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Thema: Das Erbe von Valinor  (Gelesen 1103 mal)

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So, das ist mein zweites "Autoren Projekt" namens "Das Erbe von Valinor"  diesmal in Mittelerde und ungefähr zweihundert Jahre vor dem Ringkrieg angesiedelt...ein paar personen sid bekannt, die Story wird in der schlacht um Dol Guldur (vllt) enden... eigentlich ist vieles auf elbisch, aber zum besseren verständnis:
EDIT: natürlich auch 100% selfmade...
EDIT 2: wems gefällt kann die optisch um einiges verschönerte .doc fassung haben...(eMail)
EDIT 3: (lol) ist natürlich auch nur der anfang und feedback wär natürlich toll


Das Erbe von Valinor

Prolog  
Angenehm kühle Luft umhüllte ihn nachdem er in die Welt getreten war, goldenes Licht erfüllte seine Augen, durch die geschlossenen Lider, so dass er lächeln musste. Leise Stimmen sangen ohrenschmeichlerisch als er auf dem weichen Blätterboden lag und sein Geist sich langsam an den materiellen Körper gewöhnte. Das Laub unter seinem schlanken,  wohlgeformten Körper knisterte als er sich langsam erhob. Als er dann etwas unsicher stand, fing er an sich zu strecken, so das seine Knochen leise knacksten. Er seufzte zufrieden und schlug dann bedächtig die Augen auf, um zum ersten Male Lòthlorien mit seinen herrlich goldenen Mallorn-Bäumen zu erblicken. Da wusste er, dass er zu Hause war. Darauf warf er seine langen, blonden Haare hinter die spitzen Ohren zurück und lachte glockenhell, so dass es auf der ganzen golden erleuchteten Lichtung widerhallte. Ein Wesen, das aus purem Licht bestehen zu schien glitt langsam durch die Bäume auf ihn zu, und manifestierte sich als wunderschöne Elbin, die immer noch ein reines, gleißendes Licht ausstrahlte. „Hiermit gebe ich dir das Leben, Gîlfaêr, denn so soll dein Name sein. Nun wende dich deinem Dasein zu, das durch den Segen der Valar noch lange währen wird. Nun hast du also deinen Namen,  trage ihn in Ehre, strahlende Seele…“, hörte er  es in seinem Kopf aus weiter Ferne hallen. Dann verschwand das gleißende Licht, und er hörte wieder nur die Geräusche  des goldenen Waldes Lòrien.

1.Kapitel  

„Noch ein Lied, Gîlfaêr! Sing uns doch noch ein Lied!“, rief die Festgesellschaft ihm zu. Der junge Elb lächelte ein wenig unsicher, schob seine Haare hinter das Ohr und erhob dann seine klare und helle Stimme:

Ilu Ilúvatar en káre eldain a fírimoin
ar antaróta mannar Valion: númessier.
Toi aina, mána, meldielto – enga morion:
talantie. Melko Mardello lende: márie.
En kárielto eldain Isil, hildin Úr-anar.
Toi írimar. Ilyain antalto annar lestanen
Ilúvatáren, Ilu vanya, fanya, eari,
i.mar, ar ilqa ímen. Írima ye Númenor.
Nan úye sére indo-ninyan símen, ullume;
ten sí ye tyelma, yéva tyel ar i narquelion,
íre ilqa yéva nótina, hostainiéva, yallume:
ananta úva táre fárea, ufárea!
Man táre antáva nin Ilúvatar, Ilúvatar
enyáre tari tyel, íre Aanarinya qeluva?

Die Stille die sich während dem ernsten Lied ausgebreitet hatte entlud sich in Lobpreisungen des begabten Sängers. Gîlfaêr ließ sich ein wenig feiern, bis die Menge der versammelten Elben sich anderem zuwendeten. Angenehme Stimmen erfüllten nun wieder den Raum, die feiernden Elben wandten sich wieder dem Festmahl oder  zahlreichen anderen Sängern zu. Als Gîlfaêr zum Tisch von Galadriel und Celeborn blickte, blickte ihn die Herrin von Lòrien mit ihrem stechenden Blick an, dann gab sie ihm mit einer Handbewegung zu verstehen, dass er zu ihrem Tisch kommen sollte. Er folgte dem Wink. Vor dem Tisch verbeugte er sich. „Herrin?“, fragte er. „Dein Gesang hat mir gefallen, Gîlfaêr. Er war des Festes mehr als würdig.“, sagte sie mit ihrer angenehmen, etwas traumwandlerischen Stimme. „ Du hast mein Wohlwollen, denn du bist von den Valar gesegnet – eine nicht alltägliche Sache… Doch sage mir, junger Elb, wieso bereitest du dich nicht auf deine morgigen Prüfungen vor, sondern singst auf dem großen Fest? Dein Weg ist nach meinen Kenntnissen noch nicht bestimmt, oder nicht?“ „Meine Herrin, ich habe mich für die Prüfung für den Weg des Kampfes ausreichend vorbereitet, hoffe ich. Túro Haldir könnte euch das bestätigen, wenn er hier wäre…doch dem ist nicht, deswegen hoffe ich auf eure Gnade.“ Daraufhin lachte Galadriel hell auf. „ Gut gesprochen, Gîlfaêr Hellseel’! Doch ich will euch Gnade gewähren.“, sie lächelte verschmitzt. „Die Wahrheit eurer Aussagen werden wir morgen wohl überprüfen können…“ „Ja, Herrin.“ Er  fühlte sich ein wenig gedemütigt, da er sah, dass auch Celeborn, der Herr von Lòrien, lächelte. Er sagte: „Geht und feiert weiter, doch sagt dem Wein nicht zuviel zu, das wäre der Prüfung nicht gerade zuträglich…“, Celeborn wandte sich ab und fing ein Gespräch mit Glorfindel, einem Elbenfürsten aus Bruchtal, der zu Besuch war, an. Gîlfaêr machte einen Knicks vor Galadriel, die seine Gefühle genau zu kennen schien, und ging an die andere Seite des Saals. Dort lehnte er sich gegen die Wand, nahm sich ein Glas Wein und starrte die Herrin von Lòrien aus der Ferne an. Sie sah alt aus, jedoch nicht körperlich alt, eher geistig. Gîlfaêr wusste selbst nicht ganz woran das lag. Man sah es einfach. Er schluckte und holte sich noch ein Glas Wein.
Gîlfaêr wachte am nächsten Morgen in seinem Talan auf. Er lag auf der weichen Matratze aus Mallornblättern, die leise knisterten. Er stand auf und ging zu der Silberschale mit reinem, kühlem Quellwasser und wusch sich. Danach kletterte er geschmeidig die mannsdicken  Äste seines Mallorns hinauf, um sich auf den höchsten Ast des Baums zu setzen und die Sonne zu begrüßen. Gîlfaêr sog gierig die kühle, saubere Morgenluft ein um dann die herrliche Aussicht zu genießen. Im Westen erstreckte sich hinter einer Ebene das Nebelgebirge. Dort lagen auch die verlassenen Minen von Moria, in welchen nun Orks und schlimmeres, und nicht wie früher, die Zwerge hausten. Im Osten lag der Nimrodel, der aus Lòrien herausfloss und sich dann mit dem größten Fluss Mittelerdes vereinigte: Dem Anduin. Hinter dem Anduin lag der Düsterwald mit Dol Gûldur, dem Hügel der Magie, einem bösen Ort, der lange als letzte Bastion des Nekromanten Sauron gedient hatte. Doch ob er jetzt immer noch dort lebte, war fraglich, jedoch; das Böse an diesem Ort schlief nie, und das in Sicht weite des heiligen Waldes Lòrien. Doch im nördlichen Düsterwald wohnten die Waldelben, unter der Führung ihres Königs Thranduil. Enge Bande waren noch nie zwischen den Hochelben von Lòrien und Bruchtal und den Waldelben vom Düsterwald aufgekommen, doch waren sie Verbündete von gleicher Herkunft, welche sich gegenseitig halfen. Im Süden lag Rohan, das Land der menschlichen Pferdeherren. Im Morgendunst sah er auch den Fangorn, der an Rohan grenzte. Überall um Lòrien herum lagen die Länder und Ebenen unter tiefen Schneemassen begraben, doch unter den haushohen Mallorn-Bäumen Lothlòriens war ein ewiger Frühling zu finden. Die mächtige Galadriel kontrollierte sogar die Jahreszeiten ihres Reichs. Nur erfrischende Schauer reinen Regens ergossenen sich von Zeit zu Zeit säubernd über das Land. Er atmete noch einmal tief durch, dann kletterte Gîlfaêr wieder die Äste seines Mallorns am Westrand von Lòrien herab. Auf seinem Talan angekommen nahm er seinen Umhang, der von einer blattförmigen Brosche aus grünem Kristall zusammengehalten wurde, auf und rollte die silberne Leiter neben dem kreisförmigen Loch im Boden der Plattform, aus. Er ließ sich hinuntergleiten und landete mit den Füßen auf dem weichen Blätterboden.
Er machte sich auf den Weg zur Akademie, die auf dem Baum des Wissens, dem Istàgaladh, lag. Dort war die Kampf-, Magie-, Gelehrten- und Dichterakademie, alle jungen Elben mussten sich für einen dieser Lebenswege entscheiden. Die Galadhrim, das Volk von Lòrien, waren Wenige. Nur an die tausend Elben wohnten im heiligen Wald, so war jeder ein wichtiges Glied der Gesellschaft. Gîlfaêr konnte nun schon den Istàgaladh sehen und andere Elben, darunter auch seinen derzeitigen Túro, Haldir. Haldir sah Gîlfaêr und rief ihn an. Gehorsam ging Gîlfaêr zu ihm. „Guten Morgen, Meister. Was wollt ihr denn?“ „Ihr habt heute eure letzte Prüfung, Gîlfaêr. Ich hoffe ihr habt euch vorbereitet? Ich persönlich glaube, ihr seid zum Krieger geboren, wenn ihr auch eine bezaubernde Stimme besitzt.“, sagte Haldir zuversichtlich. „Ich weiß nicht so ganz, Meister. Ich fühle mich eher so, als wenn ich zu gar nichts bestimmt wäre…“, murmelte Gîlfaêr etwas bedrückt. „Wir werden es sehen. Nutzt eure Zeit noch für ein wenig Training mit dem Magol, junger Elb. Bereitet euch auf die Prüfung vor, das ist der einzigste Rat, den ich euch geben kann.“ „Ja, Túro.“, antwortete Gîlfaêr gehorsam. Nachdem Haldir außer Sichtweite war, ging er zur Lichtung der Schwerter, einem Übungsplatz für den Nahkampf. Hier hatte er die letzten 15 Jahre zugebracht sich auf die heutige Prüfung des Kampfes vorzubereiten. In den anderen Prüfungen hatte er nur in der Dichtkunst ein ansehnliches Ergebnis erreicht, jedoch nur aufgrund seiner Stimme, wie er selbst dachte. Nun war heute also die vierte Prüfung in seinem schon 94 Jahre währenden Leben. Er  holte seine Übungsklinge aus den Halterungen und fing an die tänzerischen Bewegungen des elbischen Kampfstils im Schattenkampf auszutragen. Er merkte wieder einmal, dass ihm der Kampf das Äußerste abverlangte. Blitzschnell zuckte die Klinge durch die Luft, bis sie brutal gestoppt wurde. Sie schlug blaue Funken, als sie gegen eine andere, leicht geschwungene Klinge prallte, die von Gîlfaêrs lächelndem Meister Haldir geführt wurde. „Auch die stumpfe Klinge kann töten, merk dir das.“, sagte Haldir während er sein Runenverziertes Schwert in die Scheide steckte. „ Ich soll dich zur Prüfung begleiten. Geb’ dein Schwert ab und begleite mich.“, sagte er und blickte ihn erwartungsvoll an.
Gîlfaêr leistete der Forderung stumm folge. Dann folgte er Haldir schweigend zum Istàgaladh. Etwas abseits des riesenhaften Baumes, der mehrere Talan am dicken Stamm beherbergte, lag eine Lichtung. An ihrem Rand floss der Nimrodel melodisch plätschernd über die sonnenbeschienen Flusssteine. Im saftig grünen Gras standen Galadriel, Celeborn und Glorfindel sowie einige Wächter von Lòrien, die den Stand der Krieger vertraten. Als Galadriel bemerkte das Gîlfaêr gekommen war, bedeutete sie ihm am Rand der Lichtung stehen zu bleiben. Dann erhob sie die Stimme: „Heute sind wir zusammengekommen um den jungen Gîlfaêr Hellseel’ im Schwertkampf zu prüfen. Sein Lebensweg wird hiernach bestimmt und die vollständige Aufnahme in Lòrien besiegelt. Die Gunst der Valar hat er empfangen, so ist diese Prüfung eine nicht alltägliche Sache. Er wird sein Können gegenüber seinem Túro Haldir, dem Führer der Wache des Waldes, zeigen müssen. Der Prüfungskampf wird mit den traditionellen Meigol durchgeführt. Nehmt eure Waffen!“ Sie hob zwei Meigol in die Höhe, deren blanke Klingen in der Sonne glitzerten. Die Meigol hatten breite, leicht geschwungene Klingen die genauso lang waren wie das golden umwickelte Heft aus dunklem Ebenholz, das auch eine leichte Biegung aufwies. Eine Parierstange fehlte, doch die Kampfweise der Elben macht diese unnötig. Das Ende der Klinge wurde kurz vor dem Schlussteil breiter, um dann in eine feine Spitze auszulaufen. Die Schneide wurde nie stumpf, der magische Elbenstahl verhinderte es. Es waren Waffen, die leicht zu führen, jedoch schwer zu meistern waren. Es waren Waffen, wie sie schon in den ersten Zeitaltern  geschmiedet und verwendet wurden, und von den Schmieden des dritten Zeitalters perfektioniert worden waren. Sie waren die Gegenstücke für die grausamen Skimitare der Orks aller Zeitalter und jeder der Elbenkrieger von  Lòrien empfing von Galadriel ein solches Geschenk, doch mussten sie sich erst in der Prüfung des Kampfes erweisen und für den Lebensweg des Kriegers ausgewählt werden. Gîlfaêr ergriff das Heft  einer der Meigol und spürte wie sich die Umwicklung seiner Hand anpasste und ihr schmeichelte.  Haldir nahm sich auch ein Magol und schwang es kurz durch die Luft bevor er Gîlfaêr anlächelte und seine Kampfposition einnahm. Gîlfaêr lächelte nicht, stellte sich auf die andere Seite der Lichtung und nahm beide Hände an das Schwertheft, so wie er es schon hunderte Male bei Übungen gemacht hatte. Er spannte alle seine Muskeln an, als Galadriel  den Mund öffnete: „Lasst die Prüfung beginnen!“
Haldir stürmte im gleichen Moment los. Gîlfaêr sprang zur Seite, als die Klinge an ihm vorbeizischte. Dann ließ er sein Magol von oben auf Haldirs Rücken herabwirbeln, der aber geschickt auswich und mit dem Griffstück seines Magol nach Gîlfaêrs Beinen schlug. Dieser machte einen Hechtsprung, rollte sich auf de Boden ab und kam zwei Meter von seinem vorübergehenden Feind auf die Beine. Als beide Kämpfer wieder die Grundhaltung einnahmen lächelte nun Gîlfaêr und stürmte vor. Sein nach vorne gerichteter Schlag wurde pariert und wurde nach unten abgelenkt und die Klinge des Magol blieb durch die Gewalt des Schlags im Boden stecken. Haldir holte blitzschnell aus und wollte Gîlfaêr am Rücken treffen, der konnte jedoch noch das Heft hochreißen und die Klinge mit einem splitternden Geräusch parieren. Gîlfaêr riss die Klinge aus dem Boden, blieb in der Hocke und ließ sein Magol wie eine Sense um sich herumwirbeln. Haldir konnte nicht mehr ausweichen und bekam das Magol mit voller Wucht gegen das Schienbein. Man hörte ein dumpfes Geräusch und Haldir knickte ein. Eine kurze Pause entstand, in der Gîlfaêr nur seinen eigenen, schnell gehenden Atem hörte. Dann schaute er auf Haldir, sich langsam hochstemmte, jedoch mit offensichtlichen Schmerzen. Gîlfaêr streckte die Hand nach seiner aus und zog ihn auf die Beine. Haldir lächelte ihm anerkennend zu, die Schmerzen von eben  waren jedoch in seinem glatten Gesicht nicht mehr zu erkennen.
„Der Lebensweg des Kriegers ist dir wohl vorbestimmt, Gîlfaêr Hellseel’. Noch kein Prüfling hat jemals den Wächter von Lòrien besiegt. Eine mehr als beeindruckende Leistung!“, hörte er die beeindruckte, fast ungläubige Stimme von Celeborn. Galadriel fügte würdevoll hinzu: „Du kannst stolz auf dich sein. Nun geh und bereite dich auf das heutige Fest vor, diesmal dir zu Ehren. Gib mir allerdings noch das Magol zurück, dein eigenes wirst du später bekommen, Krieger von Lòrien.“ Nach dem Gîlfaêr ihr die Waffe ausgehändigt hatte, drehte Galadriel sich um und entfernte sich von der Lichtung durch den Wald, der von golden leuchtenden Sonnenflecken erhellt wurde. Ihr Gemahl und die anderen Prüfer folgten ihr bedächtig mit respektvollem Abstand, während sie sich leise flüsternd unterhielten. Nur Haldir und Gîlfaêr standen noch auf der idyllischen Lichtung beim melodisch murmelnden Fluss Nimrodel. Haldir trat langsam von hinten an den jungen Elben heran und sprach: „Nun? Bist du nicht stolz? Du stehst wie versteinert da.“ Gîlfaêr drehte sich langsam um, sah Haldir tief in die hellen Augen und antwortete leise: „ Stolz? Nun ja, ich hatte schon immer davon geträumt so zu sein wie ein ehrenvoller Krieger, wie Gîl-Gâlad oder so jemand. Doch daran geglaubt habe ich noch nie. Ich dachte mein Lebensweg wäre der eines Dichters oder Sängers und ich würde mein Leben in Festhallen verbringen und lyrische Gedichte von mir geben. Doch jetzt… ein seltsamer Zufall, der mich traf.“ „Wieso seltsam?“, fragte der überraschte Haldir. „Ich versichere dir schon lange du seiest ein hervorragender Schwertkämpfer und Krieger. Ich war zwar etwas überrascht, als du mich ohne Probleme besiegtest, doch der Segen der Valar hat wohl mehr Macht auf einen Elben als ich je ahnte. Du hast es dir verdient, Gîlfaêr. Sei stolz auf dich und deine Leistung.“ „Haldir, warte…“, rief Gîlfaêr zögerlich, als der Túro sich erhob um zu gehen. „Ich wusste vorhin nicht was passierte… ich war plötzlich von einer Wut, ja einer Art Ekstase erfüllt, die mich alles außer dich, meinen Feind, und mein Magol aus meinem Verstand ausblendete. Ich vollführte die Bewegungen, die ich machte, in Perfektion, doch wurde mir erst nach dem Gefecht klar, was ich getan hatte. Man könnte es Kampfeswut nennen, obwohl das dem Gefühl nicht ganz gleichkommt.“ Haldir hatte sich umgedreht und sah ihn nachdenklich an. „Du sagst es, als wäre es eine Strafe so zu empfinden… ist das so?“ „Ja, Haldir, die Strafe ist, dass ich daran Spaß hatte! Doch macht es mir Angst, dass ich beim Töten und Kämpfen Vergnügen empfinde!“ Haldir blickte Gîlfaêr verständnisvoll in die Augen. „Ich empfinde so etwas auch. Doch ich habe es zu kontrollieren gelernt.“, er zögerte kurz. „ Doch was du sagtest mit dieser „Wut“ die dich befällt…um ehrlich zu sein macht es mir Angst zu wissen das ein Elbenkrieger mit deinen Fähigkeiten außer Kontrolle geraten könnte…“, er schwieg bedrückt, dann sah er auf den verzweifelt im Gras sitzenden Gîlfaêr und fasste innerlich einen Entschluss. „ Wir werden Morgen mit dem Training fortfahren und versuchen diese „Wut“ in normale Bahnen zu leiten. Ich bin fest davon überzeugt dass die Valar sich etwas dabei gedacht haben. Nichts kann unnütz sein, sogar die Orks erfüllen einen Sinn… auch wenn wir noch nicht herausgefunden haben welchen.“, fügte er augenzwinkernd hinzu. Dann stand Haldir langsam auf, fasste den niedergeschlagenen Gîlfaêr mit festem Griff an die Schulter und zog ihn hoch.  „Freue dich erst einmal auf die heutige Einweihungsfeier, junger Krieger. Morgen sehen wir weiter.“ Gîlfaêr raffte sich auf und hob den Kopf um Haldir stolz in die Augen zu sehen. „Ja, Haldir, das werde ich.“, erwiderte Gîlfaêr nun in festem Ton. Haldir drehte sich um  und ließ Gîlfaêr allein auf der Lichtung. Gîlfaêr blieb kurz stehen, starrte auf die Stelle, an der Haldir im golden leuchtenden Wald verschwunden war, dann schlenderte er allein vom Istàgaladh zu seinem Mallorn und kletterte die silberne Strickleiter zu seinem Talan hoch.
Oben sah er sich verwundert um. Silbern glänzende Mallornäste umfingen den Talan wie einen Zaun, die Blätter seines Wohlvertrauten Heims waren gesprossen, ohne das er etwas davon bemerkt hätte. Als er zu seiner Schlafstätte aus Mallornblättern schaute, sah er, dass sich darüber ein Baldachin aus verschlungenen Ästen und Laubwerk gebildet hatte. Ein schon fast Treppenartiger Aufgang aus dicken Ästen führte zu seinem Lieblingsplatz in der Baumkrone, wo er die aufgehende Sonne jeden Morgen begrüßte. So nahm er das erste Geschenk der Herrin von Lòrien zu seinem  verheißungsvollen Lebensweg in Empfang. Auf dem Blätterbett, sah er, lag ein silbergraues Stoffbündel, welches das goldene Licht etwas reflektierte. Er hob es auf und faltete es auseinander. Eine schwarze, ärmellose und schienbeinlange Tunika, die viel Ähnlichkeit mit einem Gewand hatte, und ein grau-silbern glänzendes Hemd, sowie ein langer, nachtblauer Mantel mit Kapuze kamen zum Vorschein. Als Gîlfaêr den Mantel in die Hand nahm und den fließenden, seidengleichen Stoff berührte zuckte er zurück. Er hatte eine große und mächtige magische Kraft gespürt, die dem Mantel innewohnte. Offenbar war dieses Geschenk der Herrin Galadriel magisch, und das nicht gerade wenig. Als er den Mantel zurücklegen wollte, sah er, wie eine silbern glänzende Brosche auf den Boden des Talan fiel.  Er legte den Mantel auf das Bett und bückte sich nach der Brosche. Sie bestand aus einem klaren Kristall, der in Form eines Mallornblattes in eine Fassung aus Zwergensilber, Mithril, eingefasst war. Die Brosche funkelte entzückend, als sich das goldene Licht Lòriens in ihr brach.  Gîlfaêr zog sich an, dann hängte er sich den magischen, nachtblauen Mantel um, und befestigte ihn an der Schulter mit der funkelnden Brosche. Als letztes band er sich den Ledergürtel, der mit einem Weinrankenmuster verziert war und an der Seite ein Schwertgehänge hatte,  um, der ihm schon seit knapp 70 Jahren gute Dienste geleistet hatte. Dann ging er zu der silbernen Waschschüssel. Er beugte sich zögernd über das klare und vollkommen ruhige Wasser. Ein junger Elb mit langen, blonden Haaren und dem Gesicht der alten Elben des Königsgeschlechts, wie sein Meister Haldir immer gesagt hatte, blickte ihm stolz und mit einem ein wenig misstrauischen Gesichtausdruck entgegen. Er zögerte kurz, dann kämmte er sich die seidigen Haare und flocht eine Strähne zu einem schmalen Zopf, so wie es Brauch in Lòrien war, den er hinter die spitzen Ohren legte. Dann wandte er sich von seinem Spiegelbild ab und richtete sich auf.
  06.05.2006, 15:01
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wäre dankbar für feedback und leute die sich die mühe machen, das durchzulesen
  06.05.2006, 19:10
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  • Skelett-Krieger
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So...

Der erste Satz ist für meinen Geschmack etwas zu bandwurmartig.

Zitat
Als er dann etwas unsicher stand, fing er an sich zu strecken, so das seine Knochen leise knacksten

Der Nebensatz macht keinen Sinn, warum sollte "fing" einen Nebensatz einleiten?

Zitat
Er seufzte zufrieden und schlug dann bedächtig die Augen auf, um zum ersten Male Lòthlorien mit seinen herrlich goldenen Mallorn-Bäumen zu erblicken

Hier ist imo auch kein Komma angebracht.

Mhm, ich hör mal auf die ganzen Kommageschichten raus zu ziehen.
Darüber solltest du dich noch näher informieren, soll keine Beleidigung sein aber nichts quält mich mehr als schlechte Nebensätze ^^


Zum Inhalt kann ich wenig sagen, war nie ein großer Elbenfan und hab mich damit nicht sonderlich befasst. ^^ Mehr Emotionen und Eindrücke statt nur Beschreibungen wären sicher ganz nett.


Wenn du noch einen Tip möchtest, ich an deiner Stelle würde vor Wörtlicher Rede nen Zeilenumbruch machen, damit ließt sichs besser. [Wenn du nicht weißt wie ich das meien sieh in den "Die Bestie"-Thread]
  06.05.2006, 19:24
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  • Knochenfürst
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So, ich nahm die Mühe auf mich, es zu lesen. Ich muss sagen, es ist gut geschrieben, schön beschrieben allerdings nicht immer... Die Größte Kritik gillt dem Kampfe, denn wenn es ein scharfes Magol ist, hätte er ihm damit glatt die Beine gekürzt... War das nicht scharf, oder war die Rüstung speziell, oder hab ich den Abschnitt einfach nicht gelesen? Ansonsten ists gut, nur an einigen stellen sind gramatikalische Fehler, wie zum Beispiel:

...Die Mienen von Moria, in welchen nun Orks und Schlimmeres statt den Zwergen hausten.

Nach meinem gramatikalischen Empfinden müsste es so heißen:

...Die Mienen von Moria, in welchen nun Orks und Schlimmeres statt Zwerge hausten.

Klingt aber auch nicht gut, besser wäre:

... Orks und schlimmeres, und nicht wie früher, die Zwerge hausten.

Mach weiter so! ;) :) :D

Edit: @Exterminas: Das "fing" passt da schon gut, finde ich, sonst höhrt sich das noch gestrekter an, was würdest du denn sagen?

Edit2: Und das Komma im zweiten Satz muss da doch sein, wie willst du sonst Neben- und Hauptsatz trennen?  :D
In tiefen kalten hohlen Räumen,
Wo Schatten sich mit Schatten paaren,
Wo alte Bücher Träume träumen,
Von Zeiten als sie Bäume waren,

Wo Kohle Diamant gebiert,
Man weder Licht noch Gnade kennt,
Dort ist's wo jener Geist regiert,
Den man den Schattenkönig nennt.
  06.05.2006, 19:24
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danke schon mal an euch
@ xeiron:
du hast die stelle net gelesen, in der galadriel die schwerter verzaubert, damit man sie für übungszwecke verwenden kann

edit: oh, sry, lol :D hate ich vergessen zu schreiben, ist bei ner idee geblieben....wird aber in der nächsten zeit korrigiert

und zum besseren verständnis:

ein Magol
(gibts für oblivion eigentlich einen mod der die meches für das teil hat?für MW gabs einen)
  06.05.2006, 19:38
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