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Thema: Finanzierung des Studiums / Ausbildung  (Gelesen 2385 mal)

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Momentan beschäftige ich mich vermehrt mit meinem kommenden Studium und es ist natürlich etwas überwältigend, was man alles beachten muss. Momentan stehe ich vor der Frage, wie ich mir mein Studium finanzieren werde. Ich werde kein Bafög bekommen, weil meine Eltern zu viel verdienen, jedoch können meine Eltern mich nicht groß fördern, da sie erstens zu wenig verdienen und zweitens bald in Rente gehen und noch weniger Geld haben.

Ein Stipendium oder Begabtenförderung fällt mir für mich wohl auch aus. Über die Menge an Stipendien steige ich nicht durch und bei der Begabtenförderung fehlt mir schlicht die Begabung. Obgleich ich mich für einen intelligenten und gesellschaftlich interessierten Menschen halte fehlt mir ein sehr gutes Zeugnis (2,0), aber auch das gesellschaftliche Engagement, da ich mich Zeit meines bisherigen Lebens nirgendwo ehrenamtlich, noch anderweitig engagiert habe.

Also plane ich momentan damit mir einen 450€ Job zu suchen und in den ersten Monaten auf eine Förderung meiner Eltern zurückzugreifen und später dann einen Studienkredit beantragen müssen. Vielleicht unterschätze ich das mit dem Job + Studium aber auch und muss doch schneller als geplant einen Kredit aufnehmen.

Problematisch wird es alleine dadurch, dass ich bei der Wohnungssuche gewisse Erwartungen habe, sodass ich optimalerweise für die Miete alleine 400€ einrechnen muss, wenn ich nicht einen Glücksgriff im Wohnungsmarkt habe. :D


Wie finanziert ihr eure Studium, habt es finanziert oder plant es zu finanzieren? Habt ihr große Abzüge in der Lebensqualität hingenommen, es bedauert oder einfach damit gelebt?
  09.08.2015, 15:51
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  • Skelett-Krieger
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1.) Zieh aus, möglichst in eine andere Stadt. Dann wirst du Eltern-unabhängig gefördert. Das heißt: Bafög wird dir dann ggf. bewilligt, obwohl deine Eltern "zu viel" verdienen. Für dich hieße das natürlich, dass du nicht in Lübeck studieren kannst (falls da überhaupt eine Uni ist), sondern nach Hamburg müsstest.

2.) Deine Eltern können überdies Kindergeld für dich beziehen, bzw. tun das zur Zeit wenn sie schlau sind. Kindergeld steht Eltern auch für Volljährige bis zum 25. Lebensjahr zu, solange das Kind in einer Ausbildung, Schule oder Studium ist. Meine Eltern haben das Kindergeld damals an mich weitergegeben, als ich ausgezogen bin. Allein damit wirst du zwar keinen eigenen Haushalt finanzieren können, aber jedes bisschen hilft bekanntlich.

3.) Zieh in eine WG. Für Studenten ist das quasi "Pflicht", weil man nur so finanziell über die Runden kommt. Oder du schaffst es in ein Studentenwohnheim. Beantrage Wohngeld von der Gemeinde, in die du gezogen bist. Auch das ist nicht viel, aber es hilft. Ich weiß zwar nicht, ob Wohngeld Studenten zusteht, aber da sogar Arbeitslose und Sozialfälle es beantragen können, wüsste ich keinen Grund, warum nicht auch Studenten.

4.) Such dir einen Nebenjob. Möglichst etwas, was sich zeitlich gut mit dem Studium vereinbaren lässt, dich nicht zu sehr anstrengt / vereinnahmt, und anständig bezahlt wird. Das dürfte der schwierigste Teil des Ganzen sein, ist aber nicht unmöglich.

Mehr fällt mir gerade nicht ein.

EDIT:

5.) Studieren ist ein harter Job mit vielen Einschränkungen der "Lebensqualität". Wenn deine Eltern nicht reich sind und dir alles finanzieren, dann hast du zwei Möglichkeiten:
A) Vergiss deine "Erwartungen" von oben und mach das beste aus dieser Zeit
B) Vergiss deinen Wunsch zu studieren und geh arbeiten
« Letzte Änderung: 09.08.2015, 18:00 von Hanrok »
"Maiq has heard the people of Skyrim are better looking than the people of Cyrodiil. Maiq has no opinion on the matter. All people are beautiful to him."
  09.08.2015, 17:53
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  • Skelett-Magier
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1.) Wegziehen ist sicher, warte eigentlich nur noch auf die Zulassung, die aber eigentlich kommen müsste. Wenn nicht ziehe ich aber trotzdem aus. Soweit ich aber weiß, werde ich trotzdem kein Bafög bekommen, weil meine Brüder auch keines bekommen haben.

2.) Das tun sie selbstverständlich, auch für die Übergangszeit wird das Kindergeld weitergezahlt.

3.) Werde erstmal mit einem Freund zusammen in eine "Zweier WG" umziehen. Eigentlich war der Plan, eine zu Gründen, aber wer weiß, ob wir das so direkt neu in einer Stadt zeitlich schaffen.

4.) Ich würde ja gerne einen Nebenjob als Fahrer annehmen, aber da ich ja umziehen werde habe ich dann noch keine Deutschkenntnisse. Mal schauen, im Service wollte ich nicht jobben, aber vielleicht finde ich auch was im Bürowesen.

5.) Hab ich auch schon mitbekommen. Versuchen möchte ich es trotzdem in einer angenehmen Wohngegend zu wohnen und nicht immer die günstigsten Lebensmittel kaufen zu müssen. Darunter werde ich dann nämlich noch mehr leiden.


Danke für deine Gedanken! Woher ist überhaupt bekannt, wo ich wohne? Mittlerweile weiß man hier ja schon alles über mich :ugly:
  09.08.2015, 18:53
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  • Gräfin
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Dito zu allem was Hanrok sagt.

Deine Erwartungen an eine Wohnung kannst du, um ehrlich zu sein, direkt vergessen. Das wirst du ohne 2-3 Jobs nicht finanzieren können, vor allem da du sparen musst, weil halbjährlich Semesterbeitrag etc ansteht.
Stell dich allgemein darauf ein, in allen Lebensbereichen kürzer treten zu müssen: feiern, Klamotten/PC kaufen, jeden Tag Steak essen.

Ich habe zu meinem Master einen Studijob gehabt, bei dem ich knapp 400€ im Monat verdient habe. Durch Bafög bekam ich nochmal knapp das gleiche, damit lässt sich gut leben.
Ich würde es auf jeden Fall versuchen mti dem Bafög. Und Finger weg von "Studiumsabschlussdarlehen" und so nem Zeug, das wird für dich zu teuer (hohe Zinsen, und du musst direkt nach dem Studium beginnen abzuzahlen). Beim Bafög hast du 5 Jahre Luft und ein max. Rückzahlung von 10.000€. Sobald du ausziehst, selbst Miete zahlst, sieht es mit Bafög schon GANZ anders aus, zumal du glaub ~500€ Freibetrag hast, den du dazu verdienen darfst, ohne dass dir da was gekürzt wird. Bitte deine Eltern im Falle des Auszuges, dir das Kindergeld dazu zu geben. Bis du 25 bist steht dir das zu und wenn du nicht mehr zu Hause wohnst, müssten deine Eltern dir das eig auch geben - es ist ja für deinen Unterhalt.
Und ja, Studenten steht Wohngeld zu - auch wenn die nach meiner Erfahrung sehr pingelig und knauserig sind.

Um mal Klartext zu reden: ich habe im Bachelor eine Phase lang von 120€ im Monat gelebt (Miete schon abgezogen), das ist vollständig machbar, wenn auch nicht schön. Aber du wirst nicht verhungern, ich kann mit 25€/Woche auskommen wenn ich will ;)

Such dir einen Platz im Wohnheim oder einer Studi-WG, dann ist da machbar, beantrage Wohngeld und probier mal aus, was das Bafög-Amt tatsächlich sagt. Such dir einen Job (nichts unter 8,50/Stunde), bei dem du vllt 2-3 Tage die Woche arbeitest, nicht mehr, und der flexibel ist, damit es mit Vorlesungen vereinbar ist. Bitte deine Eltern im Falle deines Auszuges (zu empfehlen, nicht nur finanziell) dir das Kindergeld zu überweisen (glaube 185,-/Monat) und schraube deine Erwartungen und deinen Lebensstandard zurück.
Dann kommst du gut durch Studium, und es klingt eigentlich schlimmer als es ist :)


“Never apologize for being nerdy, because unnerdy people never apologize for being assholes.”
- John Barrowman -
  09.08.2015, 19:03
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  • Skelett-Magier
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Ich bin, was ich esse. :D
Ich meine das ernst. Lebensmittel sind die einzigen Ausgaben, auf die ich Wert lege. Meinen Friseur werde ich ohnehin nur besuchen, wenn ich wieder zuhause bin, ins Kino o.ä. gehe ich vielleicht zweimal im Jahr, Feiern tu ich nicht, da kaufe ich mir lieber einmal eine schöne Spirituose und habe weit länger was von meinem Geld. Für anständige Ernährung würde ich auch tatsächliche Abstriche beim Wohnen machen.

Und zur Wohnung, Potsdam ist in den letzten Jahren leider recht teuer geworden. Wenn ich nicht in einem Plattenbau wohnen will (also Hochhaus oder wie auch immer man das nennt), was ich auch nicht will, muss ich bestimmt mit ~350€ Miete rechnen.

Ich rechne fest damit einen Studienkredit aufzunehmen, wobei sich die Bildungsfonds beinahe besser anhören, da man dort von Zinsschwankungen losgelöst ist. Die Kredite des KfW sind zwar nicht die besten, aber sicher sind sie auf jeden Fall.

Mein Ziel ist es bis 2016/17 so gut wie autonom von meinen Eltern zu sein, da sie mich dann einfach nicht mehr fördern können (natürlich abgesehen vom Kindergeld). Das werde ich mit diversen kleinen Förderungen (Kindergeld, Wohngeld) und einem 450€ Job wohl unmöglich schaffen.

Bzlg. Bafög werde ich mit meinen Fragen damit mal demnächst zum zuständigen Amt gehen. Aber ich habe wenig Hoffnung. Zumal ich mit meinen Brüdern in den kommenden Jahren über eine "Gemeinsame Altersvorsorge" nachdenken wollte. Und sobald ich irgendeine Art an Besitz habe werde ich sicherlich kein Bafög mehr bekommen. Aber vielleicht warten wir damit auch noch ein paar mehr Jahre.
« Letzte Änderung: 09.08.2015, 19:25 von Oynox »
  09.08.2015, 19:21
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  • Hoher Drachengott
    • Nirn.de Team
Hallöchen,

ich hatte das Privileg, dass ich finanziell ein bisschen von meinen Eltern unterstützt wurde. Nichtsdestotrotz wollte ich immer irgendwo einen Job haben. Mir ist es wichtig, nebenbei zu arbeiten. Ich hab das mal ein halbes Jahr nicht gemacht und war echt unglücklich  :ugly: Typsache, nehme ich mal an :)

Da es hier ja um Finanzierung gibt, hast du folgende Qualitätsstufen des Geldverdienens.

Stipendium
Guckst du: www.mystipendium.de - ist seriös, fragt dich nach Stammdaten ab und sagt dir, wofür du die Voraussetzungen erfüllst. Mach's, wär' verschenkt, wenn's nix ist.

KfW-Kredit
Seriös, zuverlässig. Wenn ich irgendwie mit Geld leihen müsste, würde ich es dort machen.
https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Studieren-Qualifizieren/Finanzierungsangebote/KfW-Studienkredit-(174)/
Schön hier: dass du eine Kranzphase hast, also zw. Auszahlungsphase (du bekommst Geld) und Tilgungsphase (du zahlst es mit Zinsen zurück) zw. 6 und 23 Monate deine Ruhe hast. Das heißt, erstmal Geld verdienen kannst, dir ne Wohnung etc. einrichten kannst und was man so macht wenn man berufstätig ist und es wird noch nicht die Hälfte (übertrieben, es ist nicht die Hälfte) dir wieder abgenommen.
Frag mal deine Hausbank, ob du das über sie beziehen kannst.
Start: vor den Studienbeginn, kann aber auch bei laufendem Studium klar gemacht werden.

Qualifikationsfreie Jobs
Ja... damit meine ich Backfachwarenverkauf oder besser: im Kino. Ich hab auch fast ein Jahr im Kino gearbeitet. Ist super für die Charakterbildung. Du wirst nur dumm angemacht und sammelst aus Kinosäälen die verschütteten Schalen mit Nacho-Soße auf. Vllt. arbeitest du dich hoch und verkaufst Cola aus Zapfsäulen, von denen du danach nie wieder trinkst und Popcorn von dem du nicht wissen wolltest, wie es gelagert wird.
Glaub mir, danach siehst du Menschen in diesen Dienstleistungen anders. Geld ist mies, aber die Arbeitszeiten tangieren auch nicht dein Studium. Du darfst kostenlos Filme gucken und erfährst sehr sehr viel über Menschen. Ernsthafte Empfehlung. Bonus: hat nix mit deinem Studium zu tun, kannst also abschalten. Mir hat's damals echt gut getan.
Start: sofort nach Studienbeginn.

Hilfswissenschaftler  an der Uni
An der FH gabs sowas nicht aber an der Uni gibt's da echt viel. Da gibts Jobs in deinem Fachbereich und außerhalb. Job im FB bringt dir halt weiter Qualifikation. Und wenn nicht, lernst du andere Wissenschaftler und Professoren kennen. Das ist echt viel wert, insb. wg. Bachelor/Master-Arbeit. Du hast dann vllt. schon einen Schreibtisch und dich zwei Jahre mit was beschäftigt. Wenn dir dein Fach übertrieben viel Spaß macht und du ein Nerd werden willst: tu's! Profis schauen noch bei angesiedelten Instituten (Fraunhofer, ...) der Uni nach Jobs. Jobs an der Uni außerhalb des FB würd ich mir gut überlegen, sollten dich qualifizieren. Irgendwas dummes in der Verwaltung würde ich echt lassen. Da lernst du nix und bildest dich nicht. Und die Kontakte sind auch nicht der Bringer.
Start: naja, eher nach dem 2. oder 3. Semester

Werkstudent in der Firma
Ja. Kann scheiße sein. Echt scheiße. Dummes Gefühl mehrmals auf den Chef zuzugehen und fragen, wann dein Gehalt kommt. Kann gut laufen, kann schlecht laufen. Habe mit kleinen Buden schlechte Erfahrungen gemacht. Such dir einen guten Chef und würdige Arbeit. Guck, ob du was lernst. Ansonsten alsbald eine neue Firma suchen. Macht nicht immer Spaß und Werkstudenten sind in der Nahrungskette ganz unten angesiedelt - noch unter Azubis und BA-Studenten. Ich persönlich habe die besten Erfahrungen in einem Großkonzern gemacht, aber hatte da auch extrem viel Glück mit der tatsächlichen Stelle. Geh auf eine Jobmesse und babbel die Leute zu. Such dir wirklich aber ne Firma, die in deinem Bereich ist oder eine Schnittstelle hat. Hier lernst du am meisten und profitierst langfristig davon. Erste Wahl muss gar nicht der Ruf sein, sondern wie wichtig oder groß sie ist.
Start: wahrscheinlich auch erst nach dem 2. oder 3. Semester. Häufig auch erst nach dem 4.



Informiere dich an deiner Uni, was Hilfswissenschaflter (Hiwi) verdienen und akzeptier keinen Job, wo du schlechter bezahlt wirst.
Überleg dir, wie viel du arbeiten willst. Alles über 20 Stunden pro Woche ist irrsinnig. Außerdem bist du dann versicherungsrechtlich auch kein Vollzeitstudent mehr. Viele arbeiten 4-5 Stunden pro Woche.


Priorität sollte wirkl. dein Studium sein, und nicht dein Job. Weil deinen akademischen Abschluss kann dir keiner wegnehmen. Den Job kannste jederzeit verlieren.

Berufserfahrung ist geil. Aber alles was vor dem Abschluss ist, sehen die meisten eh nicht als qualifiziert an. Wenn du gut bist, haste viele Erfolgserlebnisse und dein Chef macht dir viele schöne Worte. Bringen dir aber nix. Weil er hat das wohl seiner Abteilung im Blick - nicht deine persönliche Entwicklung. Muss er. Dafür wird er bezahlt.
« Letzte Änderung: 10.08.2015, 07:39 von Tjati »
  09.08.2015, 19:44
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  • Gräfin
    • Adel
Verstehe ich dich richtig Oynox, dass deine Eltern bzw. einer 2016/17 in Rente gehen wird? Spätestens dann würde ich es nochmal mit dem Bafög versuchen :)

Bzgl Nebenjob (gut dass Tjati das anspricht): ich glaube es war max 20h/Woche (oder 40h/Monat, unsicher) und max 450€ im Monat Verdienst (bei mri war es sogar nur 375€) - ansonsten bist du für die KraKa nicht mehr primär "Student" und musst selber zahlen - ansonsten bist du ja bis 25 über deine Eltern noch familienversichert. Würde sowas vorher unbedingt nachfragen bei der KraKa :)


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- John Barrowman -
  09.08.2015, 22:43
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  • Skelett-Magier
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Also, Tjati, arbeiten möchte ich auf jeden Fall. Dass das Kino so gut ist, war mir aber neu. Danke für den Tipp!! Ob es nun bei Rechtswissenschaft hilfswissenschaftler gibt (kann mir da nichts vorstellen) weiß ich nicht. Prinzipiell behalte ich es im Kopf.

Bezüglich Bafög: es gibt tatsächlich die Möglichkeit, dass ich nächstes Jahr Bafög bekomme wenn mein Vater in Rente geht. Dafür gibt es tatsächlich Sonderregelungen, Wenn das aktuelle Einkommen der Eltern sich sehr von dem vor zwei Kalenderjahren unterscheidet. Also werde ich versuchen bis dahin ohne Studienkredit auszukommen, das wäre ja dann schonmal super.

Dann noch zum Nebenjob: 450€. Mehr nicht. Alles darüber wird versteuert und fällt aus der familienversicherung. 
  09.08.2015, 22:55
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  • Drachengott
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Nur ganz kurz, da ich noch nicht alles lesen konnte: Vom Studium her max. 20h / Woche. Beim Gehalt auch darauf achten, dass man den Kindergeldanspruch nicht verliert (sollte bis 450€ aber kein Problem sein). Hiwi-Jobs an Lehrstühlen (nicht an Uni-Institutionen wie Bibliotheken oder Studienberatung) haben den Vorteil, dass man wichtige Leute kennenlernt und zugleich oft weniger arbeiten muss als im Arbeitsvertrag steht ;) - aber auch das ist von Uni zu Uni und Fach zu Fach verschieden. Wenn Du einen ordentlich bezahlten Hiwi-Job ergattern kannst, würde ich auf jeden Fall den nehmen!

Und zu Bafög: Für Bafög ist auch wesentlich, wie viele Kinder ein Studium aufnehmen. Wenn du schon zwei Geschwister hast, die studieren, kann es gut sein, dass durch dich als dritten Studenten alle drei auf einmal einen niedrigen Bafög-Anspruch erhalten.
  10.08.2015, 14:02
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Hier hat keiner studiert und keiner bisher Bafög beziehen können, weil mein Vater zu viel verdient. Habe erst nächstes Jahr im Herbst Hoffnung auf Bafög, wenn er in Rente geht.
  10.08.2015, 14:07
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  • Skelett-Krieger
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Ich weiß nicht, ob dieser Punkt von mir untergegangen ist, aber es kommt bei der Bafög-Bewilligung auch auf die Nähe zum Elternhaus an. Wo haben denn deine Brüder gelebt, als die Bafög beantragt haben und es abgelehnt wurde? Noch zu Hause bei deinen Eltern, in Hamburg oder Berlin? Das macht nämlich einen Unterschied.
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  10.08.2015, 14:13
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  • Skelett-Magier
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Sie haben erst gar kein Bafög beantragt, weil sie keins bekommen hätten. Der eine war in Berlin und hat ein Meister-Bafög beantragt und bekommen und der andere hat seine Erstausbildung in Lübeck, aber nicht im Elternhaus, abgeschlossen, also ohnehin keins bekommen.

Mein Vater verdient schlichtweg zu viel, als das wir Bafög bekommen könnten, hat aber Netto zu wenig übrig um uns ausreichend unterstützen zu können. Also es reicht nicht ausschließlich. Ein Job muss ich noch dazu nehmen. Wenn ich großes Glück habe, können meine Eltern die komplette Miete zahlen, aber den Rest muss ich tragen.
« Letzte Änderung: 10.08.2015, 15:01 von Oynox »
  10.08.2015, 14:44
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  • Gräfin
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Ehrlcih gesagt würde ich mich nich drauf ausruhen zu sagen: "ich bekomme es eh nicht."
Den Antrag ausfüllen ist nervtötend und du musst zig Dinge abgeben, aber versuch es unbedingt! Und wenn es nur 50,-/Monat sind! :)

Wenn deine Geschwister studieren, wird das angerechnet, da bekommt man dann mehr Bafög. Ich habe damals als meine Schwester fertig war und anfing zu arbeiten, auf einen Schlag 100-150,- weniger bekommen - daher: versuch es!! ;)

Genau wie mit dem Wohngeld! Versuch es wenigstens, vielleicht wirst du überrascht. Wohngeld steht Studenten zu!


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- John Barrowman -
  10.08.2015, 16:10
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Mein Vater verdient schlichtweg zu viel, als das wir Bafög bekommen könnten

Wer sagt das? Dein Vater?

Da nur einer von euch bisher beantragt hat (und der bekam es bewilligt), frage ich mich, woher du diese Gewissheit nimmst.

Nochmal: Es gibt viele verschiedene Arten des Bafög. Darum sind die Anträge ja auch so kompliziert auszufüllen und man muss so viele Unterlagen einreichen. Eine Form des Bafög ist die Elternunabhängige Förderung. Bei diesem Bafög ist es schlichtweg egal, wie viel dein Vater verdient, darum heißt es ja Elternunabhängig.

Ob dir das zusteht oder nicht, kann dir weder dein Vater noch dein Bruder noch deine Kumpels sagen. Sehr wahrscheinlich noch nicht mal ein Sachbearbeiter beim zuständigen Amt. Zumindest nicht ad-hoc. Bei mir hat es Wochen gedauert, bis meine Sachbearbeiterin mir mitteilen konnte, dass sie mich Elternunabhängig gefördert bekommt.

Ich gebe zu, dass sich die Vorraussetzungen für Elternunabhängige Förderung in deinem Fall eher pessimistisch lesen. Aber versuchen würde ich es trotzdem. Du hast ja nichts zu verlieren, könntest aber etwas gewinnen.
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  10.08.2015, 17:22
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  • Skelett-Magier
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Jup, die Anforderungen hab ich auch gelesen. Ich frage mich wirklich, wie man da etwas rausholen kann. :P

Keiner von uns hat Bafög bekommen. Das Meister Bafög kam nicht von direkt staatlicher Seite, wenn ich das alles richtig verstanden habe.

Werde das mit dem Bafög aber probieren, selbst wenn es nur 50€ sind. Wann kann man das eigentlich machen? Jetzt schon wo man noch zuhause ist, oder erst wenn man umgezogen und eingeschrieben ist?
  12.08.2015, 15:02
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  • Gräfin
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Werde das mit dem Bafög aber probieren, selbst wenn es nur 50€ sind. Wann kann man das eigentlich machen? Jetzt schon wo man noch zuhause ist, oder erst wenn man umgezogen und eingeschrieben ist?
Du brauchst eine Studienbescheinigung dafür, sprich du musst dich erst eingeschrieben haben. Dann kannst du das direkt fürs kommende Semester (dann ab Okt) beantragen. Es ist sogar sinnvoll, das möglichst bald zu machen, weil es locker 4-6 Wochen, wenn nicht länger, dauern kann - du bist ja nicht der Einzige der ein Studium beginnt ^^ Erster Monat ist der Folgemonat nach Antragstellung, sprich du kannst ruhig schonmal alles wegschicken was du da hast, selbst wenn was fehlt - die sagen dir dann, was sie noch haben wollen und wenn es länger dauert, bekommst du das Geld rückwirkend (sprich bpsw im Nov dann für Okt+Nov).


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- John Barrowman -
  12.08.2015, 16:16
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  • Legionär
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Verstehe ich dich richtig Oynox, dass deine Eltern bzw. einer 2016/17 in Rente gehen wird? Spätestens dann würde ich es nochmal mit dem Bafög versuchen :)
Beim Bafög(zumindest in Bayern) zählt aber der Verdienst von vor zwei Jahren, deswegen hab ich zu Beginn meines Studiums auch kein Bafög bekommen.

Aus eigener Erfahrung kann ich dir den Studienkredit der KfW durchaus empfehlen. Klar, man zahlt insgesamt mehr als beim Bafög(hatte ich auch eine Zeitlang) allerdings zahlt man die Zinsen während des Kredits zurück und man kann die Rückzahlungsbeträge selbst bestimmen.
Es gibt keine Leidenschaft. Es gibt nur Besessenheit.
Es gibt keine Erkenntnis. Es gibt nur Überzeugung.
Es gibt keine Absicht. Es gibt nur Willen.
Es gibt nichts. Nur mich.
  12.08.2015, 18:16
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  • Skelett-Magier
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Wenn ich einen Kredit aufnehme, dann wohl von der KfW. Werde mich aber auch noch informieren, wie das mit Bildungsfonds Informieren.
  12.08.2015, 20:34
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Mein Vater verdient schlichtweg zu viel, als das wir Bafög bekommen könnten, hat aber Netto zu wenig übrig um uns ausreichend unterstützen zu können.

Also, nur für alle Fälle: Beim BAföG wird auf das NETTO-Einkommen der Eltern abgestellt.
"Wer immer nur das tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist."
Dr. Reinhard K. Sprenger (*1953)
  18.08.2015, 14:54
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