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Thema: Bekommen Gamer den Hals nie voll genug?  (Gelesen 3674 mal)

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Anlässlich des baldigen Erscheinens von Fallout 4 habe ich mal wieder in verschiedenen Gamer-Foren gescrollt, und nicht zum ersten Mal ist mir die allgemein verbreitete Undankbarkeit der Gemeinschaft aufgefallen, die meist gepaart mit einem gesunden Halbwissen ist.
Da wird rum gejammert, Fallout sähe schlecht aus, die Technik hätte sich nicht weiter entwickelt, die Spielmechanik schon gar nicht, Bethesda und Howard würden die Kundschaft nur schröpfen und verarschen.
Programmieren könnten die schon überhaupt gar nicht mal, und die Spiele würden dadurch schlecht laufen. Außerdem würden sie die Modder bestehlen und ausbeuten etc pp ... (ja, die armen Modder; Bethesda stiehlt ihnen all die Assets und die Engine, all die Texturen, Teilcheneffekt, Lore, Dialoge ...)

Auch The Witcher 3 sähe nicht so richtig gut aus. GTA 5 sei sowieso Mist, und Rockstar die größten Verbrecher etc pp ...

Ich frage mich ernsthaft: woran liegt das? Die technische Fortentwicklung der letzten zehn Jahre ist gigantisch, das Gameplay so komplex, wie man es sich vor fünf Jahren nicht hätte erträumen können; Studios wie Bethesda stecken Jahre in die Entwicklung von Games, die wir dann Jahre spielen können, so riesig, umfassend und detailreich sind sie.

Ich habe z.B. noch nie ein so komplexes Gameplay, wie in dem Showreel zu Fallout 4 gesehen: freies Bauen mit frei wählbaren Materialen, frei bildbare Charaktere, direkte Befehle an Begleiter ... und das ist nur, was wir in dem Trailer gesehen haben. - Die Leute machen sich keine Vorstellungen, wie schwer so etwas zu programmierne und scripten ist, von den ganzen Assets zu schweigen, die modelliert werden müssen, und die bei Fallout 4 kein bisschen generisch aussehen, also sehr arbeitsintensiv waren.

All das scheint der Durchschnitts-Gamer dort draußen nicht zu begreifen. Stattdessen: Mimimi, die Felltextur des Hundes sieht ja ganz matschig aus.

Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich finde, so etwa verpestet die allgemeine Stimmung ganz erheblich, oder?
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  17.06.2015, 22:18
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Das gab es schon immer und das wird es auch immer geben.

Solche Leute sollte man auch nicht unbedingt mit "Gemeinschaft" oder "Community" gleich stellen. Nur weil einige am lautesten schreien heißt es nicht, dass sie auch die Mehrheit ausmachen. :P
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  18.06.2015, 01:49
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Der Umgangston der Community wird immer rauer, weil immer mehr jüngere Spieler auftauchen. Hier im Forum ist es schön friedlich, aber was in anderen Foren und diversen Onlinespielen los ist, ist einfach nur erschreckend. Dort wird beleidigt und gewettert, was das Zeug hält. Der Entwickler ist schlecht und geldgeil und die anderen Spieler sind allesamt Hacker.  :rolleyes:
Ich hoffe einfach, dass sich das irgendwann lösen wird und diese Communitys wieder freundlich werden.
Komm zum Werwolfforum! Wir spielen Werwölfe von Düsterwald online. Dich erwarten eine nette Community und viele spannende Runden.

Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, nur bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher - Einstein
  18.06.2015, 07:43
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Das liegt daran, das im Internet jeder Spast eine Plattform findet, auf der er sich wichtig machen kann. Diejenigen, die über das Essen meckern bevor es serviert wurde, verraten damit mehr über sich, als ihnen vielleicht lieb ist. Aber sind die relevant? Nein. Denn für das fertige Spiel sind Trottel, die von Trailern auf das fertige Spiel schließen wollen schlicht egal, sie tragen sogar zur Bekanntheit bei.

Übrigens sind die meisten Spieleentwickler mittlerweile Aktiengesellschaften. Das mit der Geldgier dürfte also durchaus zutreffen.
  18.06.2015, 07:46
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Hier im Forum ist es schön friedlich
Das ist auch noch ein wichtiger Punkt. In offiziellen Foren gibt es die meiste schlechte Stimmung, aus gutem Grund:
Wenn Spieler was zu Meckern haben, dann tun sie es vor der Haustür der Entwickler. Spieler, die nichts zu Meckern haben, nehmen es (z.B. das Spiel, Features) einfach hin.
In Foren wie diesen entwickelt sich daher eher eine sich helfende, freundliche Community - und selbst dort werden manche Spieler, die was zu Meckern haben, dafür lieber auf offizielle Foren zugreifen, weil die Chance, dass ein Entwickler sich in Fanforen herum treibt, sehr niedrig ist und gerade bei unterschiedlichen Sprachen gegen null geht.

Wer sich also nicht über "Hater" aufregen will, der sollte offiziellen Spielforen fern bleiben. ;)

Ich hoffe einfach, dass sich das irgendwann lösen wird und diese Communitys wieder freundlich werden.
Das mit dem Meckern wird sich niemals ändern. Das einzige, was sich da wohl ändert wird, ist der extrem raue Ton, der oft dort herrscht, weil seit kurzem Forenbetreiber für die Beleidigungen von Nutzern verklagt werden können (wenn nicht in einer "angemessenen Frist" entfernt usw.).

Übrigens sind die meisten Spieleentwickler mittlerweile Aktiengesellschaften. Das mit der Geldgier dürfte also durchaus zutreffen.
Naja, von Luft und Liebe kann man seine Mitarbeiter nicht bezahlen. Und nur so viel Geld zu machen, wie man für's nächste Projekt braucht, ist unverantwortlich - die Entscheidungsträger dafür spielen mit den Arbeitsplätzen der Mitarbeiter. Da müsste nur ein "Flop" mit bei sein und die Entwickler sind weg vom Fenster, außer die haben einen extrem kulanten Publisher.
Zumal die Entwicklung von Spielen extrem teuer ist. Auf Seiten wie Kickstarter werden oft nur 10-20% des benötigten Betrags für das Spiel verlangt und der Betrag wird dann nicht genutzt um das Spiel zu entwickeln, sondern um mehr Geld für die Entwicklung aufbringen zu können. Die wenigen Entwickler, die dort erfolgreich den kompletten Beitrag für die Entwicklung einnehmen konnten, kann man an einer Hand abzählen, zumal die meisten bei realistischen Schätzungen auch zu hören bekommen "warum seid ihr denn so teuer, die anderen nehmen dafür doch viel weniger, ist doch bestimmt nur scam"...
« Letzte Änderung: 18.06.2015, 10:31 von Elessar »
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  18.06.2015, 10:26
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Du weist aber schon, das Aktiengesellschaften für die Geldbeutel ihrer Aktionäre wirtschaften, nicht für ihre Mitarbeiter oder schöne Produkte?
  18.06.2015, 13:38
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Du weist aber schon, das Aktiengesellschaften für die Geldbeutel ihrer Aktionäre wirtschaften, nicht für ihre Mitarbeiter oder schöne Produkte?
Natürlich tun sie das. Egoismus und Geldgier liegt nun mal in der Natur des Menschen, jeder arbeitet erst mal für's eigene Wohlergehen und denkt bestenfalls danach an die anderen. Deswegen hat ja auch der Kommunismus nicht so funktioniert, wie 's gedacht war.  :P
Wenn bei der ganzen Geldgier aber als Nebenprodukt ein Topgame herauskommt, kann ich gut damit leben.  ;)

Und Fadomai sagte: „Wenn Nirni ihre Kinder trägt, dann nimm eines davon und verwandle es.
Mach die schnellsten, klügsten und schönsten menschenähnlichen Wesen aus ihm und nenne sie Khajiit.“
  18.06.2015, 20:18
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Es wird doch in jeder Industrienation auf höchstem Niveau gemeckert :D
Ich finde es immer sehr nervig, wenn die Leute so herummotzen - zumindest wenn es nicht gerechtfertigt ist.

Mir tuts für die Entwickler manchmal Leid, weil sie sich teilweise echt Mühe geben und dann solche Reaktionen erhalten.

Ich bin froh dass ich keine Grafikhure bin und freue mich wie Bolle auf Fallout 4 :love:


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- John Barrowman -
  18.06.2015, 23:03
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Als Grafikhure bezeichnet man eigentlich ein Spiel, das außer Grafik nichts zu bieten hat. Nicht den Spieler.
« Letzte Änderung: 19.06.2015, 10:11 von Matthew McKane »
Meine Gipfelnebelherrenhausstatistik (mitgespielt ab Runde 4)

Runden mitgespielt: 10,  Runden gewonnen: 5,  Runden verloren: 5,  Runden überlebt: 3,  von den Assassinen ermordet worden: 6,  von der Mehrheit gelyncht worden: 2, als Bürger gewonnen: 3, als Bürger verloren: 4, als Assassine gewonnen: 2, als Assassine verloren: 1
  19.06.2015, 10:08
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Du weist aber schon, das Aktiengesellschaften für die Geldbeutel ihrer Aktionäre wirtschaften, nicht für ihre Mitarbeiter oder schöne Produkte?
Verwechselst du vielleicht Publisher und Entwickler?

Als Grafikhure bezeichnet man eigentlich ein Spiel, das außer Grafik nichts zu bieten hat. Nicht den Spieler.
Ich habe noch nie gehört, dass irgendjemand ein Spiel als "Grafikhure" bezeichnet hat. Der Begriff bezog sich stehts auf die Spieler, denen Grafik das Wichtigste ist.
« Letzte Änderung: 19.06.2015, 13:57 von Elessar »
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  19.06.2015, 13:50
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Der Publisher ist üblicherweise Kunde des Entwicklers, der immer häufiger eine Tochterfirma dessen ist, oder umgekehrt. Und Spieleentwickler sind ebenfalls oftmals Aktiengesellschaften.

Natürlich scheitert es nicht an der Unternehmensform, sondern an der Art der Führung. CD-Project ist auch eine AG, benimmt sich aber nicht so. Allerdings hat dieses nonkomforme, dem Kunden schmeichelnde, Verhalten deren Popularität derart gesteigert, das es gar nicht nötig ist.

Aber ich glaube es geht hier um Schreihälse, die von Spieleentwicklern Wunder erwarten, und von Trailern auf das fertige Spiel schließen.
« Letzte Änderung: 19.06.2015, 13:57 von Grom »
  19.06.2015, 13:53
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Der Publisher ist üblicherweise Kunde des Entwicklers, der immer häufiger eine Tochterfirma dessen ist, oder umgekehrt. Und Spieleentwickler sind ebenfalls oftmals Aktiengesellschaften.
Mir fällt auf Anhieb kein einziger Entwickler ein, der an der Börse ist. Selbst so große wie Blizzard Entertainment nicht. Activision Blizzard ist an der Börse, die sind aber nicht die Entwickler von WoW, Diablo 3 usw. sondern Publisher bzw. Mutterunternehmen. Und gerade Blizzard verballtert dutzende bis hunderte Millionen in die Entwicklung von Spielen, die dann doch eingestellt werden, weil deren Qualität nicht gut genug ist.

Abgesehen davon sind Publisher keine Kunden von Entwicklern, eher umgekehrt.
Publisher finanzieren die Entwicklung von Spielen im voraus und stecken sich dafür auch den höchsten Teil des Gewinns ein, und wer eine Spielidee umsetzen möchte, der geht bei den Publishern hausieren um eine Finanzierung zu bekommen.

CD-Project ist auch eine AG, benimmt sich aber nicht so.
Da haben wir also immerhin einen Entwickler, der an der Börse ist - die Hintergründe dazu sind aber schon extrem speziell. :P
CD Projekt RED ist erst zum Börsenunternehmen geworden, als sie gezwungen waren, mit dem Publisher CD Projekt S.A. (vorher Optimus S.A.) zu fusionieren um eine Insolvenz des Entwicklers abzuwenden.
Im Grunde gibt es dort immer noch mehrere Führungen, auch wenn es offiziell nun eine Firma ist.

Wir könnten uns bei dieser kleinen Nebendiskussion aber auch einfach darauf einigen:
Spieleentwickler müssen nunmal Geld verdienen. Die einen machen es gieriger als die anderen, aber trotzdem muss jedes Spiel Geld erwirtschaften.
Manchen Entwicklern kann man in der Tat eine gewisse Geldgier vorwerfen (Evolve :|), aber das muss nicht mit der Börse zusammen hängen.
« Letzte Änderung: 19.06.2015, 15:47 von Elessar »
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  19.06.2015, 14:14
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Als Grafikhure bezeichnet man eigentlich ein Spiel, das außer Grafik nichts zu bieten hat. Nicht den Spieler.
Ich habe noch nie gehört, dass irgendjemand ein Spiel als "Grafikhure" bezeichnet hat. Der Begriff bezog sich stehts auf die Spieler, denen Grafik das Wichtigste ist.
Ich kenne das auch nur so wie Elessar :D


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- John Barrowman -
  19.06.2015, 18:20
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Zitat
Abgesehen davon sind Publisher keine Kunden von Entwicklern, eher umgekehrt.
Publisher finanzieren die Entwicklung von Spielen im voraus und stecken sich dafür auch den höchsten Teil des Gewinns ein, und wer eine Spielidee umsetzen möchte, der geht bei den Publishern hausieren um eine Finanzierung zu bekommen.

Publisher sind ganz oft Kunden von Entwicklern. Die übernehmen z.B. oft für amerikanische Studios den Europavertrieb. Paradox Interaktive zum Beispiel bei Pillars of Eternity zum Beispiel. Oder Koch Media bei Wasteland 2. Das ein Publisher Spiele vorfinanziert usw. ist eigentlich nicht der Normalfall. Normalerweise entwickelt man eine Software und schliesst dann mit einem Publisher einen Vertrag ab, der diese dann auf den Markt bringt und sich um den Vertrieb kümmert.

Und wenn der Publisher so ein riesiger Konzern ist, dem die Entwicklungsstudios usw selbst gehören, dann macht es auch keinen Unterschied, ob das Studio selber an der Börse ist, oder einem Konzern gehört, der an der Börse ist. So oder so ist der Gewinn für die Aktionäre.
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  19.06.2015, 19:55
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Ich denke auch dass diese Undankbarkeit eher daher kommt, weil die Gamer von heute nunmal nicht mit den Zockern von damals vergleichbar sind. Generation Facebook und Smartphone kennt einfach die "gute alte Zeit" nicht mehr, als man noch Handbücher lesen mußte, Explosionen nicht die Hauptsache waren und Texte gelesen werden mussten weil es keine Sprachausgabe gab.
Bsp. Witcher3: alle schreien "aber im Trailer sah es viel besser aus". Blödsinn, das Spiel ist überragend, es hat Story, Tiefgang und Charaktere. Und von den (meiner Meinung nach) grausigen Deutschen Synchronsprechern macht es alles richtig und fesselt.
Könnte mir im Fall von Fallout auch gut vorstellen dass ein Großteil der Heuler von heute, die Vorgänger in 2D nie gespielt haben, und gar nicht wissen dass die auch heute noch gut sind.

Ich bin gerade mal 30, aber in den letzten 2 Jahren so alt geworden, dass mich diese undankbare Brut heutzutage nur noch anwidert, undankbares Pack  :ugly:
I was running with the wolves, hunting the lamb.
They stared at me with their fiery eyes and spoke:
"Thou hast gained his mark
thou shall never hunt alone
thine shall be their blood and flesh
and ours shall be thy soul"
  19.06.2015, 23:22
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Zitat
Blödsinn, das Spiel ist überragend, es hat Story, Tiefgang und Charaktere. Und von den (meiner Meinung nach) grausigen Deutschen Synchronsprechern macht es alles richtig und fesselt.
Das ist doch aber trotzdem kein Grund den Kunden mit aufpolierten Trailern zu täuschen. Bei Watchdogs haben sich viele Leute extra wegen der Trailer eine neue Konsole gekauft, weil sie "next Gen Grafik" geniessen wollten. Da kann ich den Ärger schon nachvollziehen, wenn man endlich aufwacht und feststellt, dass man von der Industrie verschaukelt wird.

Das Gejammere bei Fallout kann ich dagegen nur bedingt nachvollziehen. Fallout hat man noch nie wegen der Grafik gespielt. Zumal in dem Setting die vorherrschende Farbe eh grau ist. Und der Trailer ist halt nicht geschönt. Manche wollen anscheinend auch verarscht werden.
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  19.06.2015, 23:39
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Publisher sind ganz oft Kunden von Entwicklern. Die übernehmen z.B. oft für amerikanische Studios den Europavertrieb.
Die Publisher sind in diesem Fall Dienstleister - sie bieten Dienste wie den Vertrieb und Finanzierung an. Der Entwickler nimmt die Dienste in Anspruch und zahlt auch dafür, ist also Kunde.

Das ein Publisher Spiele vorfinanziert usw. ist eigentlich nicht der Normalfall.
Doch, genau das ist der Normalfall. Wäre es anders, dann wären auch Plattformen wie Kickstarter nicht so populär. Die wenigsten Entwicklerstudios haben genug Geld um die Entwicklung alleine zu finanzieren, und Banken geben keine Kredite für die Spieleentwicklung raus (da es keine Garantieformel für "Spaß" gibt, ist das den Banken zu unsicher).
Wobei in dem Bereich seit den letzten Jahren wegen des Crowdfundings und der erhöhten Bedeutung von digitalen Vertrieben eine willkommene Veränderung stattfindet.

Das Gejammere bei Fallout kann ich dagegen nur bedingt nachvollziehen. Fallout hat man noch nie wegen der Grafik gespielt.
Da waren wohl die Erwartungen wegen anderer Spiele zu hoch. In Witcher 3 kann man sogar die "einzelnen" Haare der Felle von Tieren simulieren. Der Hund in Fallout 4 hingegen sieht aus, als hätte man ihm nur ne einfache unscharfe Felltextur draufgepackt - dazu kommt auch noch eine eventuell schlechte Streaming-Qualität, die das ganze noch matschiger hat aussehen lassen.
Nicht dass mich das stören würde, ich kann aber nachvollziehen, warum gerade da (und gerade von Grafikhuren) gemeckert wurde. Es sieht halt generell aus wie ein Fallout 3 in etwas hübscher, vielleicht wie ein Fallout 3 mit Mods. Für mich hat Gameplay jedoch einen weitaus wichtigeren Stellenwert.
~ Signatur ~
  20.06.2015, 03:08
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Zitat
Die Publisher sind in diesem Fall Dienstleister - sie bieten Dienste wie den Vertrieb und Finanzierung an. Der Entwickler nimmt die Dienste in Anspruch und zahlt auch dafür, ist also Kunde.

Stimmt. In diesem Fall. Aber in dem viel häufiger vorkommenden Fall, dass der Publisher das Produkt, die Lizenz oder die Marke kauft und dann weitervermarktet ist er Kunde. Und wenn er alles schon besitzt und ein Spiel bei einem Studio in Auftrag gibt auch. Bethesda und Obsidian zum Beispiel bei Fallout NW.

Zitat
In Witcher 3 kann man sogar die "einzelnen" Haare der Felle von Tieren simulieren. Der Hund in Fallout 4 hingegen sieht aus...
In den Trailern sah Witcher 3 halt noch besser aus. Und dass es im Spiel nicht ganz so schön aussieht wie im Trailer haben viele halt erst gemerkt, als sie das Spiel schon auf der Platte hatten und das Geld beim Händler war. Weil die "Fachpresse" da im Vorfeld kein Wort drüber verloren hat. Sich darüber zu ärgern kann ich nachvollziehen. Sich über ein Spiel, das noch gar nicht draussen ist, schon im Vorfeld zu ärgern obwohl niemand einen dazu zwingt es sich zu kaufen, schon weniger.

Dass der Hund so ein matschiges Fell hat und sich so komisch bewegt, muss so sein. Das sind Auswirkungen der Strahlung. :P
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  20.06.2015, 10:32
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Wer meckern will, findet immer was zu meckern.

Was FO4 angeht, ziehe ich es vor, mich auf Story, Features, die vielen Gimmicks und den schrägen Humor zu freuen.

Bethesda waren nie führend darin, ihre Spiele grafisch perfekt aussehen zu lassen. Die haben sich seit jeher auf Inhalte konzentriert, nicht auf hübsche Verpackung. Spieler-Interaktion mit der Welt, und die Möglichkeit, alles zu sein, überall hin zu gehen und alles zu tun, war schon immer die Kernphilosophie bei denen. Um das zu erreichen, *muss* man zwangsläufig Abstriche bei der Grafik machen. Denn anders als bei sorgfältig designten Schlauchlevels kann man bei Open-World jedes Objekt von allen Seiten und aus jeder Entfernung sehen.

Bei einer so riesigen Spielwelt mit so vielen Assets kann auch nicht jedes Objekt mit perfekten Texturen ausgestattet sein. Nicht nur, dass die Hardware beim Spieler da klare Grenzen vorgibt, es wäre auch in puncto Produktionszeit und -kosten einfach unrentabel.

Als Trost für die ganzen Grafikhuren ließe sich sagen, dass es sich um eine weiterentwickelte Creation-Engine handelt. Damit ist wie bei Skyrim *jedes* Detail der Spielerfahrung modifizierbar. Wenn man sich anguckt, was die Modding-Szene aus Vanilla-Skyrim gemacht hat, dann darf man gespannt sein, wie ein komplett gemoddetes Fallout 4 ein Jahr nach Release aussieht.
"Maiq has heard the people of Skyrim are better looking than the people of Cyrodiil. Maiq has no opinion on the matter. All people are beautiful to him."
  20.06.2015, 11:33
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Nu ja, es sind Schreihälse, aber sie gehören zur Community und sie stehen für sie in den Foren und Gaming-Portalen, und ich habe schon das Gefühl, dass sie nicht nur der Lautstärke nach überwiegen.

Ich jedenfalls finde das schon sehr auffällig, diese Unzufriedenheit mit allem, teilweise dieser Hass. Ich habe so etwas noch nie in anderen Szenen erlebt, weder bei Film, Literatur, noch Musik.
Vermutlich ist den Leuten nicht klar - weil es ein relativ neues Medium ist - wie viel Arbeit so ein Spiel macht ... andererseits muss man schon ziemlich blöde sein, wenn allgemein bekannt ist, das die Entwicklung eines AAA-Titels oft ein halbes Dutzend Jahre benötigt und eine Personalstärke von 100 oder 200 Designern und Programmierern.

(Nota bene: niedrig aufgelöste Texturen werden ausschließlich aus Performance-Gründen benutzt, mit der Produktionszeit hat das nicht wirklich viel zu tun. Erstellt werden alle in Standard-Auflösung (heute üblicherweise 2048), runtergerechnet wird dann, wie man es braucht.)
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  21.06.2015, 19:00
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