Diese Gedichte lesen sich am besten bei
einem Glas Wein (Korrektur: alles was dreht), einer Zigarette und passender Musik. Das Erlebnis beim Lesen kann sich je nach Musik, Alkoholpegel und persönlichen Eigenschaften unterscheiden
Ich der Tod
schau ich auf die welt herab...seh die menschen töten sich...lieg ich hier in meinem grab...das alles intressiert mich nicht
niemals hatt ich eine wahl...irrte ziellos hin und her...bin doch ichs..der menschen qual...und mein körper ist jetzt leer
meine seele ist verdunkelt...gänzlich gar vom leib genommen... in euren augen hoffnung funkelt...seid ihr doch vom glück benommen
ich bin euer...ihr seid meins...mancher nannte mich schon feuer...doch für andre bin ich keins
mancher nennt mich auch nur krieg...bin ich doch von euch erschaffen...wenn ich über eure köpfe flieg...tötet ihr mit eignen waffen
war ich eher noch als ihr...früher schon im morgenrot...sind es dennoch wir...die die bringen euch den tod
sagt ihr auch ihr wollt uns nicht...könnt doch nicht auf uns verzichten...wollt nicht schatten ihr wollt licht...werdet einst euch selbst hinrichten
sind wir doch nur eure lügen...eure sünden eure qual...durch eure leiber werden wir pflügen...doch selbst das ist euch egal
ihr könnt nicht die wahrheit sehn...wisst nicht mal was wahrheit ist...werdet durch die hölle gehen...wenn ich der tod die seelen frisst
werdet sehen was es heißt...leben und auch leben lassen...wenn das fleisch vom knochen reisst...werdet euer eigen hassen
habt euch korrumpieren lassen...von den euren geißeln vier...kriegen wir euch doch zu fassen...ich, der hass, der neid und gier
wir sind die die du geboren...und doch warn wir längst schon hier...hast dich selbst zu gott erkoren...bist nicht besser als ein tier
habt uns selbst einst aufgeweckt...ohne kenntnis eurer pein...wenn ihr alle dann verreckt...wir werden euer ende sein
menschheit nenn ich dich mein feind...warst doch du es der uns rief...sind wir alle bald vereint...wenn ich aus deinen augen trief
ich nenn es sterben ihr nennt es leben...mit der geburt werden wir uns erheben...in den euren seelen sitzen wir...wir der menschen geißeln vier...
Im Sterben liegend
kann kaum noch sehen ...kaum noch gehen...meine seele erkrankt...vom wahnsinn umrankt...
mein fleisch wird kalt...ist schon so alt...die hände vor der brust gefalten...kann die tränen kaum noch halten...
seh zurück auf mein leben...was ich nahm was ich gegeben...doch seh ich nur die wunden klaffen...hab mehr zerstört als ich erschaffen...
hab mich einst als gott gesehn...werd bald von dieser welt hier gehn...erkannte meine fehler viel zu spät...hab mich oft selbst drum angefleht...
wollte stets mich selbst nur sehn...nie die wege andrer gehn...bracht mir langsam selbst den tod...aus meinem körper strömt das rot...
sprach ständig meinen eignen fluch...erlösung ists die ich jetzt such...doch erlösung find ich nicht...seh nur dunkel und kein licht...
gebar oft terror und gewalt...und nun find ich keinen halt...fall in den schlund der finsternis...den ich mit eignen händen riss...
erkannte niemals meine pein...zog mich stets nur selbst hinein...liege nun schon lang im sterben...mein erbe wird die welt verderben...
zerschnitt mir selbst das eigne fleisch...erbaute einst mein eignes reich...hab mir den tod selbst eingebrannt...war stets als menschheit nur bekannt
Diebessang
War noch nie ein guter Christ...stets gelebt mit frecher List...nur gesungen und getrunken...meist in Kreisen von Halunken.
Wurd vom König nur verstoßen...Weiber schenkten mir meist Rosen...in jedem Hafen eine Maid...und zum Unfug stets bereit.
Hab mich nie um andere gesorgt...das Glück vom Herren selbst geborgt...setzt auf vielen Meeren Segel...ohne Vernunft und jede Regel.
Hab gelogen, hab betrogen...Gut und Schlecht nie abgewogen...brach der Frauen Herzen viel...meinte stets es wär nur Spiel.
Die Zeche hab ich meist geprellt...wurd nie vor den Altar gestellt...war nur an Freiheit einst gebunden...hab nie was Besseres gefunden.
Der Weiber hatte ich schon viele...war stets der Meister aller Spiele...saufen, raufen, schwadronieren...doch kroch ich nie auf allen Vieren.
Verhöhnte Adel und Gelehrte...deren Frauen ich begehrte...wenngleich auch nur die eine Nacht...hab nächtelang drüber gelacht.
War nie ehrlich, treu nur mir...war nie gelenkt von Neid und Gier...nur von Wein Weib und Gesang...der oft bis in den Morgen klang.
Folgte immer meinem Trieb...bin ich doch ein Meisterdieb...muss von andren nehmen um zu leben...ohne jemals was zu geben.
Nachts da streif ich stets umher...klau stets ohne Gegenwehr...doch diese Zeit schon längst verging...seit man mich an den Galgen hing.
Mein Untergang
Aus meinen Augen tropft das Blut...das Herz gefüllt mit rasend Wut...häng am Kreuz als Ketzer verdammt...als man mir den Speer einrammt.
Er soll meinen Willen brechen...soll mir selbst dann widersprechen...wofür ich kämpfte ganz aufgeben...und gebranntmarkt weiterleben.
Hab den Papst selbst angeklagt...der Kirche meinen Dienst versagt...nannte sie die wahren Heiden...die auf goldnen Wiesen weiden.
Sprecher Gottes nennt man sie...das ist wahre Blasphemie...vom Gold bessesne Kriegstreiber...haben Höfe, Schlösser und zig Weiber.
Kann den Henker kaum noch sehn...wenn ich meinen Kopf anlehn...mit der Fackel in der Hand...steht er am Scheiterhaufenrand.
Der Papst auf seinem Throne sitzt...ein böses Grinsen fast wie eingeritzt...werf ihm zurück den dunklen Blick...schmerzverzogen durch den Strick.
Den Strick der meinen Kopf hochhält...mein Glauben ist schon lang gefällt...weiß nicht was die Wahrheit ist...abgelaufen ist die Frist.
Mit falschen Leuten einst ich sprach...mir damit das Genick selbst brach...mit Leuten denen nur Gold was bedeutet...und jetzt meine letzte Stunde läutet.
Von Flammen fast schon aufgefressen...und bin morgen schon vergessen...was bleibt ist Asche, Rauch und Knochen...habt meinen Glauben längst gebrochen.
Diebessang 2
Ziehn durch die Straßen in der Nacht
Hat uns schon immer Spaß gebracht
Ziehn durch Tavernen noch und nöcher
An unsren Kleidern nur noch Löcher.
Prelln die Zeche und auch Knochen
Aus dunklen Löchern wir entkrochen
Sind gehasst und oft verdammt
Macheiner wurde schon verbrannt.
Kein Gesetz und keine Macht
Hält uns solang das Volke lacht
Nehmens Reichen gebens Schwachen
Lügen bis die Balken krachen.
Sind gesandte Gottes nicht
Meiden meist ganz gern das Licht
Wenn wir uns unsere Taschen füllen
Und uns nachts in Schwarz einhüllen.
Schleichen Nachts ins Herrenhaus
Holen Silber, Gold und mehr noch raus
Versaufen und verschenkens dann
Ein Dieb tut eben was er kann.
Und doch ist Gold nicht alles was wir klauen
Auch die Herzen mancher Frauen
Frauen die von Adel meist
Schön am Leib doch schwach im Geist.
Haben weder Namen noch ein Haus
Heimat ist uns längst ein Graus
Wir sind die vom Wind getragen
Haben somit nichts zu klagen.
Ham die ganze Welt gesehn
Solln diese Zeiten nie vergehn
Meine Brüder gebt stets Acht
Ich wurd zu zwanzig Jarhn verkracht.
Vom Burgherrn zum Bettler
Mit den Bettlern leid ich Not
Hatt nie viel und werd’s nie haben
Schlaf die Nacht im Rattenkot
Angewiesen auf milde Gaben.
Gaben vom Adel, Mönchen und Reichen
Doch niemand weiß von meiner List
Bin geschickt, geb keine Zeichen
Ich weiß etwas was ihr nicht wisst.
Am Tag da Spiel ich in den Gassen
Als Spielmann lass ich Leute Tanzen
Doch Nachts da will ich Geld verprassen
Brech auf Turnieren viele Lanzen.
Bin reich doch bin ich arm
Kann mich einfach nicht entscheiden
Im Winter hab ich’s drinnen warm
Doch sag ich ich muss Hunger leiden.
Lass die Leute tanzen, lass sie lachen
Böses liegt mir nicht im Sinn
Feier bis die Balken krachen
Wenn ich das Wort zum Reime spinn.
Lieb die Freiheit mehr als Leben
Bin halt lieber ungebunden
Dabei hätt ich viel zu geben
Werd von Einsamkeit zerschunden.
Vom Vater einst die Burg geerbt
Aus Geldnot wurd sie längst verkauft
Schon manchen Tag ins Holz gekerbt
Und in Tavernen oft gerauft.
Wollt niemals ein Burgherr sein
War der Musik stets zugewandt
Bin Gauner doch mein Herz ist rein
Die Burg hab ich längst abgebrannt.
Auf das die Leute Wahrheit sehn
Nicht nur Gold, Macht und Stand
Nun werd ich meines Weges gehen
Und verlassen dieses Land.
Zum Gott erkoren
Wurd geboren zu kämpfen, zu töten
Lebe um die Schlachtfelder zu röten
Mit dem Blut meiner Feinde in Massen
Nahmen mir Freiheit, schulten mich Hassen.
Nahmen mir Heimat, Familie und Clan
Ich lebe nur Blutrausch, den blanken Wahn
Kenn weder Gnade noch Reue noch Schmerz
Die Welt trägt Trauer und Hass in mein Herz.
Lang lang ists her als ich sah wie sie kamen
Wie sie die Leben meiner Liebsten einst nahmen
Hab geschworn bei den Göttern Rache zu üben
Als der Hass einst begann meine Augen zu trüben.
War als Schmied in der Lehre um ein Schwert mir zu machen
Lernte als Spruchweber manch magische Sachen
Als Alchemist manch böses Gift auch gemischt
Als Attentäter in der Nacht wurd ich nie erwischt.
Als Soldat hab ich so manchen Sold kassiert
Im Kampf mit dem Feind stets jeden Schlag pariert
Auf den Meeren der Welt war ich längst gewesen
Seh in Träumen die Leichen der Feinde verwesen.
Die Klinge ich schärf im eigenen Blut
Ein Uralter Traum schürt das Feuer der Wut
Schnitze Pfeile und koche mein Gift
Auf dass jeder davon meine Feinde trifft.
Die Rüstung aus Leder um schneller zu sein
Die Klinge gehärtet im Blut so rein
Den Bogen geschnitzt aus feinstem Holz
Dazu Gift und Magie und das Herz voller Stolz.
Und so zieh ich nun in die Ferne hinaus
Um den Feind aufzusuchen in seinem eigenen Haus
Bin weit gereist für dunkle Rache
Kämpf meine Leben lang nur für diese Sache.
Nun steh ich vor den Mördern meiner Lieben
Ein Ganzes Heer, der Hundert sieben.
Doch Angst fühl ich schon längst nicht mehr
Werd sie alle besiegen wenn ich mich meiner Haut erwehr.
Sprech ein letztes Gebet an meine Götter nun
Auf das die Götter bewachen und lenken mein Tun
Mich vor den Klingen des Feindes bewahren
Auf dass die Menschen von meinem Triumph erfahren.
Und nun ruf ich zur Schlacht die Geister der Ahnen
Dort im Nebel des Krieges da wehn ihre Fahnen
An vorderster Front spieln sie ein Lied voll Tod
Soll der Grund blutgetränkt sein im Morgenrot.
Die Schlacht tobt schon lang und werde blind
Bin nun Krieger doch vor kurzem noch Kind
Dass einst sah den Tod und Verderben
Ein Held seines Stamms doch ganz ohne Erben.
Hatt nie Familie für den Krieg nur gelebt
Spür die Klinge des Feindes und mein Herz erbebt
Seh ihm in die Augen und seh nur mich
Sitz kurz darauf an der Götter Tisch.
Und man schaut mich an und spricht zu mir
Wir sahn dich in der Schlacht und nun bist du hier
Ließen dich holen nach dem Tod auf dem Feld
In deinem Stamm wurdest gefeiert als Held.
Wirst zum Gott wenn du unsre Truppen zum Schlachtfeld bringst
Den Erzfeind erschlägst und den Sieg erringst
Den Kampf für das Licht und gegen die Nacht
Geben dir ewiges Leben, unendliche Macht.
Wenn du besiegst die Dunklen Heere
Wird dir zuteil die größte Ehre
Das Ende der Welt mein Freund ist nicht allzu fern
Und so ernennen wir dich zu unsrem Kriegsherrn.
Und so zieh ich erneut auf die Felder die ich einst gesehn
Seh ein weiteres Mal die Flaggen der Toten wehn
Steh dem Herren des Feindes direkt gegenüber
Aus dem Reich der Götter reicht man mir die Klinge herüber.
Die Klinge die ich ihm in Herz hinein stoß
Seh auf dem Fluss von Blut nun schon das Floß
Und das Floß mich auf die Seite des Lichtes bringt
Hab nun meinen größten Sieg erringt.
Bin nicht mehr Mensch von Hass besessen
Bin der der mit Göttern am Tisch gesessen
Bin nun selbst ein Gott, welch eine Ehr
Wurd Kriegsgott, lenk des Lichtes Heer.
(geschrieben unter den Klängen von Eluveitie – Your Gaulish War)
Der Nekromant
Wurd letztens aus der Stadt gejagt
Der Totenschändung angeklagt
Auf frischer Tat wurd ich ertappt
Hab grad den Deckel aufgeklappt.
Wollt nur neue Teile haben
Von denen die schon längst vergraben
Leere Kisten wieder füllen
Und mich in die Arbeit hüllen.
Satanist werd ich genannt
Von den Lebenden verbannt
Schaffe weder Tod noch Leben
Wollt der Menschheit Wissen geben.
Doch die Menschen wolln es nicht
Nahmen mir das Augenlicht
Doch auch dies ist mir egal
Nehm mir Augen vom Regal.
Und nun geb ich mich dem Hasse hin
Zeig den Menschen was ich bin
Eine Armee aus Tot und Knochen
Erschaff ich in den nächsten Wochen.
Bin schon lange nicht mehr euresgleichen
Ähnle eher euren Leichen
Nur das Hirn ist mir geblieben
Der kranke Geist nie ausgetrieben.
Hab mich ständig neu geschaffen
Überall nur Wunden klaffen
Ohne Blut und ohne Schmerz
Ohne Reue ohne Herz.
Diese Nacht werd ich euch suchen
Euch ermorden euch verfluchen
Könnt mich nicht töten bin schon tot
Morgen sind die Straßen rot.
Niemand wird euch je begraben
Werd mich an euren Leichen laben
Neu erschaffen was zerstört
Werd nehmen was längst mir gehört.
Werd ewig leben, niemals sterben
Stürz meinen Feind in sein Verderben
Mich immer wieder neu erbaun
Und von euren Leichen klaun.
Heimat
Seh dieses Land im Sterben liegen
Seh wie die Menschen sich bekriegen
Bruder gegen Bruder, Hass bis zum Tod
Die Nächte brutal, färben die Straßen rot.
Die Augen verbunden
Geblendet von propagiertem Hass
Die Seele zerschunden
Die Augen dunkel die Seele blass.
Schreie die die Nacht zerreißen
Pseudo-Parolen voller Wut
Bilder die im Herzen beißen
Schüren meine eigne Wut.
Liebt ich einst noch dieses Land
Was den meisten Menschen fehlt
Doch dieses Liebe nie verschwand
Ists nur ein Volk welches sich quält.
Geschichte nennt man hier meist Tod und Verderben
Die Kunst, das Schöne liegt schon längst im Sterben
Ein Volk sich ewig schuldig fühlt
Ein Volk das wohl bald ausgekühlt.
Ein Volk das fremden Güte schenkt
Und bei sich selbst den Hals verrenkt
Doch ich seh mehr als andre sehn
Als jene die als Schuldner gehen.
Jene welche Schulden zahln
Für Taten die sie nie begangen
Für Kriege Morde und auch Qualen
Für welche sie niemals gehangen.
Wurden früher noch besungen
Für Dichter, Stolz und Klang
Haben uns selbst dazu gezwungen
Das nie mehr erklingt ein solcher Sang.
Doch nicht das Volk ist was ich lieb
Doch das was es hervorgebracht
Weiß nicht was es einst antrieb
Als es sich selbst fast umgebracht.
Denn wer kann ein Volk schon lieben
Welches sich fast selbst zerstört
Von Fremden Mächten angetrieben
Und vom Selbsthass fast betört.
Totenkönig
Bin Herrscher über Tote Knochen
Die Mauern meiner Stadt noch nie durchbrochen
Wurd einst verraten und verbrannt
Und ins Reich der Toten verbannt.
Nun herrsch ich übers größte Heer
Wart auf meine Wiederkehr
Um zu rächen den Verrat
Zu bestrafen diese Tat.
Sitz in den Tiefen unter ihnen
Welche nun dem falschen dienen
Jenem der mich einst erschlug
Opfer von Gier und Betrug.
Mein Fleisch verbrannt und voller Wunden
Die Haut zerkratzt und längst zerschunden
Viele Schlachten trug ich aus
Ermordet doch im eignen Haus.
Viel zu lange wart ich nun
Muss nun endlich etwas tun
Dem falschen Herrscher Urteil bringen
Auf dass die Leute wieder singen.
Hass und Pein und Hungersnot
War alles was man ihnen bot
Doch nun endlich ists soweit
Mein Heer steht hinter mir bereit.
Ziehen aus ins alte Reich
Ein Heer aus Knochen, faulem Fleisch
Um den dunklen Feind zu schlagen
Ihm zu bringen tausend Plagen.
Ihm den quälend Tod zu bringen
Somit unsren Sieg erringen
Unser Volk zur Freiheit führn
Ein letztes Mal das Licht berührn.
Die Schlacht beginnt die Hörner klingen
Walküren vollste Töne singen
Nun liegt der Feind im roten Saft
Sein Tod er gibt mir neue Kraft.
Und so entsteig ich aus dem Grab
Das man mir vor Langem gab
Und herrsch erneut über mein Land
Mit großen Herz und eisern Hand.
Dunkler Wahn
Dunkelheit die Sinne raubt
Hätte nie daran geglaubt
Dass es so weit kommen könnt
Freude wurd mir nie gegönnt
In den Abgrund fällt mein Blick
Häng seit Tagen schon am Strick
So ist das letzte Licht erloschen
Keine Flamme Wärme bringt
Worte klingen abgedroschen
Sehnsucht ihre Lieder singt
Am Strick häng ich und leide Tod
In meinen Adern fließt kein Rot
Die Maden nagen längst an mir
Kann sie ständig fressen hörn
Werd verrückt durch dies Getier
Will beim Essen sie nicht störn
Solln sie fressen wenn’s denn schmeckt
Bin ja eh schon lang verreckt
Weiß nicht mehr warum ich war
Seh nur den Abgrund wirklich klar
Saß in deinem Schädel einst
Seh durch dich durch auch wenn du weinst
Vor mir kannst du dich nicht verstelln
Nie bei mir die Zeche prelln
Ich bin du, doch du nicht ich
Kenn dich nicht doch du kennst mich
Nimm die Axt und töte mich
Töte mich und töte dich.
Die letzte Schlacht
Die Schwerter zum Firmament gestreckt
Der Himmel blutrot von Wolken bedeckt
So erheben wir stolz unsere Klingen
Mögen sie die Lieder des Todes singen
Zu lang schon ersehnten wir diese Schlacht
Der Krieg der Götter hat sie uns nun gebracht
Wir zogen aus von Wallhalla so fern
Folgten stetig dem Ruf unsrer Herrn
Die Waffen geschärft, den Schild auf dem Rücken
Werden wir nun nur noch nach vorn aufrücken
Keine Flucht, niemals zurück
Nur im Tod liegt unser Glück
Der letzte Kampf, die große Schlacht
So kämpfen wir mit aller Macht
Den Göttern zur Ehr
Setzen wir uns zur Wehr
Im Angesicht der dunklen Horden
Bereit sie zu schlagen, sie zu ermorden
Auf den Feldern des Ruhms, der großen Kriege
In den Bergen der Götter, in der Menschheit Wiege
Die Schlacht beginnt, die Waffen singen
Die letzten Sänge nun erklingen
Der Sieg ist nur den Raben
Die sich an den Toten laben
Der Schild zerbricht, wirft tausend Splitter
Licht bringt nur das Schlachtgewitter
Thors Hammer fliegt, ein Donner schallt
Mein Schwert zerbricht, das Schlachthorn hallt
Ein grelles Licht erhellt die Nacht
Ein Lauter Knall, vorbei die Schlacht
Den Raben ein Festmahl, ein Totenmeer
Vorbei ist die Qual, vernichtet mein Heer
Das Feld nur noch ein Totenacker
Schlugen wir uns dennoch wacker
Kein Leben wo der Kampf entbrannt
Neue Zeiten nun gesandt
Neue Zeiten brechen an
Weiß nicht welche, weiß nicht wann
Ging mit meinen Göttern fort
Fort zu unbekanntem Ort.
Ohnmacht
Blanke Ohnmacht mich ergreift
Mein Geist nicht mit den Jahren reift
Kann nichts tun kann nichts bewegen
Kann nichts tun kann nichts erregen
Kälte nur, kein warmes Blut
Ruhe bin ich, dennoch Wut
Hass und Elend sucht mich heim
Bin der schlimmsten Krankheit Keim
Nicht tot, doch Leben
Würd gern reden, Sprüche weben
Sprech ich laut hört man mich nicht
Sprech ich leise, kein Gewicht
Würd so gerne etwas ändern
Doch mein Schiff würd sofort kentern
Keine Kraft und keine Macht
Wird doch alles nur belacht
Kann nicht Gut von Böse trennen
Kann weder eins noch andres nennen
Bin entzweit und dennoch Eins
Licht und Schatten, beides meins
Bin zerrissen, voller Hass
Vor Scham schon rot, und dennoch blass
Alles was ich einst gedacht
Hab ich selbst einst umgebracht
Zwei offne Augen, dennoch blind
Viel versucht, doch Blut gerinnt
Keine Kraft mehr aufzustehn
Bin so blind kann dennoch sehn
Wollt verändern diese Welt
Auf das dem Menschen sie gefällt
Hats genommen, hats verdorben
Einst geboren, dann gestorben
Wollt gar niemand auf mich hörn
Ließ sich niemand von mir störn
Bin doch einer ihrer nur
Des Egoismus liebste Hur
Der Mensch bleibt Mensch was man auch tut
Ewig bleibt es rot sein Blut
Etwas ändern werd ich nicht
Seh nicht Dunkel, seh nicht Licht.
Dunkelfang
Im Wald am Stadtrand wenn es dunkelt
Lebt eine Bestie so man munkelt
Jede Nacht hört man sie schrein
Sie bringt den Menschen Tod und Pein.
Doch niemand der sieh jemals sah
Hat überlebt das ist wohl wahr
Manch Leichnam fand man in letzter Zeit
Der Körper zerfetzt die Augen weit.
Der Blick der Leichen angstverzerrt
Der Mund, die Augen aufgesperrt
Als hätten sie den Tod erblickt
Und am eignen Schreck erstickt.
Der Bestie Schrei hallt in der Nacht
Erfüllt von tiefster dunkler Macht
Ein kalter Schauer auf dem Rücken
Der König hofft die Jagd wird glücken.
Zehn Jäger hat er ausgesandt
Junge Leute kampfgewandt
Solln das Biest schon bald erlegen
Doch man sagt die Götter sprechen gegen.
Das Biest von ihnen selbst geborn
Zum Menschenrichter auserkorn
Um den Feind der Alten zu richten
Die Sänger jetzt schon Lieder dichten.
Die Bestie hat erneut erlegt
Den Blick vom Papste nun erregt
Der Papst auch gleich zum jagen pfeift
Schenkt Gold dem der das Biest ergreift.
Er sagt es wär des Teufels Sohn
Und voller Sünde, voller Hohn
„Glaubt nicht sie wär der Götter Kind“
Denkt „diese Heiden sind doch blind“.
Doch in der Stadt man anders spricht
Die Bestie über Lügner richt
Richtet die die sich abwandten
Die die wahren Götter einst verbannten.
Die Magier und die Weisen sprachen
Es sterben welche Eide brachen
Den Eid auf ihre Götter schworen
Unter ihrem Segen einst geboren.
Und so die Bestie wurd erschaffen
Um den Feind dahinzuraffen
Um Angst und Terror zu verbreiten
Auf das die Lügner angstvoll leiden.
Des Königs Jäger längst schon tot
Die Bestie heult im Morgenrot
Des Papstes Stimme lauter nun
Er kann kaum schlafen kann nicht ruhn.
Die Kreatur noch immer lebt
Das Herz der Kirche schneller bebt
Das Biest nun schon nach Süden zieht
Der Schrecken bleibt, der Lügner flieht.
Immer neue Lieder klingen
Die Alten Götter Sieg erringen
Die Invasoren ohne Rat
Wagen eine weise Tat.
Bitten ihren Feind um Wissen
Denn ihr eignes längst verschlissen
Und die Bestie tötet bitter
Tötet Bauern, Adel und auch Ritter.
Die Augen schwarz, am Rücken Dorn
Der Atem Feuer, Haut aus Horn
Das Maul von Blut und Fleisch verschmutzt
Kein Schwert und keine Lanze nutzt.
So sagt man sieht die Bestie aus
Der Götter Stolz, der Kirche Graus
Bisher konnt sie noch keiner morden
Auch nicht der feinste Ritterorden.
Und so der Zirkelmagier spricht
„Tod dem der seine Eide bricht
habt unser Volk einst abgeworben
und mit dem falschen Gott verdorben“.
„Dieser Fluch euch nun ereilt
welcher Tausend Jahre weilt
Habt unsre Götter einst verbannt
Als Ketzer habt ihr uns verbrannt“
„Dunkelfang er jagt euch nun
und er wird nie wieder ruhn
Bis die Frist ist abgelaufen
Denn Götter könnt ihr nicht erkaufen.“
Sprach er und verschwand sofort
Der Boden schwarz an jenem Ort
Man spricht es war der Götter Sohn
Der Papst erntet nur dunklen Lohn.
War er es doch der Krieg geführt
Doch niemals selbst ein Schwert berührt
Wollt fremde Völker stets bekehren
Dachte nie dass sie sich wehren.
Und so spaziert er eines Nachts
Glaubte selbst noch Gott bewachts
In seiner Kathedrale Garten
Wo schon die alten Götter warten.
Neben ihnen Dunkelfang
Dessen Schrei schon oft erklang
Wessen Augen schwarz und tief
Vor welchen mancher Ritter lief.
Der Papst steht ängstlich da und kreischt
Indes die Bestie ihn zerfleischt
Zerreißt des Wahren Ketzers Fleisch
Vollendet es und geht sogleich.
Und so die Bestie ward verschwunden
Der neue Glaube nun geschunden
Die Alten Götter stehn daneben
Nun dem Feind die Straf gegeben.
Um Dunkelfang wurds nunmehr still
Mancher nichts mehr wissen will
Mit ihm auch die Götter gingen
Wegen welchen viele hingen.
Und so endet dieser Krieg
Für welchen ich im dunklen lieg
Hab getötet, Angst gebracht
Meinen Herrn gedient, den Feind geschlacht.
Dunkelfang ward ich genannt
War gefürchtet wurd gebannt
Brachte Angst doch auch Gesang
Mir folgt der Alten Untergang.
XXI
Dunkle Schatten, dunkle Seelen, dunkle Wesen, dunkles Licht
Hab gesehen, hab gelesen, weise bin ich dennoch nicht
Wollte gehen, wollte fliehen und nun bin ich doch noch hier
Wollt nie flehen, wollt nie betteln doch sie war zu groß die Gier
Kann kaum gehen, kann kaum sehen doch das Wissen schreit mir zu
Muss mehr finden, muss mehr lesen, werd nie finden meine Ruh
Kann die Worte kaum noch fassen, kann auch nicht von ihnen lassen
Kann die Zahlen kaum noch zählen, welche mich seit Jahren quälen
Wollte Wissen, weise sein
Mußt erfahren, es ist Pein
Denn je mehr mein Wissen ist
Desto kürzer ist die Frist
Welche mich zum Wahnsinn führt
Ein schwarzer Schatten mich berührt
Überheblichkeit die mich verführt
Nur noch Dummheit mich berührt
Kenn mein Wissen, kenn die Dummheit, kenn das Licht und kenn die Schatten
Bin nicht weise dennoch wissend, seh die Menschen nur als Ratten
Trieben folgend, Seuchen tragend, kollektiven Wahnsinn sterbend
Dummheit nutzend, Dummheit lebend, Dummheit sein und Dummheit erbend
Und trotz allem Herrscher sein
Über Wohltat über Pein
Ein Wesen welches längst tot ist
Doch verlängert seine Frist
Hab den Schlüssel nutz ihn nicht
Bleib im Dunkeln doch hab ich Licht
Hab den Schlüssel in der Hand
Doch keine Tür hat diese Wand
Les nur Bücher, Wissen suchend
Seh mich sterbend, seh mich fluchend
Wart aufs Schicksal tue nichts
Bin nicht Lenker des Gerichts
Und so kommt was kommen mag
Heute, vielleicht nächsten Tag
Weiß so vieles dieses nicht
Schließ die Tür und lösch das Licht.
Lykanthrop?
Aufgewacht und voller Blut
In meinem Geist die Bestie ruht
Weiß nicht was letzte Nacht geschah
Weiß nicht ob mich jemand sah.
Bei Vollmond werde ich zum Tier
Laufe auf den Gliedern vier
Blutdurst, Mordlust purer Wahn
Weiß doch nie was ich getan.
Wurd gebissen vor 6 Jahrn
War mir damals nicht im Klarn
Was mit mir passieren wird
Seitdem der Wahnsinn in mir schwirrt.
Selbstkontrolle gibt es nicht
Wenn der Mond im vollen Licht
Nur die Lust nach Blut und Angst dann noch
Steh zu lang unter dem Joch.
Jede Nacht im Vollmondlicht
Bin ich nur auf Jagd erpicht
Heul mit den Wölfen in der Nacht
Besessen von der fremden Macht.
Keine Heilung für den Fluch
Vor Wut verbrannte ich manch Buch
Schon wieder bricht die Nacht herein
Werd heut Nacht ein Werwolf sein.
Wieder einen Menschen töten
Mit seinem Blut die Straßen röten
Ihn zerreißen ihn zerfetzen
Ihn durch dunkle Gassen hetzen.
Hört dieser Fluch denn niemals auf
Beschwört ich ihn gar selbst herauf
Mit meinem Hass und meiner Gier
Halb bin ich Mensch, halb bin ich Tier.
Sperr mich selbst nun endlich ein
Will nicht länger Bestie sein
Den Schlüssel werf ich in den Fluss
An die Welt ein letzter Kuss.
Den eignen Tod hab ich gewählt
Hab mich schon zu lang gequält
Viele Leben einst genommen
Vom Blutrausch und vom Wahn benommen.
Dreizehn Tage ists nun her
Seit ich meinen Tod begehr
Der Körper lahm und völlig kalt
Bin nicht mehr fähig fühl mich alt.
Ein letzter Griff zum Buchregal
Die Welt ist mir schon längst egal
Nur ein letzter Blick ins Buch
Hüll mich schon ins Leichentuch.
Voller Schrecken seh ich dann
Wie ich mich doch retten kann.
„Der Erstling dieses dunklen Clans
Der Erstbesessne diesen Wahns
Wird erschlagen und verbrannt
Schon ist dieser Fluch gebannt“.
Schlepp mich langsam bis zum Tor
Rache wars die ich mir schwor
Dem Fluch nun doch ein Ende bringen
Nie wieder soll Geheul erklingen.
Doch das Tor kann ich nicht brechen
Wird sich dieser Fluch nun rächen
Bin zu schwach und brech zusammen
Such etwas um das Tor zu rammen.
Nun der Blick zum Fenster schweift
Der Fluch von mir Besitz ergreift
Krallen, Haare Durst nach Blut
Kein Verstand nur nackte Wut.
Seh mich selbst als Bestie nun
Kann doch nicht lenken eignes Tun
Das Tor bricht auf was bleibt sind Trümmer
Und der Fluch wird scheinbar schlimmer.
Kann mein Handeln sehen doch nicht lenken
Muss ständig an das Buch nur denken
Bin ein Mensch hab zwei Gesichter
Bin Angeklagter und auch Richter.
Weiß nun wer der erste war
Das Bild des Fluches wird nun klar
So zieht es mich sogleich zum Fluss
An die Welt ein letzter Kuss.
Den Fluss wo auch der Schlüssel liegt
Hab den Fluch nun fast besiegt
Stürze mich ins reißend Nass
Bin befreit von jedem Hass.
War nie von fremden Fluch belegt
Hab nur Selbsthass stets gehegt
Der Fluch war immer schon in mir
War schon immer Mensch und dennoch Tier.
Succubus
Die Lenden zucken lustgelenkt
Zwei Körper welche schweißgetränkt
Die Geilheit über Anstand siegt
Wenn sie bei ihm im Bette liegt
Ein innig Blick ein heißer Kuss
Ein Akt von Wollust ohne Schluss
Die Luft erfüllt von Leidenschaft
Sie will nur seinen Liebessaft
Ein Prachtweib voller Lust und Gier
Ist weder Mensch noch ist sie Tier
Ein Höllenwesen, kommt bei Nacht
Hat schon manchen irr gemacht
Seine Hände wandern so
Den Rücken runter zum Po
Packen kräftig was zu fassen
Noch nie konnt einer von ihr lassen
Die Schenkelklammer schließt sich nun
Und so beginnt das geile Tun
Die Brüste streckt sie ihm entgegen
Ein schüchtern Blick schon fast verlegen
Vor Geilheit wird er fast verrückt
Als sie sich vor ihm hinbückt
Zwei heiße Körper winden sich
Bis der Mond der Sonne wich
Am morgen wacht er auf und weiß nichts mehr
Doch sein Körper schmerzt ihm sehr
Was bleibt ist nur ein dunkler Kuss
Von den Lippen eines Succubus.
Wenn Augenlicht erlischt
Wenn man weder Licht noch Dunkel sieht
Von Wahrheit hin zur Lüge flieht
Wenn Wasser mehr als But dann wiegt
Statt Verstand die Selbstsucht siegt
Wenn man keine Wärme findet
Und die Hoffnung stetig schwindet
Erfüllung nur durch Hass und Wut
Wenn man stets das Falsche tut
Dann obsiegt das Schwarz in dir
Regiern der Menschheit Geißeln vier
Ein Kreis aus Feuer, Pest und Pein
Wird dann einst dein Ende sein
Wenn dein Augenlicht erloschen ist
Der eine im Gericht dann bist
Dann sei Anwalt, Kläger und auch Richter
Sei der letzte lösch die Lichter
Stell dir tausend Fragen dann
Bist der einzge der es kann
Am Ende sollst du selbst dich richten
Kannst dich retten und vernichten.
Von Flüchen und Tod
In dunklen Wäldern, munkelt man
Schleicht einer sich an Frauen ran
In schwarzen Nächten, so solls sein
Zerrt er sie ins Dunkel rein.
Schlimme Dinge solln geschehn
Wenn Frauen nachts spazieren gehn
Ein Geist, ein Dämon was auch immer
Vielleicht ein Wolf, vielleicht ein Spinner.
Leichen fand man, habs gehört
zerfetzt, fast nackt, total zerstört
Der König fand das geht so nicht
Stellte manchen vors Gericht.
Doch das Morden ging stets weiter
Hundert Mannen zwanzig Reiter
Sand man aus das Biest zu finden
es zu töten, es zu binden.
Doch die Toten wurden mehr
nun sand man schon ein ganzes Heer
Das halbe Land war schon verseucht
Das halbe Volk bereits verscheucht.
Bis der König sich ersann
Wie ein Druide sprach den Bann
"Nie mehr sollst du glücklich sein
wenn dein Volk verfolgt von Pein
nimm mein Dorf und nimm mein Leben
den Sieg werd ich dir niemals geben".
Das Volk geplagt von Leid und Schmerz
greift der König sich ans Herz
"So bleibt mir nur die eine Wahl
zu beenden diese Qual".
Spaziert ein letztes Mal im Park
in Gedanken schon im Sarg
Unter einer Linde Ruhe sucht
ein letztes Mal die Welt verflucht.
Das Gift in einem Zuge leert
Frieden suchend sich nicht wehrt
Und so endet dieser Fluch
Mit ihm endet dieses Buch
Von Flüchen, Morden, Hass und Tod
Von Habgier, Einsicht und von...??
Von Fragen und von Antworten
Fühl ein letztes Mal der Sonne Glanz
Gedanken frei und doch gefangen
Sieh mich selbst im eignen Blut
Die Glieder steif und ohne Kraft
lieg ich hier im eignen Saft.
Kein Ziel, kein Kurs, kein Ideal
nur freier Wahn den ich begehr
drehe alles zweimal um
Der Fragen viel, doch Antwort keine
steh ich hier doch ohne Beine.
Gehe, doch beweg ich mich?
Dreh mich doch nur selbst im Kreis
Hinterfragen, zweifeln und bedenken
Mein Weg, ein Kurs, doch ohne Ziel
Antwort keine, Fragen viel.
Des Schnitters neuster Kunde nun
und wieder stelle ich mir Fragen
was wohl war, und was wird sein
seh kein Schwarz und seh kein Weiß
Grau in Grau, bin nun ein Greis.
Ständig suchend, dabei blind
und wie ein Blitz am eignen Aug
die Frage über Antwort siegt
wie ein Geschwür den Körper frißt
der Zweifel doch stets stäker ist.
Krieg
Für Volk und Führers Vaterland
erhebt ich einst die rechte Hand
zog ostwärts auf zum sichren Tod
verdiente so den Ruhm und Brot
Fand weder Ruhm noch Ehre dort
an jenem finstren Leichenhort
nur Hass und Wahn und Mordeslust
nur Tod, Verderbnis , nackten Frust
Kanonen schellen in der Nacht
spüre meines Feindes Macht
kann nicht schlafen, kann nicht denken
finstre Geister mich nun lenken
Hunger treibt mich in den Wahn
bin vom Wahnsinn angetan
auch die Kälte treibt mich nun
und noch düstrer wird mein Tun
Alle tot, nur ich und du
ich schlachte und du schaust mir zu
meine Stimme und dein Fleisch
bilden dies morbide Reich
Roh fress ich dich, wehr dich nicht
wirf den Blick ins finstre Licht
wehr dich nicht es muss so sein
ich wasche deine Seele rein
Kein Feind, kein Tod, kein Wahnsinn mehr
ich fress dich ohne Gegenwehr
der letzte Krieger bist du jetzt
keiner sonst nur du, verletzt
Nie war hier ein Feind gewesen
doch du siehst deinen Zug verwesen
nie war hier ein Schuss gefallen
doch hörst du Todesrufe hallen
Hältst das Messer in der Hand
wo man deine Leiche fand
nur eine Nacht, doch großes Werk
vor mir nun ein Leichenberg
Hast niemals einen Feind gesehen
dort wo eisig Winde wehen
hast sie alle umgebracht
spüre meine finstre Macht
XX.XI.MMXII
Komm nur her Gevatter Tod
mit dir teil ich mein Haus und Brot
du bist der der Frieden bringt
von dem man nur in Nöten singt
Dunkle Zeiten brechen an
Nichts was man noch ändern kann
Das Ende naht, der Morgen dämmert
Und Pest an meine Haustür hämmert
Und Hunger treibt mich in den Krieg
Am Ende bleibt nur dir der Sieg
Denn du bist das was übrig bleibt
und die Menschheit ist entleibt
The hunter and the prey
I was running with the wolves, we were hunting down the lamb.
They stared at me with their fiery eyes and spoke:
"Thou hast gained his mark
and thou shall never hunt alone
thine shall be their blood and flesh
but ours shall be thy soul
and when the last day dawns
there is no redemption"