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Thema: entfernt  (Gelesen 1031 mal)

  • Vampir
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entfernt
  25.04.2006, 23:26
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  • Knochenfürst
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Hm... ja, gute Story, auf jeden Fall. Deine TC wird sicher genial.
Mir gefallen die lyrischen Teile (z.B. am Anfang) sehr gut, sind zwar noch nicht 100%ig rund aber schon nicht schlecht.

Ich hoffe das wird in der Vertonung entsprechend umgesetzt ;)
..___..
 {o,o}
 |)__)
 -"-"-8
O RLY?
  26.04.2006, 18:02
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  • Knochenfürst
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Also...

Mal wieder eine top Story. Man erkennt noch gut Sachen aus dem früheren Teil was aber nur auffällt da man weiß welches neu ist. Ansonsten hat sich das gut zusammengeführt.

Der kleine Liedtext am Anfang ist mit tollen Infos voll die man nicht auf einmal sind und auch lyrisch nicht schlecht was Templer ja schon sagte.

Im Prolog wir Torbek II. sehr gut beschrieben und man merkt das er nur das beste seines Volkes will und auch die Andeutungen der Magier lassen auf etwas interessantes schließen.

Das 1. Kapitel war ja, mir, zum Größten teil bekannt aber durch die Erneuerung hört es sich doch schon besser an.

Alles in allem mal wieder top Arbeit.
[genius.at.work]
  26.04.2006, 21:54
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  • Vampir
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Zitat
Auch wenn eine derartige Situation selbst für Jarseth etwas besonderes war, so hatte er dennoch in den letzten dreizehn Jahren als Soldat der Kommandotruppen jede Menge Erfahrung sammeln können. Die Horde war geeint worden. Immer wieder blieben die Gedanken des Rittmeisters daran hängen. Doch wer hatte sie geeint? Wer hatte das vollbracht, was in hunderten von Jahren niemand geschafft hatte? War es nur ein Mann oder eine Gruppe? Ein Hordenkrieger oder gar ein Angehöriger einer anderen Rasse? Vielleicht eine der vielen Rassen, die während des Inselkriegs vor vielen Jahren Rache geschworen hatten? Jarseth konnte keine Antworten auf seine Fragen finden, stattdessen kam ihm immer wieder ein Gedicht in den Sinn, das er in seiner Jugend von seinem Vater immer wieder erzählt bekommen hatte:

   Wer schleicht ums Haus zu später Nacht?
   Wer wird noch nicht sein aufgewacht?
   Ist es der Wind, ist es der Wind?
   Nein, es ist ein Tier blitzgeschwind!
   Gekommen her aus dem Norden,
   Um hier uns blutig zu morden.
   Gekommen erneut die Horde,
   Sie bringen uns nichts als Morde.


Damals als kleines Kind hatte er den Inhalt dieses Gedichts nie wirklich verstanden. Doch nun, wo er hier nur wenige Schritte vom Lager der Horde entfernt war, verstand er endlich alles. Die Hordenvölker waren barbarisch, mit ihnen zu sprechen war sinnlos. Verhandlungen nur Zeitverschwendung. Stattdessen waren nun Taten gefragt! Die Mission stand nun im Mittelpunkt seiner Gedanken: Den oder die Anführer dieser Bestien finden und töten... Das war es, was General Hardath ihm aufgetragen hatte, das war es, was Sidez III. von seinen Soldaten erwartete...
   Nahende Schritte rissen die fünf Männer aus ihren Gedanken. Wurden sie etwa entdeckt? Nein! Dafür waren die Schritte zu langsam... oder zu laut. Es musste etwas anderes sein.
   „Da scheint uns jemand besuchen zu wollen...“, flüsterte Jarseth zu seinen Kameraden. „Du... und du!“, zeigte er mit dem Finger auf zwei der Soldaten, „Ihr beide versucht etwas über unsere nahenden Freunde herauszufinden. Der Rest folgt mir ins Lager.“
   Vorsichtig hob der Rittmeister seinen Kopf über den umgestürzten Baum, hinter dem sie sich versteckt hatten und blickten über den Fluss in das Lager. Die Luft schien rein zu sein.
   „Was sollen wir machen, wenn es welche von denen sind?“, fragte einer beiden Ausgewählten.
   „Handelt so, wie sie es verdient haben... Ich hoffe, ihr versteht, was ich meine?“, antwortete der Rittmeister. Die beiden ihm gegenüber nickten stumm, gaben sich per Handzeichen einen Plan vor und verschwanden dann geduckt dem Flusslauf entlang. Jarseth und seine beiden verbliebenen Kameraden bahnten sich ihren Weg schnellen Schrittes durch das seichte Wasser des Orphrat. Vor ihnen erstreckte sich nun das Lager mit hunderten Hütten. Ein Suche nach der Nadel im Heuhaufen hatte begonnen...
   Vorsichtig lehnte sich Jarseth um eine der mannshohen Unterkünfte und versuchte sich einen Überblick zu verschaffen. Das Mondlicht half ihm dabei.
   „Ich sehe zwei... Nein. Drei Patroulien, je vier Krieger. Sie scheinen ohne feste Routen durch das Lager zu streifen. Scheinen aber nicht sehr aufmerksam zu sein...“
   Eine längere Pause folgte.
   „... könnte aber trotzdem zum Problem werden. Wir sollten aufpassen. Die Nacht ist hell, zu hell für meinen Geschmack...“
   Eine weitere Pause folgte.
   „Das könnte uns weiterbringen... Ich sehe eine Hütte, die offenbar eine Art Stabszelt darstellen soll... 200 Fuss von hier entfernt... Kaum Bewachung. Zwei Krieger links und rechts neben dem Eingang. Einer von ihnen scheint jede Minute einzuschlafen. Wir sollten also leichtes Spiel haben.“, wandte sich Jarseth an die beiden Soldaten.
   „Was ist der Plan, Rittmeister?“, fragte einer von ihnen.
   „Nun...“, er warf noch einmal einen Blick um die Ecke der Behausung, „Die Patroulien legen offenbar sehr lange Wege zurück. Das sollte unsere Chance sein. Die meisten von diesen Bastarden liegen offenbar schlafend in ihren dreckigen Hütten. Wir sollten also einen leichten Weg bis zu ihrem Anführer haben...“
   „Leichter Weg?“, wiederholte einer der Soldaten fragend.
   „Hoffen wir es zumindest...“, mit einem sicheren Blick sah er seinen beiden Kameraden in die Augen, „Auf mein Kommando schleichen wir uns hinter den Hütten zum Ziel. Ihr beide schaltet die Wachen aus, lautlos. Und versteckt die Leichen. Wir wohlen nichts dem Zufall überlassen. Ich gehe derweil hinein und beende diesesn Krieg mit meiner Klinge. Ihr bleibt draussen und wartet auf mich. Es sollte nicht lange dauern... Verstanden?“
   Die beiden Männer nickten, prüften nochmals ihre Ausrüstung und warteten dann auf das Kommando ihres Rittmeisters.

   Einige Minuten sollten so noch vergehen. Die chaotischen Wege der Patroulien verunsicherten Jarseth anfangs, dennoch schien er langsam das „System“ hinter der Hordenlogik zu erkennen. Während er also so den herumlaufenden Kriegern aus sicherer Entfernung hinterhersah, blieb ihm noch einmal Zeit an das zu denken, was vor vielen Jahren noch das Wichtigste in seinem Leben gewesen war, bis zu jenem Jahr, als sich alles änderte: Die Heimat. Auch wenn er nach beinahe dreizehn Jahren im Dienste der Kommandotruppen manchmal nicht mehr selbst wusste, was seine Heimat eigentlich war, da er die meisten Zeit davon außerhalb der Grenzen von Ustilia verbracht hatte. Selbst in den inzwischen selten vorkommenden Friedenszeiten war er kaum in Ustilia gewesen. Er war immer an einem fernen Ort, einem Ort, den er selbst als „Jenseits der Heimat“ bezeichnete. Von Intrige zu Intrige, von Krieg zu Krieg, von Spionage zu Spionage wurden er immer wieder geschickt. Meist ohne lange Verschnaufspausen. Die Zeiten waren dunkel geworden, der alte Glanz in den Sieben Reichen der Menschen war längst nur noch eine verwaschene Erinnerung derer, die die letzten Kriege überlebt hatten. Es war eine Zeit des Wandels angebrochen auf dem endlosen Kontinent, das konnte inzwischen wohl jeder auf Nosgort spüren. Der Inselkrieg und die Piratenkriege sind nur Beispiele von vielen... Und mittendrin war Jarseth. Einer von den wenigen Männern, die bereit waren für ihr Vaterland von Krisenherd zu Krisenherd zu hetzen, ohne jemals sicher sein zu können, den nächsten Tag noch erleben zu können. Dies war wohl auch der Grund, warum nicht viele Soldaten es lange bei den Kommadotruppen aushielten,
   Jarseth war da eine Ausnahme. Damals, man schrieb das 313 Jahr der Fünften Ära auf Nosgort, Jarseth war gerade erst ein Jahr bei den normalen Kampftruppen Ustilias, starb sein einziger Bruder bei der finalen Schlacht des Inselkriegs, bei der berühmten Schlacht am Delta des Orphrat. Nur wenige Wochen später kamen seine Eltern bei einem Großbrand in ihrer Heimatstadt ums Leben. Für Jarseth, damals erst siebzehn Jahre alt, brach seine heile Welt zusammen. Als er über seine erste Trauer hinweg war, erkannte er, dass ihn nichts mehr in seiner Heimat band und so entschloss er sich für die Kommandotruppen zu melden. Ferne Länder und fremde Kulturen wurden ihm versprochen... Stattdessen bekam er verbrannte Erde, Leid und Mord zu Gesicht...
   Eine eigene Familie hatte er nie gegründet. Schließlich hatte er nie Zeit jemanden kennen zulernen. Und selbst wenn, würden es wohl nicht viele Frauen in seinem Alter akzeptieren, dass ihr Mann die meiste Zeit des Jahres umherreist und man jeden Tag mit dem Tod des Geliebten rechnen müsste. Und so kam es, dass Jarseth seit beinahe dreizehn Jahren seinen Dienst bei den Kommandotruppen leistet und in dieser Zeit viel Erfahrung und Anerkennung sammeln konnte. Daher wurde und seine Kameraden auch von General Hardath für diese Mission ausgewählt...
   Doch für Erinnerungen war nun kein Zeit, die Mission selbst stand nun auf dem Spiel. Bei Erfolg könnte mit einem Schlag einer erneuter Krieg für Ustilia verhindert werden und das Leben vieler Soldaten verschont werden. Jarseth wäre wieder einmal ein Held ohne wahren Ruhm, Nur wenige würden je von dieser Mission erfahren und noch weniger Leute würden erfahren, dass er für diesen Erfolg verantwortlich war. Ein namenloser Held, dessen Gesicht das Volk nie zu sehen bekommen würde. Zu Jarseths eigenem Schutz natürlich...
  26.04.2006, 23:26
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  • Knochenfürst
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Jarseth Beschreibung ist gut und man kann eine Verbindung zu ihm aufbauen.

Der Liedtext ist ein wenig komisch. Den es ist nciht zu erwarten das er von Hellseher geschrieben worden ist oder? ^^

Egal trozdem gut :)
[genius.at.work]
  28.04.2006, 20:30
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  • Vampir
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Zitat
Original von Môr
Der Liedtext ist ein wenig komisch. Den es ist nciht zu erwarten das er von Hellseher geschrieben worden ist oder? ^^

Das stammt aus einer Zeit vor dem Nordwall...
  28.04.2006, 20:33
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