenn man sich anschaut was am häufigsten angegriffen wird: http://www.viruslist.com/de/analysis?pubid=200883873#p10

Linux nutze ich am Smartphone (Android) und an meinem Netbook. Letzteres war unter Windows irgendwann nicht mehr nutzbar weil es mit der Zeit grottig lahm wurde (warum auch immer, habe regelmäßig aufgeräumt). Bei Linux sehe ich für für mich den Vorteil der Anpassbarkeit der Benutzeroberfläche, geht nicht gibt es fast nicht.
Ein weiterer Vorteil ist sicherlich dass man seine Software über die Paketquellen bezieht und immer schön brav alles (!) geupdatet wird und nicht nur das Betriebssystem. Bei Windows nervt mich ungemein immer alles selbst "von Hand" updaten zu müssen (Browser, E-Mail Programm, Flash, Java, VLC Player usw.). Avast! Antivirus nimmt einem zwar einiges ab aber schön ist das immer noch nicht.

In Sachen Hardware Kompatibilität hat sich in den letzten Jahren sehr viel getan, bei meinen letzten Installation auf vielen verschiedenen Geräten hat nie irgend ein Treiber gefehlt. Einzig proprietäre Grafiktreiber muss man noch selbst installieren, aber das geht ja zum Glück mit einem Klick aus dem System heraus (Im Gegensatz zu Windows: Browser öffnen, auf die Herstellerseite gehen, Modell und Betriebssystem auswählen, Treiber runterladen, Treiber installieren).

Wenn ich das so von Matthew höre dann bin ich mir zu 80% sicher, dass es ein Acer Netbook mit Linpus Linux gewesen ist. ;) Tja, was soll man dazu sagen? Keine Ahnung was Acer da geritten hat ein so dermaßen eingeschränktes und veraltetet Linux System aufzuspielen. Die ganzen negativen Aspekte, die du genannt hast kannst du getrost auf Acer schieben. Aber das ist auch wieder so ein Thema, Linux ist eben nicht gleich Linux. Als Basis haben alle nur den aktuell 77MB großen Kernel, was man daraus macht ist Sache der Entwickler.

Des weiteren sind sind es eher Kleinigkeiten die ich an Linux bzw. an den Benutzeroberflächen mag, z.B. die Dateimanager wo in 90% der Fälle ein Tastendruck auf F3 dazu führt, dass das Fenster sich "aufteilt" und ich in einem Fenster auf zwei verschiedene Ordner zugreifen kann. Oder in der Lage bin zwischen mehreren virtuellen Desktops zu wechseln.

Warum ich Linux nicht auf dem Desktop nutze, ist der Grund das Photoshop ohne Tricksereien unter Linux läuft. Abgesehen vom Browser ist dies bei mir das am meisten genutzte Programm. Früher waren auch Spiele für mich der Hauptgrund nicht zu wechseln aber mittlerweile spiele ich so gut wie gar nicht mehr. Dualboot war aus dem Grunde nichts für mich weil ich einfach zu Faul war jedes mal den Rechner neu zu starten, wenn ich mit dem spielen fertig war und surfen wollte.

Wenn man ein Gerät hat auf dem man nicht spielt und auch keine spezial Software für die Arbeit braucht, sehe ich eigentlich keinen Grund nicht auf ein Linux System zu wechseln.
In life, I have no religion,
Beside, the heavy metal Gods!
  15.03.2015, 13:10
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Des weiteren sind sind es eher Kleinigkeiten die ich an Linux bzw. an den Benutzeroberflächen mag, z.B. die Dateimanager wo in 90% der Fälle ein Tastendruck auf F3 dazu führt, dass das Fenster sich "aufteilt" und ich in einem Fenster auf zwei verschiedene Ordner zugreifen kann.
Ist das so ähnlich wie Strg + Enter bzw. Strg + Doppelklick bei Windows?

Warum ich Linux nicht auf dem Desktop nutze, ist der Grund das Photoshop ohne Tricksereien unter Linux läuft.
Welche Photoshop Version nutzt du denn und welche Tricksereien wären sonst nötig? Habe Photoshop 5 portable und keinerlei Probleme damit.
~ Signatur ~
  16.03.2015, 02:42
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Ich fühle mich übrigens durch diese Softwareverzeichnisse unter Linux eingeengt, weil ich das Gefühl bekomme, mich darauf beschränken zu müssen was mir dieses Verzeichnis (ich vermeide mal den Begriff "Store") vorschlägt, sofern ich überhaupt was finde, zumal ich auch gar nicht wüsste, wo ich sonst Software für Linux herbekomme, weil der Großteil dessen was man im Internet bekommt für Windows ist. Und wenn ich was für Linux fände, wüsste ich nicht wie ich es installiert bekomme. Unter Windows hingegen habe ich die große Freiheit, zu installieren was und woher ich will, und obendrein bekomme ich alles ohne lange zu suchen. Boby bekäme auch Programme, die ihm alle installierten Programme und Treiber unter Windows updaten, er müsste nur einmal kurz Google bemühen.
  16.03.2015, 09:01
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Unter Windows hingegen habe ich die große Freiheit, zu installieren was und woher ich will,
...und einen Haufen Toolbars und andere Adware gleich mit dazu. ?  ;)

Zitat
Und wenn ich was für Linux fände, wüsste ich nicht wie ich es installiert bekomme.
? Verstehe ich nicht. Wie machst du das denn wenn du etwas runterladen willst? Auf google.de und z.B. "Libreoffice download" eingeben dann landet man hier:
http://www.libreoffice.org/download/libreoffice-still/?version=4.3&lang=de#change
Dann klickt man auf den grünen "Windows" Link, dann oben auf "Download Version bla bla" und du erhältst eine .msi Datei. Runterladen drauf klicken, Installieren, fertig. Oder du klickst auf den Link "Linux x64 (deb)" und erhältst eine .deb Datei. Runterladen drauf klicken, Installieren, fertig.

Wobei, ich habe es erst zwei mal in meiner Linux "Laufbahn"gehabt, dass ich ein Programm was ich gesucht habe nicht in den Paketquellen gefunden habe. So, dann lade ich es eben von der Entwicklerseite oder gucke auf der Entwicklerseite in welcher Paketquelle es enthalten ist und füge diese hinzu. Mir will nicht so ganz klar werden warum man Zeit verschwenden sollte um sich Programme über den Browser zu suchen.
Zitat

Boby bekäme auch Programme, die ihm alle installierten Programme und Treiber unter Windows updaten, er müsste nur einmal kurz Google bemühen.
Grom würde auch Linux Programme finden, er müsste nur einmal kurz Google bemühen.  ;)

Nein, Spaß beiseite. Wie bereits beschrieben macht dies Avast! für mich, auf Wunsch auch vollautomatisch. Aber unter Windows sind auch nicht alle Programme vom Entwickler her dafür ausgelegt automatisch upgedatet zu werden, da muss ich auch immer noch das vertrauen in die Update Software haben, dass dort der Entwickler für zich Tausend Programme seine Arbeit richtig gemacht hat und mir nicht meine Installationen zerschießt oder meine Programm Einstellungen alle weg sind.
Und hier geht es auch eher darum welche vor und Nachteile Windows und Linux an sich haben (quasi out of the box). Wenn man anfängt und sagt unter Windows kann ich das so und so nachrüsten, kann ich auch genau so gut argumentieren unter Linux installiere ich mir Wine und kann Windows Programme benutzen (na ja unter umständen muss man etwas rumbasteln).

Des weiteren sind sind es eher Kleinigkeiten die ich an Linux bzw. an den Benutzeroberflächen mag, z.B. die Dateimanager wo in 90% der Fälle ein Tastendruck auf F3 dazu führt, dass das Fenster sich "aufteilt" und ich in einem Fenster auf zwei verschiedene Ordner zugreifen kann.
Ist das so ähnlich wie Strg + Enter bzw. Strg + Doppelklick bei Windows?
Nein, nicht ganz. Bei Windows hast du dann ja einen Ordner markiert und der wird ja dann in einem neuen Fenster geöffnet. Bei den Linux Dateimanagern drückst du F3, wenn du einen Ordner geöffnet hast du der macht dir einen "Splitscreen" im selben Fenster.


Warum ich Linux nicht auf dem Desktop nutze, ist der Grund das Photoshop ohne Tricksereien unter Linux läuft.
Welche Photoshop Version nutzt du denn und welche Tricksereien wären sonst nötig? Habe Photoshop 5 portable und keinerlei Probleme damit.
Ok, da hast du mich jetzt zugegebener maßen erwischt. :ugly: Ich bin erhlich gesagt einfach davon ausgegangen, das es so ist weil es in der Vergangenheit so war/ist, siehe: https://appdb.winehq.org/objectManager.php?sClass=application&iId=17 Photoshop CC 2014 welches ich nutze wurde offenbar noch nicht getestet. Aber du schreibst ja auch schon, dass du eine Portable Version benutzt. Es wäre mir neu das es von Adobe offiziell Portable Photoshop Versionen gibt, also ist an deiner ja schon von vorne herein etwas angepasst worden. Portable Version lassen sich meiner Erfahrung nach besser unter Wine nutzen als "normale".

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  21.03.2015, 11:29
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Das heißt, Sicherheitslücken in Javascript machen Linuxsysteme nicht angreifbar?

Ehrlich gesgat so genau kann ich da keine Aussage treffen.

Das Linux nicht sicher ist, weil Android Angriffsziel Nummer 1 bei mobilen Geräten ist, hört man oft. Man sollte jedoch bedenken das Google für alle Anwendungsschichten und der Oberfläche von Android auf Java aubaut und Java ist eine Konstruktion die unsicher ist. Wie genau die Verquickung ist, kenn ich jedoch nicht.
"Ihr lacht über mich, weil ich anders bin? Ich lache über euch, weil ihr alle gleich seid!"
"Einen Staat, der mit der Erklärung, er wolle Straftaten verhindern, seine Bürger ständig überwacht, kann man als Polizeistaat bezeichnen." Ernst Benda (ehem. Präsident Bverfg)
  22.03.2015, 12:24
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